WRC - Hirvonen rechnet mit hartem Kampf um Mexiko-Sieg

Es wird aufregend

Nachdem Sebastien Loeb nicht am Start ist, hofft Mikko Hirvonen auf seinen ersten Mexiko-Erfolg. Doch der wird kein Spaziergang werden.
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Motorsport-Magazin.com - Mikko Hirvonen hatte bei den vergangenen beiden Ausgaben der Rallye Mexiko stets das Nachsehen und musste sich jeweils mit Platz zwei hinter Sebastien Loeb zufriedengeben. Da die Rallye in Mittelamerika jedoch nicht im Teilzeitprogramm des neunfachen Weltmeisters steht, sollte einem ersten Sieg Hirvonens in Mexiko eigentlich nichts im Wege stehen, oder? Der Finne bewertet seine Siegchancen jedenfalls als gut. "Ich weiß, dass das Auto, das Team, Jarmo [Lehtinen] und ich konkurrenzfähig genug sind, um um den Sieg zu kämpfen", erklärte er selbstbewusst gegenüber der offiziellen Webseite der WRC.

Um zu gewinnen, müssen wir hart kämpfen.
Mikko Hirvonen

"Natürlich wird es nicht einfach und wir erwarten eine große Herausforderung. Volkswagen hat in Schweden seine Pace gezeigt und sie werden auch in Mexiko schnell sein", merkte Hirvonen an. "Ford war in Mexiko auch immer wirklich schnell. Um zu gewinnen, müssen wir hart kämpfen." Der Citroen-Pilot hat fünf Fahrer auf der Rechnung, die gewinnen oder an der Spitze mitfahren können. Dazu zählte er die beiden VW-Piloten Jari-Matti Latvala und Sebastien Ogier, der den Wolfsburgern in Schweden den Premierenerfolg brachte, sowie seinen eigenen Teamkollegen Dani Sordo. Des Weiteren nannte er M-Sport-Speerspitze Mads Östberg sowie dessen Teamgefährten Evgeny Novikov, der bei den letzten Rallyes eine gute Pace an den Tag gelegt habe. "Es wird aufregend", meinte Hirvonen.

Feintuning an der Algarve

Um seine Erfolgschancen zu erhöhen, absolvierte er an der Algarve-Küste zwei Testtage, um am Setup zu schrauben. "Das Auto hat sich seit dem letzten Jahr, als wir in Mexiko waren, recht viel verändert. Wir haben in Finnland einen großen Schritt bei der Aufhängung gemacht, und wir mussten da und beim Differential noch etwas feintunen", erläuterte Hirvonen. Zudem haben die Citroen-Ingenieure am Motor gewerkelt, der in Mexiko aufgrund der Höhe Leistung verliert, was einen anderen Fahrstil erfordert. "Ich bin zufrieden mit dem, was wir erreicht haben. Das Auto fühlt sich wirklich, wirklich gut an."

2013 soll es endlich mit dem Sieg in Mexiko klappen. - Foto: Citroen

In Mexiko habe er aufgrund der verringerten Motorleistung immer das Gefühl, mit Vollgas durch die Kurven rasen zu können. "Natürlich kann man das nicht. Im Gegenteil - weil man weniger Leistung hat, muss man akkurater sein, konstant fahren und den Speed soweit wie möglich hoch halten", nannte er die besonderen Herausforderungen. "Was die Straßen angeht, gibt es ein bisschen von allem: Ein paar wirklich schön fließende Abschnitte, ein paar wirklich kurvige Stellen und dann gibt es noch raue, steinige Strecken."

Ein Erfolg bei dieser schwierigen Rallye wäre für Hirvonen nicht nur eine persönliche Genugtuung, sondern auch im Kampf um die Meisterschaft wichtig, da der Saisonstart mit Platz vier in Monte-Carlo und Rang 17 in Schweden nicht gerade rosig ausfiel. Dennoch will Hirvonen einen möglichen Erfolg in den mexikanischen Höhen nicht überbewerten. "Es wäre schön, zu gewinnen, aber es liegt noch eine lange Saison vor uns und es können noch viele Dinge passieren", gab er zu bedenken. "Natürlich gibt es jetzt schon eine große Lücke auf den Meisterschaftsführenden, weshalb sich jeder besser fühlen würde, wenn wir nächste Woche ein gutes Ergebnis einfahren und mehr Punkte holen würden als unsere größten Konkurrenten, aber wir sind noch nicht an einem Punkt angelangt, wo ein Sieg in Mexiko eine Frage von Leben oder Tod ist."


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