WRC - Kubica vor dem Absprung in die WTCC?

Technik sollte kein Problem sein

Citroen-Teamchef Yves Matton möchte Robert Kubica überzeugen, dass er das Rallyefahren aufgibt und stattdessen mit Citroen in die WTCC geht.
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Motorsport-Magazin.com - Robert Kubica scheint sein Glück gefunden zu haben. In der WRC2 bestreitet der Pole mit Citroen seit Portugal alle WM-Läufe und konnte von drei Events zwei gewinnen. Doch wenn es nach Teamchef Yves Matton geht, könnte diese Zeit schon bald wieder vorbei sein, denn der Franzose hat andere Pläne. Er möchte Kubica in die WTCC locken, wo Citroen ab 2014 mit Speerspitze Sebastien Loeb am Start sein wird.

Es gibt im Moment noch keine Pläne, aber wenn du einen Fahrer wie Robert hast, musst du ihm diese Frage stellen.
Yves Matton

"Es gibt im Moment noch keine Pläne, aber wenn du einen Fahrer wie Robert hast, musst du ihm diese Frage stellen", erklärte Matton bei Autosport. Sollte Kubica einen Wunsch in diese Richtung äußern, wäre die klare Antwort des Teamchefs: ja. "Im Moment ist das noch kein Thema, denn er konzentriert sich auf Rallye, aber wir werden sehen, was danach kommt."

Sollte sich der Pole nicht überzeugen lassen, der WRC den Rücken zu kehren, wird Matton versuchen, ihn zumindest bei einem Rennen an den Start zu bringen. Nach seiner Verletzung wurde der Citroen DS3 RRC mit einem abgeänderten Getriebe gebaut, das mit einer Schaltwippe an der linken Seite des Lenkrads ausgestattet ist. Gleiches würde Matton auch in einem WTCC-Auto möglich machen. Ob Kubica diese Serie in Bezug auf seine körperliche Verfassung durchstehen würde, müssten erst Testfahrten zeigen. Angesehen von wirklichen Testfahrten erwartet sich Matton Ratschläge von Kubica, der über mehr als 20 Jahre Erfahrung auf der Rundstrecke verfügt.

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Es ist absolut verständlich, dass Yves Matton Robert Kubica für die WTCC begeistern und von seiner Erfahrung auf der Rundstrecke profitieren möchte. Doch wo würde in diesem Konstrukt der Vorteil für den Polen liegen? Er erklärt immer wieder, sich bewusst für die Rallye-WM entschieden zu haben, da er dort neue Herausforderungen sieht. Nach seinen Jahren in der Formel 1 würde jegliche andere Rundstreckenserie - so auch die DTM - nie wieder die gleiche Herausforderung bieten. Daher ist schwer vorstellbar, dass er sich nun plötzlich umentscheidet und die WTCC als neue Aufgabe betrachtet.(Marion Rott)


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