Yvan Muller hat sich die Pole-Position für den ersten Saisonlauf der Tourenwagen-WM gesichert. Auf dem 3,695 Kilometer langen Kurs von Curitiba war der Franzose in seinem Diesel-Seat mit 1:24.295 Minuten 0,1 Sekunden schneller als sein Teamkollege Rickard Rydell. Bester BMW-Pilot wurde Augusto Farfus auf dem dritten Rang, gefolgt von Gabriele Tarquini und Nicola Larini auf Seat und Chevrolet.
Gleich zu Beginn der Session setzte sich mit Rickard Rydell ein Seat Leon TDI an die Spitze des Feldes. Der Schwede erwischte in seinem ersten Stint eine gute Runde und konnte sich gleich um drei Zehntelsekunden von der Konkurrenz absetzen. Die ärgsten Gegner waren zunächst nicht seine Markenkollegen, sondern Chevrolet und BMW. Aber auch Nicola Larini und Rob Huff galten vor der Qualifikation nicht als Favoriten auf die Pole. Ganz im Gegenteil zu Jörg Müller, der schon im letzten Jahr auf dem ersten Startplatz stand und heute Vormittag einen neuen Rundenrekord fuhr. Nun reichte es mit seiner ersten Runde für den vierten Rang.
Yvan Muller war der Erste, der die bisherige Bestzeit von Rydell knacken konnte. Mit Tiago Monteiro und Tom Coronel im Schlepptau fuhr der Franzose zu einer Zeit von 1:24.295 Minuten. Seine beiden Verfolger konnten nicht ganz mithalten. Monteiro platzierte sich auf dem vierten Rang, Coronel schnaffte es knapp unter die besten Zehn.
Die drei Seat-Piloten hatten unglaublich Glück, aber noch viel mehr Glück hatte Alain Menu. Der Schweizer kam in seinem Chevrolet in der letzten Kurve von der Strecke ab und schlug mit der Fahrerseite in die Reifenstapel ein. Trotz des heftigen Aufpralls konnte sich Menu aus eigener Kraft aus dem Auto befreien, trotzdem musste das Qualifying für wenige Minuten unterbrochen werden. Wäre Muller auch nur eine Minute später auf die Strecke gegangen, hätte seine Zeit nicht gezählt.
Als das Zeittraining 13 Minuten vor dem Ende wieder freigegeben wurde, setzte sich das komplette Feld in Bewegung - einzig allein Yvan Muller wartete in der Boxengasse. Erst kurz vor dem Ende der Session fuhr Vizeweltmeister wieder auf die Strecke, konnte nach einem Ausrutscher ins Gras nicht mehr verbessern. Gleiches galt für Jörg Müller, der sich sogar drehte und eine schnelle Zeit weg warf.
Für Müller reichte es so letztlich nur für den sechsten Rang, während sich Muller über die erste Saison-Pole freuen durfte. Noch heftiger erwischte es Andy Priaulx, von dem gar nichts zu sehen war. Der amtierende Weltmeister war 0,751 Sekunden langsamer als der Spitzenreiter und landete sogar noch hinter Alain Menu, der bis zu seinem Unfall nur vier Runden drehen konnte, auf Position zwölf.

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