WRC - Sardinien: Stimmen nach dem Finale

Ogier holt vierten Saisonsieg

Sebastien Ogier holte auf Sardinien seinen vierten Saisonsieg und baute damit die WM-Führung aus.

Motorsport-Magazin.com - Sébastien Ogier: Ich bin überglücklich! Dieser Sieg war definitiv einer der am härtesten erkämpften in meiner Karriere. Vom ersten Tag an sind Julien und ich hier auf Sardinien absolut am Limit gefahren. Bei der Hitze und mit den extrem rutschigen Streckenbedingungen zu Beginn, mussten wir alles riskieren, um Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila unter Druck zu setzen. Letztlich hat es sich ausgezahlt und wir haben gewonnen. In der WM sind wir zur Saisonhalbzeit zwar vorn, aber es gibt keinen Grund sich zurückzulehnen: Jari-Matti ist im Moment in Top-Form. Aber wir haben auch die anderen weiter auf der Rechnung. Mads Östberg war stark und Glückwunsch an Andreas Mikkelsen für den Sieg in der Powerstage!

Mads Östberg: Wir hatten während dieser Rally regelmäßig die Pace unserer Rivalen. Als wir heute Morgen angefangen haben, war der zweite Platz noch nicht ganz in trockenen Tüchern. Aber wir hatten eine gute Reifenstrategie und das half uns, unserer Position zu festigen. Ich fühle mich wohler und wohler im Citroen DS3 WRC. Mein Vertrauen wächst und ich kann schneller fahren, ohne Risiken einzugehen. Wir müssen weiterarbeiten, um weitere Fortschritte zu erzielen. Das nächste Ziel ist, einen weiteren Platz zu gewinnen.

Mads Östberg musste sich mit Rang zwei begnügen - Foto: Sutton

Jari-Matti Latvala: Über den dritten Platz kann ich mich nicht so recht freuen. Wir lagen seit Freitag in Führung und hatten gute Aussichten, hier zu gewinnen. Leider hat ein Quersteher, der mit einem Reifenschaden endete, uns am Samstag alle Chancen auf den Sieg genommen. Dazu kamen noch ein paar kleinere Probleme. Am Sonntag haben wir versucht, Mads Östberg einzuholen, aber sein Vorsprung war zu groß – immerhin haben wir noch zwei Zusatzpunkte in der Powerstage geholt. Keine Frage, vom Speed her waren wir hier auf Sardinien sehr gut unterwegs. In der Meisterschaft ist die Situation natürlich nicht leichter geworden, aber es stehen noch sieben Rallyes aus und wir müssen nach vorn schauen.

Latvala konnte sich nicht so recht freuen - Foto: Sutton

Andreas Mikkelsen: Die Ausgangssituation für heute war eine leichte für uns. Auf Platz drei nach vorn war viel Platz. Noch mehr auf Platz fünf hinter uns. Wir haben uns den gesamten Vormittag darauf konzentriert, möglichst die Reifen für die Powerstage zu schonen. Das hat sich ausgezahlt, auch wenn wir dort ein paar kleinere Fehler gemacht haben. Trotzdem hat es zu meinem ersten Powerstage-Sieg gereicht. Super! Alles in allem bin ich mit der Rallye Italien sehr zufrieden. Wir haben erreicht, was wir uns vorgenommen hatten. Ich bin froh, Ola Floene als Beifahrer zurück an meiner Seite zu haben. Er hat aus dem Stand eine Top-Leistung abgeliefert. Es war jetzt der dritte vierte Platz in Folge. Das nächste Mal würde ich gern wenigstens einen Platz besser abschneiden. Dafür bin ich zuversichtlich, denn mit Ola und mir kann es von hier an nur aufwärts gehen.

Mikkelsen holte seinen ersten Powerstage-Sieg - Foto: Sutton

Elfyn Evans: Wir nehmen viel Positives von diesem Wochenende mit. Wir haben zeitweise einen guten Speed gezeigt und sind sauber und ohne Fehler und Dramen durch die Veranstaltung gekommen. Das Auto war das ganze Wochenende über absolut perfekt, also war es alles in allem ein sehr produktives Wochenende. Unser nächstes Ziel wird es sein, die Lücke zu den Führenden über ein ganzes Wochenende hinweg zu schließen. Polen wird ein weiteres neues Event für uns, deshalb werden wir mit dem Ansatz dorthin gehen, so viel Erfahrung wie nur möglich zu sammlen. Finnland wird eine weitere steile Lernkurve bedeuten, denn wir hatten noch nicht die Chance, die ganze Rallye in einem Allrad-Auto zu fahren. Ich freue mich auf die kommenden Events. Wir haben gute Fortschritte erzielt und ich bin ermutigt, diesen Trend fortzusetzen, wenn die Saison weitergeht.

