WTCC - Menu: Schlechte Erinnerungen an Macau

Mit der Trauer alleine

Alain Menu hat schlechte Erinnerungen an Macau. Als er im letzten Jahr das erste Freie Training der WTCC bestritt, verstarb sein Vater in der schweizer Heimat.
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Motorsport-Magazin.com - Alain Menu erinnert sich nur ungern an das Saisonfinale der WTCC 2010 in Macau zurück. Kurz bevor der Schweizer die Reise in die ehemalige portugiesische Kolonie antrat, erlitt sein ohnehin schon krebskranker Vater einen schweren Schlaganfall. Da er sich jedoch rasch erholte, entschied sich Menu dazu, die letzten beiden Saisonrennen wie gewohnt zu fahren. Nur seine Frau blieb daheim in der Schweiz.

2011 möchte Alain Menu in Macau gewinnen - Foto: Sutton

Wenig später verstarb Francois Menu doch. "Gerade, als wir unser erstes Freies Training fuhren", erinnert sich sich Alain Menu. "Als ob er mit damit noch ein letztes Mal etwas mitteilen wollte." Mit seiner Trauer musste der 46-Jährige in Macau aber alleine kämpfen. Er zeigte sich nur selten im Fahrerlager und war für Interviews nicht zu erreichen. "Es war ein sehr schweres Wochenende für mich."

Für seinen Vater wollte der Schweizer das letzte Saisonrennen 2010 noch einmal gewinnen, stand sogar in der ersten Startreihe. Doch es kam anders: Nachdem er den Motor seines Chevrolet Cruze beim Start abwürgte, fiel er bis an das Ende des Feldes zurück. 2011 möchte er es erneut versuchen. "Ich habe es in Macau immer genossen: die Strecke, die Stadt, die Atmosphäre."

Auch wenn Menu keine Chance mehr auf den Titelgewinn 2011 hat, möchte er die Saison noch versöhnlich beenden. "Es ist immer eine kleine Lotterie dort, aber ich hoffe alles gut zu machen und vor Yvan [Muller] und Rob [Huff] zu sein", grinste der Schweizer. "Das wäre der beste Weg, um in ihren Titelkampf nicht einzugreifen."


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