WTCC - WTCC soll lauter und schneller werden

Positives Jahr trotz Finanzkrise

2014 stehen in der WTCC radikale Änderungen bevor. Doch auch mit der abgelaufenen Saison und dem alten Reglement ist WTCC-Geschäftsführer Lotti zufrieden.
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Motorsport-Magazin.com - Nach einer, zumindest in der Fahrerwertung, spannenden Saison, zeigt sich WTCC-Geschäftsführer Marcello Lotti zufrieden: "2012 war ein positives Jahr, obwohl es immer noch von der globalen Finanzkrise beeinflusst wurde." Dass trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt werden kann, sei mehreren Faktoren zu verdanken, so Lotti.

"Der Erfolg des ersten Events in den USA, der vom Enthusiasmus des lokalen Promoters vorangetrieben wurde, die Teilnahme von Ford an der ganzen Saison, die Ankunft von Honda in den letzten Rennen, das Interesse in die Serie einzusteigen, das von vielen Herstellern wie Citroen signalisiert wurde und die aktive Rolle der FIA bei der Planung eines neuen Reglements", all dies habe 2012 zum Erfolg der Rennserie beigetragen.

Russland und neues Reglement bieten große Chance

2013 wird die WTCC erstmals in Russland gastieren und mit Lada kehrt der größte russische Automobilhersteller in die Serie zurück. "Russland ist von einer strategischen Bedeutung, weil es einer der führenden Automärkte ist. Deshalb war es auf unserer kommerziellen Prioritätenliste ganz weit oben." Ausschlaggebend für das Rennen in Russland sei sowohl die Rückkehr von Lada gewesen als auch die Tatsache, dass Russland mit dem Moskau Raceway erstmals über eine moderne permanente Rennstrecke verfügt.

Es geht vor allem darum, Leistung und Lautstärke zu erhöhen, das Gewicht zu reduzieren sowie größere Räder und ein deutlich aggressiveres Aussehen einzuführen
Marcello Lotti

2014 wird voraussichtlich das bereits elf Jahre alte Reglement abgelöst. Ursprünglich war angedacht, die Änderungen erst 2015 einzuführen. "Doch dann haben wir uns für 2014 entschieden, weil von neuen Herstellern Interesse signalisiert wurde und weil die aktuell vertretenen Hersteller neue Modelle präsentieren werden, die 2014 homologiert werden können", erklärte Lotti den Umschwung. Dabei betonte er, dass es sich nicht um eine komplett neue Generation von Fahrzeugen handeln werde, lediglich um eine technische Evolution der 2002 eingeführten Super 2000.

"Es geht vor allem darum, Leistung und Lautstärke zu erhöhen, das Gewicht zu reduzieren sowie größere Räder und ein deutlich aggressiveres Aussehen einzuführen." Zudem gebe es mehr Freiheiten bei der Gestaltung der Aufhängung. Ein Hybrid-System oder ein Push-to-pass-Knopf würden derzeit noch diskutiert. "Die FIA und die Hersteller arbeiten an einem finalen Entwurf, der Ende Januar fertiggestellt und dem World Motor Sport Council im März vorgelegt werden soll."


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