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WRC - Mikkelsen nach Sieg zwischen Freude und Trauer

Die beste Rallye meiner Karriere

Andreas Mikkelsen ist der strahlende und weinende Sieger der Rallye Australien. Es ist ein emotionaler Erfolg, geprägt von Abschiedsschmerz.
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Motorsport-Magazin.com - Zwischen Freudentränen und Trauer. Ein Mix aus Emotionen, mit denen Andreas Mikkelsen nach der Rallye Australien umgehen muss. Er ist der Pilot, der die letzte Rallye für Volkswagen in der WRC gewonnen hat. Eine Tatsache, die den Norweger unglaublich stolz macht. Gleichzeitig kämpft er immer wieder mit den Tränen. Er hat die letzte Rallye für Volkswagen gewonnen. Es wird keine weitere geben.

Wir haben sicherlich unsere beste Rallye gefahren und beenden unsere Karriere bei Volkswagen mit einem Sieg. Dem Team das zu schenken, ist ein unglaubliches Gefühl.
Andreas Mikkelsen

"Wir haben sicherlich unsere beste Rallye gefahren und beenden unsere Karriere bei Volkswagen mit einem Sieg. Dem Team das zu schenken, ist ein unglaubliches Gefühl", sagte Mikkelsen. "Auf der anderen Seite herrscht Abschiedsschmerz. Wie ich Anders [Jäger, Co-Pilot] auf der letzten Prüfung sagte: ich werde dieses Auto und dieses Team so vermissen. Ich bin sicher, dass es komisch wird, keine WRC-Rallye mehr mit dieser einzigartigen Crew in Angriff zu nehmen."

Mikkelsen: Noch nie so wohlgefühlt im Auto

Mikkelsen hatte in Australien Druck. Er wusste, dass seine einzige Chance auf WM-Rang zwei ein Sieg sein würde. Doch mit Startposition drei hatte er kaum Hoffnung. "Es hätte wohl niemand erwartet, dass wir drei am Ende hier sitzen würden", lachte er in der Pressekonferenz in Richtung Sebastien Ogier und Thierry Neuville. "Ich bin unglaublich glücklich und stolz, in der Mitte dieser beiden Fahrer zu sitzen."

Wie alle Teammitglieder von Volkswagen kämpfte auch Andreas Mikkelsen mit den Tränen - Foto: Motorsport-Magazin.com

Für dieses Ziel musste der Norweger allerdings sein bisheriges Vorgehen verändern. 2016 hieß für Mikkelsen schnell, aber konstant und ohne unnötige Risiken zu fahren. Alle Rallyes beenden stand ganz oben auf seiner To-Do-Liste. Doch nicht so in Australien. "Dieses Wochenende hatte ich nichts zu verlieren. Ich musste gewinnen, um eine Chance auf den Vize-Titel zu haben. Entsprechend anders war der Fokus. Ich musste so schnell wie möglich fahren und das Maximum herausholen."

Genau das tat er. In 10 der 23 Prüfungen war Mikkelsen der Schnellste, lediglich drei Prüfungen beendete er außerhalb der Top-3. "Wir haben gezeigt, dass wir wirklich eine Spitzenpace haben. Und zudem habe ich mich bei einer so hohen Pace noch niemals so wohlgefühlt", strahlte der Sieger.

Der beste Sieg meiner Karriere

Entsprechend hoch ist dieser Erfolg in Australien in Mikkelsens persönlichem Ranking eingeordnet. Bisher hatte weder sein Debüt-Sieg bei der Rallye Spanien 2015 noch der Erfolg bei der Rallye Polen in der aktuellen Saison seinen Meisterschaftserfolg in der IRC übertrumpfen können - bis jetzt. "Dieser Sieg ist wirklich etwas Besonderes. Schon alleine, weil es der letzte für Volkswagen war. Und gegen einen Weltmeister zu kämpfen und ihn ohne mechanische Zwischenfälle, sondern einfach nur durch Pace und Performance zu schlagen, war speziell." Dieses Gefühl lässt ihn vielleicht sogar darüber hinwegsehen, dass am Ende nicht er, sondern Thierry Neuville die Vize-Weltmeisterschaft feierte.


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