Evans nimmt viel Positives aus Italien mit - Foto: Sutton

Robert Kubica: Leider haben wir einen kleinen Fehler an diesem Wochenende gemacht. Es lag nicht daran, dass ich zu schnell gefahren bin, wir haben einfach einen Stein getroffen, den wir nicht sehen konnten und der brach das Rad. Wäre das nicht passiert, hätten wir viel besser abgeschnitten. Natürlich ist das Wichtigste, dass ich die ganze Rallye gefahren bin. Das Gefühl hinter dem Lenkrad war sehr gut und das ist wichtig, denn normalerweise habe ich auf Schotter kein so gutes Gefühl. Das ist vielversprechend und ich hoffe, dass wir das zu den nächsten Events mitnehmen können. Die Rally Polen wird ein weiteres neues Event für uns werden, aber ich denke, dass diese Rallye sehr speziell wird. Nicht nur für mich, sondern auch für den polnischen Motorsport und die polnischen Fans - und davon gibt es dort viele!

Robert Kubica freut sich schon auf die Rallye Polen - Foto: Sutton

Khalid Al Qassimi: Es war ein besonders schwieriges Rennen. Die Prüfungen waren sehr uneben. Es war hart für die Autos und die Crews. Wir adaptierten das Set-Up während des ersten Teils der Rallye. Am Samstagnachmittag begannen sich die Änderungen auszuzahlen. Die Zeiten waren viel besser, obwohl wir den lockeren Schotter von der Linie kehrten. Die Ingenieure haben einen fantastischen Job gemacht. Sie haben verstanden, was ich brauchte, um mich im Citroen DS3 WRC wohlzufühlen.

Al Qassimi erlebte ein besonders schwieriges Rennen - Foto: Sutton

Thierry Neuville: Wir haben unsere Zeit hier auf Sardinien wirklich gut genützt, und hart daran gearbeitet, unserern Hyundai i20 WC für diese schwierigen Bedingungen zu verbessern. Dass wir so früh auf die Strecke mussten, bedeutet, dass wir auf den meisten Prüfungen die Straße geputzt haben, aber ich denke, dass Nicolas und ich unter diesen Umständen einen guten Job gemacht haben. Wir konnten auch die Stärken und Schwächen unseres Autos unter diesen Bedingungen verstehen. Natürlich sind wir alle enttäuscht von dem, was am Freitag passierte. Das hielt uns davon ab, weiter vorn im Klassement mitzukämpfen. Wir freuen uns auf Polen, wo wir weiter Fortschritte machen wollen.

Neuville nützte die Zeit auf Sardinien - Foto: Sutton

Hayden Paddon: Die Jungs haben letzte Nacht einen guten Job gemacht, als sie das Auto repariert haben, sodass ich heute wieder an der Rallye teilnehmen konnte. Wie gestern waren wir früh auf der Strecke, deshalb mussten wir mit den rutschigen Bedingungen und dem losen Schotter kämpfen. In den Prüfungen heute morgen mussten wir die Reifen schonen, das schlug sich in den Zeiten nieder, aber ich fühlte mich heute wohler im Auto. Ich wusste, dass es eine harte erste Rallye mit dem Team werden würde, denn ich bin hier nie zuvor gefahren, aber wir haben gute Fortschritte erzielt. Wir haben nicht gepusht und haben uns darauf konzentriert, jede Prüfung zu beenden und so viel wie möglich zu lernen. Insgesamt gibt es definitiv Dinge, die wir hätten besser machen können, aber das ist kein einmaliges Event, deshalb können wir beim nächsten Mal darauf aufbauen.

Paddon konzentrierte sich aufs Ankommen - Foto: Sutton

Kris Meeke: Die Rallye begann gut. Wir hatten eine gute Pace bis das Problem mit der Lichtmaschine unseren Ausfall bedeutete und wir unter der Rally2-Regel wieder antraten. Ab Samstagmorgen waren wir die Ersten auf der Straße. Es ist immer schwierig, unter diesen Bedingungen zuversichtlich zu sein, aber es ist eine interessante und nützliche Erfahrung. Ich hoffe, sie wird in Zukunft nützlich sein.

Meeke will die Erfahrungen aus Italien in Zukunft nutzen - Foto: Sutton

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