WRC - Loeb gewinnt Rallye Spanien

Perfekter Abschluss einer Karriere

Sebastien Loeb hat es geschafft: In seiner letzten Rallye als Vollzeitrallyefahrer siegte er vor Latvala und Hirvonen. Latvala sicherte sich die Power Stage.
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Motorsport-Magazin.com - Es wurde noch einmal knapp, doch am Ende behielt Sebastien Loeb wieder kontrolliert die Oberhand: Mit sieben Sekunden Vorsprung siegte er in Katalonien vor Jari-Matti Latvala. Der Finne gewann die 26,5 Kilometer lange Power Stage und verteidigte damit seinen dritten Platz in der Weltmeisterschaft vor Mads Östberg, der hinter Mikko Hirvonen Vierter wurde. Ein Drama spielte sich um Ott Tänak ab. Der Este flog auf der 16. WP ab, blieb aber ebenso wie sein Beifahrer Kuldar Sikk unverletzt.

Eine Prüfung mehr und es wäre ein interessanter Kampf mit Sebastien geworden.
Jari-Matti Latvala

Die erste Stage nach der Mittagspause, Riudecanyes 2, beendete die Serie von WP-Bestzeiten durch Dani Sordo. Der Spanier musste aufgrund des Unfalls von Tänak abbremsen, wodurch Latvala die Bestzeit gelang, 0,3 Sekunden vor dem Mini-Piloten. Sebastien Loeb war 4,9 Sekunden langsamer, wodurch seine Führung auf 19 Sekunden zusammenschmolz. Die Power Stage machte das Geschehen nochmal spannend: Auf Santa Marina 2 sicherte sich Latvala die nächste Bestzeit. Somit war auch die theoretische Chance für Mads Östberg, Rang drei in der Weltmeisterschaft noch zu verteidigen, dahin.

Dani Sordo fuhr wieder die zweitschnellste Zeit, 2,4 Sekunden langsamer als Latvala. Loeb war als Dritter bereits zehn Sekunden langsamer, womit seine Führung auf neun Sekunden zusammenschmolz. Zwar stand nur noch die 4,11 Kilometer lange La Serra d'Almos 2 auf dem Programm, doch schieflaufen durfte jetzt nichts mehr. Loeb ließ nichts anbrennen, rollte zwei Sekunden langsamer als Latvala durch die SS18 und sicherte sich seinen 76. Karrieresieg nach 4:14.29 Stunden Fahrzeit. Dem Finnen in Ford-Diensten blieb wieder nur Rang zwei.

Hirvonen hält Östberg nur mit Mühe hinter sich

Die Saison des Ott Tänak endete mit einem Crash - Foto: Sutton

"Eine Prüfung mehr und es wäre ein interessanter Kampf mit Sebastien geworden", gab Latvala im Ziel zu Protokoll. Andererseits darf man davon ausgehen, dass der Rekordweltmeister alles andere als am Limit unterwegs gewesen ist. "Ich wollte auf jeden Fall diese Rallye noch gewinnen, wir hatten einen schwierigen Start", erinnerte er an den problematischen Freitagmorgen, als er sich ebenso wie die anderen Werkspiloten mit der Startposition verkalkuliert hatte. "Auch heute war es nicht einfach und wir mussten einige merkwürdige Reifenwahlen treffen, um die Rallye zu beenden."

Im Kampf um den dritten Platz wurde es überraschenderweise noch einmal spannend. Mads Östberg machte auf SS16 und 17 insgesamt zwölf Sekunden auf den Citroen-Piloten gut, doch dieser schlug auf der letzten Prüfung noch einmal zurück und sicherte sich den dritten Platz mit neun Sekunden Vorsprung auf den Norweger. Dieser hat den dritten WM-Rang damit noch an Latvala verloren, Schuld daran war ein Abflug am Samstagvormittag, der ihn 40 Sekunden gekostet hatte.

Hinter Östberg folgt ein Abriss von 14 Minuten zu Jarkko Nikara, der auf seinem privat eingesetzten Mini Countryman Fünfter wurde. Schon auf der sechsten Position folgt der Sieger der SWRC-Kategorie, Craig Breen, der damit auch den S2000-Titel holte. Chris Atkinson wurde Siebter und holte Rang sechs in der WRC-Kategorie, Dani Sordo, Evgeny Novikov, Petter Solberg und Thierry Neuville komplettierten die Top-10 in der Königsklasse. Sebastien Loeb beendet seine Vollzeit-Karriere mit einem Sieg an dem Ort, an dem er 1999 sein WM-Debüt gab. 2013 wird er nur noch sporadisch in der WRC starten.


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