WRC - Pirelli setzt auf weiche Reifen in Finnland

Früher zu Ende

Der Reifenhersteller Pirelli bringt weiche Reifen mit zur Rallye Finnland.

Motorsport-Magazin.com - Es mag Diskussionen über die exakte Bedeutung des finnischen Wortes sisu geben: Sinngemäß ins Deutsche übersetzt bedeutet es soviel wie Mut haben. Bei den langen Geraden und unübersichtlichen Kuppen der Rally Finnland werden die Fahrer jedenfalls eine Menge sisu benötigen, wenn sie die Chance nutzen wollen, eine der traditionsreichsten und kultigsten Veranstaltungen der World Rally Championship zu gewinnen.

Der zweifache Weltmeister Marcus Gronholm weiß: "Um die Rallye Finnland zu meistern, brauchst Du Mut. Aber Du musst auch wissen, in welchen Abschnitten die Straße schnell und in welchen sie am Schnellsten ist. Die Rallye ist eine Serie von Kurven, Ecken und Sprüngen. Die Streckenbeschreibungen müssen perfekt sein, denn sie sagen Dir, wie Du das Auto auf der Straße zu positionieren hast, bevor Du über eine unübersichtliche Kuppe abhebst. Das erfordert maximales Vertrauen und unbedingten Glauben in Deinen Beifahrer."

Weiche Reifen beste Option

Matteo Braga, Senior WRC Reifen-Ingenieur bei Pirelli, erklärt, warum für dieses Rennen die weiche Mischung des Pirelli Scorpion gewählt wurde: "Der Schotter in Finnland ist kompakt, zugleich aber auch weich und geschmeidig. Damit unterscheidet er sich deutlich von dem harten und groben Kies, den wir zum Beispiel in der Türkei und in Portugal vorgefunden haben. Deshalb ist der weiche Reifen die beste Option für diese Rallye. Obwohl es in Finnland normaler Weise warm und sonnig ist, gibt es hier traditioneller Weise auch immer etwas Regen. Unter diesen Bedingungen arbeiten die Reifen mit der weichen Mischung sehr gut. In den vergangenen zwei Jahren haben wir gesehen, dass dieser Reifen in Finnland sehr gut läuft. Daher sind wir überzeugt, dass wir uns auch bei diesem Event über die guten Leistungen und die gute Haltbarkeit der Reifen werden freuen können."

Die Rallye Finnland bricht dieses Jahr mit einer Tradition: Sie endet bereits Samstag Nacht und nicht erst Sonntag Nachmittag. Das Ergebnis dieser Änderung ist ein kompakteres Format mit 19 Etappen und 310 anspruchsvollen Kilometern, die während des zweitägigen Highspeed-Events zu bewältigen sind.


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