WRC - Rallye Finnland: Stimmen nach Tag 1

Im Polo pudelwohl gefühlt

Jari-Matti Latvala beendete Tag 1 seiner Heimrallye knapp vor seinem Teamkollegen Sebastien Ogier. Platz drei nimmt Citroen-Pilot Kris Meeke ein.

Motorsport-Magazin.com - Jari-Matti Latvala: "Was für ein großartiger Start. Der Regen unmittelbar vor der ersten Wertungsprüfung hat sehr geholfen. Der Grip war wesentlich höher als erwartet und ich hätte hier und da sogar noch etwas schneller fahren können. Aber bei diesen Bedingungen weiß man nie, ob hinter der nächsten Kurve nicht vielleicht eine tiefe Pfütze wartet. Ich habe das Fahren heute aber dennoch sehr genossen, denn bei diesen Bedingungen habe ich mich in meinem Polo pudelwohl gefühlt. Das Wetter ist zwar nicht gerade optimal für die Zuschauer - aber für uns Rallye-Fahrer ist es super."

Was für ein großartiger Start.
Jari-Matti Latvala

Sebastien Ogier: "Es ist ein tolles Gefühl, wieder in Finnland zu sein. Die Fans, die Atmosphäre und die Prüfungen sind etwas Besonderes. Die Zuschauer lieben diesen Sport und das spürt man auch als Fahrer. Für Julien und mich lief der Auftakt genau nach Plan. Auf der ersten Prüfung waren nach dem Gewitterschauer noch einige Stellen, wo Wasser stand. Wir haben deshalb nicht zu viel riskiert. Insgesamt war der Regen aber eher gut für uns, weil dadurch der Grip auf den vorher extrem staubigen und rutschigen Schotterpisten deutlich besser war als erwartet."

Kris Meeke: "Ich bin zufrieden, dass ich mitten im Kampf um den ersten Platz stecke. Für den Moment lautet mein Ziel nicht, zu versuchen, Prüfungen zu gewinnen. Ich hoffe, dass ich es ohne Probleme bis zum Ende der Rallye schaffe und dabei den Kontakt zur Spitze halte. Ich habe das Gefühl, dass ich mich verbessere und langsam alles zusammenkommt. Die neuen Prüfungen am Freitag werden sehr interessant."

Ogier ist Latvala auf den Fersen. - Foto: Sutton

Mikko Hirvonen: "Die Jungs an der Spitze fahren wirklich schnell und selbst wenn alles perfekt war, konnte ich über eine ganze Prüfung nicht mithalten. Aber wir kämpfen um das Podium und da wollten wir auch hin. Wir müssen am Freitag nur sichergehen, dass wir hart kämpfen und sicherstellen, dass wir das machen, wofür wir hergekommen sind."

Juho Hänninen: "Es ist etwas ganz besonderes, wieder in Finnland anzutreten und dass Tomi und ich so viel Unterstützung erhalten. Wir hatten auf WP1 und WP2 einen vernünftigen Start und haben uns darauf konzentriert, konstant zu fahren und bei den harten Bedingungen einen Rhythmus zu finden. Die Wiederholung von Lankamaa war nicht so gut und wir sind auf sehr tiefe Fahrspuren getroffen, was uns ein paar Mal das Leben schwer gemacht hat. Wir haben dadurch etwas Selbstvertrauen verloren, was etwas enttäuschend war, aber insgesamt war es ein annehmbarer Start und es liegt noch ein langer Weg vor uns. Die Prüfung am Abend war definitiv eine schöne Art und Weise, den ersten Tag vor all den Zuschauern zu beenden!"

Die Bedingungen waren heute alles andere als ideal.
Thierry Neuville

Andreas Mikkelsen: "Der erste Tag der Rallye Finnland war okay für Ola und mich. Es war gut, heute als Dritte auf die Strecke gehen zu können. Denn der Grip war durch den Regen deutlich besser als erwartet. Ich war darauf vorbereitet, dass die Rallye Finnland schwieriger sein würde als die Rallye Polen. Das war erst der Auftakttag der Rallye und es liegen noch mehr als 260 Prüfungskilometer vor uns. Da kann sich an den Platzierungen noch so gut wie alles ändern. Daher gehe ich den Freitag absolut optimistisch an."

