WRC - Mexiko: Ogier verliert viel Zeit, bleibt aber vorn

Geschlossenes Tor auf der Strecke

Sebastien Ogier liegt in Mexiko mit knapp drei Minuten Vorsprung an der Spitze. Ein geschlossenes Tor auf der Strecke hätte aber das Aus bedeuten können.
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Motorsport-Magazin.com - Der zweite Tag in Mexiko liegt mit Ausnahme von zwei Superspecials am Abend hinter den Piloten. Am Samstag standen mit Ibarrilla und Otetas zwar nur zwei Prüfungen auf dem Programm, durch die Länge selbiger standen nach zwei Durchfahrten aber dennoch 144,42 Kilometer zu Buche. Am besten kam erneut Sebastien Ogier damit zurecht. Der VW-Pilot holte drei Bestzeiten und liegt vor den abschließenden 4,42 Kilometern 2:49.7 Minuten vor Mikko Hirvonen im Citroen.

Jemand schloss das Tor, wir mussten anhalten und Julien musste aussteigen und das Tor wieder öffnen
Sebastien Ogier

Es hätte allerdings deutlich mehr sein können, denn der Franzose verlor auf der letzten Durchfahrt von Otetas mehr als 30 Sekunden auf seinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala. Grund war ein geschlossenes Tor mitten auf der Strecke. "Jemand möchte nicht, dass ich gewinne", war der Franzose verständlicherweise erbost. "Jemand schloss das Tor, wir mussten anhalten und Julien musste aussteigen und das Tor wieder öffnen - einen anderen Weg gab es nicht." Vermutlich hatte einer der Zuschauer sich einen Spaß erlauben wollen und das Tor auf der Strecke geschlossen, ein Scherz, denn Ogier nicht lustig fand. "Die Organisation ist nicht perfekt. Für das nächste Mal sollte das Tor komplett entfernt werden."

Trotz dieses Zwischenfalls baute der VW-Mann seinen Vorsprung gegenüber Hirvonen aber sogar noch aus, da der Citroen-Pilot auf der finalen Prüfung des Nachmittags durch einen Plattfuß hinten links rund zwei Minuten verlor. Zwar hatte sich der Finne ohnehin vorgenommen, den zweiten Platz sicher nach Hause zu fahren, nun muss er aber auf Thierry Neuville achten, der mit 7,2 Sekunden Rückstand nur noch knapp hinter ihm liegt.

Thierry Neuville gibt Rang zwei noch nicht auf - Foto: Sutton

Der Belgier selbst kämpfe den gesamten Nachmittag mit technischen Problemen. Bereits am Vormittag streikte seine Lenkung und führte ihn in einen Dreher, am Nachmittag überhitzte schließlich der Motor. Durch das Schalten in ein anderes Mapping war das Problem allerdings wieder behoben. Nun geht sein Blick klar in Richtung Rang zwei. "Ich sah auf der Prüfung, dass Mikko Probleme hat. Wenn ich morgen richtig Druck mache, kann ich ihn vielleicht noch abfangen", zeigte sich Neuville sehr angriffslustig.

Dani Sordo hat sich inzwischen mit seinem vierten Rang abgefunden und konnte sogar eine leichte Besserung in Sachen nervöses Heck präsentieren. Der Spanier fährt mit zwei zusätzlichen Ersatzreifen in seinem Citroen, was das Übersteuern reduziert. "Das Ziel ist auf dem vierten Rang zu bleiben - einem guten Platz - und wichtige Punkte für die Konstrukteurs-WM zu holen", zeigte sich Sordo bescheiden.

Während sich Nasser Al-Attiyah und Ken Block sich auf den Rängen fünf und sechs halten konnten, gab es dahinter einige Verschiebungen. Chris Atkinson, der am Freitag noch mit Problemen an der Lenkung kämpfte, schob sich an Benito Guerra und Martin Prokop vorbei und liegt nun auf Rang sieben. Nach seinen Problemen am Freitag ist auch Evgeny Novikov unter Rally2 wieder in die Top-10 zurückgekehrt. Der Russe klagte aber dennoch über sehr schwierige und rutschige Verhältnisse.


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