WTCC - Interview - Norbert Michelisz

Konstanz der Schlüssel zum Erfolg

Trotz zweier Ausfälle beim spektakulären WTCC-Finale hat Norbert Michelisz den Titel in der Privatfahrerwertung gewonnen.

Motorsport-Magazin.com - Norbert, was war der Schlüssel für den Gewinn der Independents´ Trophy in Ihrem zweiten Jahr mit dem BMW 320 TC in der WTCC?
Norbert Michelisz: Im Vergleich zu meiner ersten Saison im BMW 320 TC haben sich vor allem zwei Sachen verändert. Ich habe mich fahrerisch besser an das Auto gewöhnt, und das Team hatte viel mehr Erfahrung bei der Set-up-Arbeit. Alles in allem war zudem unsere Konstanz der Schlüssel zu diesem Titelgewinn. Wir haben bis zum neunten Wochenende in Sonoma (US) einige Siege und Podestplätze eingefahren. Mein Vorsprung in der Independents´ Trophy war dadurch zum Glück groß genug, um trotz jeder Menge Pechs an den letzten drei Wochenenden an der Spitze zu bleiben. Ich bin sehr glücklich.

Gab es ein besonderes Highlight in der Saison?
Norbert Michelisz: Die ganze Saison war ein einziges Highlight für mich und Zengö Motorsport. Man hat gesehen, dass wir ständig Fortschritte gemacht haben, die sich dann auch in einer Poleposition und Siegen niederschlugen. Das ist mir immer am wichtigsten. Wenn man Fortschritte macht, kommt der Erfolg irgendwann automatisch. Wenn ich aber einen besonderen Höhepunkt der Saison nennen sollte, dann war das natürlich mein Heimsieg auf dem Hungaroring. Vor den eigenen Fans zu gewinnen, war ein ganz spezielles Erlebnis.

Ihre Karriere startete sehr ungewöhnlich – als Computerspieler...
Norbert Michelisz: Stimmt. Ich habe mich schon bei den ersten Rennen am Computer in den Motorsport verliebt, hatte zu der Zeit aber keine Chance, in einem echten Rennwagen zu sitzen. So waren die Computerspiele eine gute Möglichkeit, meine Leidenschaft auszuleben, aber auch eine gute Plattform, um auf mich aufmerksam zu machen. Ich hatte sehr viel Glück, dass einige Leute anhand dieser virtuellen Rennen Talent bei mir erkannt und mir eine Chance in einem echten Rennauto gegeben haben. Das ist gerade einmal sechs Jahre her – ich kann kaum glauben, was wir seitdem erreicht haben!


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