Mads Östberg: "Ich war auf den ersten paar Kilometern ziemlich zufrieden, aber die Zeiten bekräftigen nicht mein Gefühl im Auto. Wir haben versucht, nach jeder Prüfung das Setup anzupassen, ohne aber wirklich eine Lösung zu finden. Natürlich bin ich von der heutigen Etappe enttäuscht, auch wenn ich weiß, dass die Rallye noch lange nicht zu Ende ist. Wir werden uns einfach nach vorne arbeiten müssen."

Thierry Neuville: "Die Bedingungen waren heute alles andere als ideal, aber wir können als Pluspunkt finden, dass wir den ersten Tag ohne allzu viele Probleme beendet haben. Ich war auf den ersten Prüfungen etwas zu langsam und hatte das Gefühl, dass mein Aufschrieb nicht schnell genug war. Aber wir haben uns im Laufe des Nachmittags verbessert. Uns fehlte am Anfang etwas Selbstvertrauen und bei der Wiederholung der Lankamaa-Prüfung hatte ich das Gefühl, dass das Auto mit einigen Lenkproblemen bei diesen Bedingungen aufgesetzt hat. Es war viel besser als die erste Prüfung, aber wir müssen uns ansehen, woran wir noch arbeiten müssen, denn der Freitag wir lang, mit vielen harten Prüfungen."

Kubica klagte über Probleme beim Hochschalten. - Foto: Ford

Robert Kubica: "Es war wegen des Wetters nicht einfach und die Bedingungen auf den Prüfungen waren etwas schwieriger, als wenn es trocken gewesen wäre. Aber ich denke, es war ein guter Tag für uns. Wir hatten ein paar Probleme beim Hochschalten, aber so ist das nun einmal. Ich bin mit meinem Fahrstil zufrieden und der Aufschrieb war ok, aber die Korrekturen, die ich aufgrund der Videoaufnahmen gemacht habe, um meinen Aufschrieb zu verlangsamen, waren falsch. Wenn man sich nicht wohl fühlt, dann verlangsamt man an kniffligen Stellen den Aufschrieb - das ist normal, wenn man keine Erfahrung auf den Straßen hat. Aber insgesamt bin ich mit dem heutigen Tag sehr zufrieden und hoffe, dass wir am Freitag so weitermachen können."

Hayden Paddon: "Auf der ersten Prüfung hatten wir etwa fünf, sechs Kilometer lang starken Regen, was bedeutete, dass wir die Straße kaum sehen konnten. Unser Fokus lag darauf, es bis zum Ende der Prüfung zu schaffen, und nicht für eine gute Zeit zu pushen. Die zweite Prüfung war viel besser und wir haben auf der Wiederholung von Lankamaa weitere Verbesserungen gefunden. Unsere Messlatte müssen Thierry und Juho sein und wir waren auf WP3 nicht weit von ihrer Pace entfernt, also war es nicht allzu schlecht. Der Regen hatte aufgehört und damit konnten wir mehr Konstanz finden, auch wenn es ein paar ziemlich große Spurrillen gab. Es war ein ziemlich solider Auftakt für uns, aber am Freitag wird noch mehr kommen."

Elfyn Evans: "Es lief für uns heute nicht wirklich zusammen. Der Aufschrieb ist auf der sicheren Seite, aber immerhin ist er ziemlich konstant und ich lerne, damit umzugehen - ich muss nur vorsichtig sein, es nicht zu übertreiben. Es hat ein wenig mit der Art der Straßen zu tun. Es gibt viele lange, weitläufige Kurven, aber an vielen Stellen ist der Grip viel besser, als ich es bei der Recce wahrgenommen hatte. Es ist so schnell und ich bremse dort, wo ich noch Vollgas fahren sollte und das kostet hier so viel Zeit! Wir werden uns noch einmal die Videos ansehen und den Aufschrieb so gut es geht berichtigen und freuen uns dann auf den Freitag."


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