WEC - WEC Silverstone 2017: Die Stimmen vorm Auftakt

So blicken die Werke auf das erste WEC-Rennen 2017

Die WEC startet in Silverstone in ihre neue Saison. Neben der LMP1-Klasse ist auch die GTE-Pro hart umkämpft. Die Stimmen vor dem Wochenende.
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Die LMP1-Stimmen vor dem WEC-Auftakt in Silverstone

Neel Jani (Porsche #1): "Im vergangenen Jahr haben wir das erste Rennen im Nachhinein am Grünen Tisch gewonnen, aber das war der Auftakt zu einer unglaublichen Saison. Historisch gesehen ist Silverstone nicht unsere stärkste Strecke, und ich sehe uns dort auch in diesem Jahr nicht in der Favoritenrolle. Zumal wir aerodynamisch einen Kompromiss eingehen. Trotzdem wollen wir maximale Punkte."

André Lotterer (Porsche #1): "Ich bin 2001 in der englischen Formel-3-Meisterschaft gefahren und habe in Milton Keynes gewohnt, also nicht weit von Silverstone. Auch Formel 1 habe ich dort häufig getestet, und in der WEC schon gewonnen. Die Strecke ist cool. Vor allem die schnelle erste Hälfte der Runde mit den Kurven Copse, Maggotts, Chapel und Stowe hat einen tollen Fluss. Dort werden wir Anpressdruck vermissen, das wird eine besondere Herausforderung. Die Station in England ist auch ganz wichtig für die WEC, denn das Interesse dort ist riesig."

Für mich wird das ein ganz besonderes Rennwochenende.
Nick Tandy

Nick Tandy (Porsche #1): "Für mich wird das ein ganz besonderes Rennwochenende: Erstens, weil es der mit Spannung erwartete Saisonstart ist, zweitens, weil ich diese Rennstrecke liebe und drittens, weil ich nur 50 Kilometer entfernt wohne. Mein Vater reist nicht viel, aber zu diesem Rennen kommt er. Außerdem werden viele Freunde zuschauen. Ich hoffe, wir haben Sonntagabend etwas zu feiern und können den freien Tag am Ostermontag dann so richtig genießen."

Nick Tandy fährt 2017 im #1 Porsche - Foto: Porsche

Earl Bamber (Porsche #2): "In Monza hat sich ein enger Wettkampf mit Toyota abgezeichnet. Die Rennstrecke in Silverstone hat aber eine ganz andere Charakteristik. Wir können die Situation erst einschätzen, wenn wir dort die ersten Runden in Le-Mans-Konfiguration gefahren sind. Ich bin bisher nur ein Mal in Silverstone gestartet, aber das war großartig. Ich hatte ein sehr kampfbetontes Rennen im Porsche Mobil 1 Supercup und stand nach einer Aufholjagd auf dem Podium."

Porsche und Toyota operieren auf demselben hohen Niveau.
Timo Bernhard

Timo Bernhard (Porsche #2): "Porsche und Toyota operieren auf demselben hohen Niveau. Auf jeder Rennstrecke kann ein anderer die Nase vorn haben. Dabei spielen die limitierten aerodynamischen Möglichkeiten eine wichtige Rolle. Ich bin sehr gespannt auf Silverstone. Die britischen Fans sind die besten der Welt – sehr enthusiastisch und immer unglaublich gut informiert. In den vergangenen beiden Jahren bin ich im Rennen leider nicht zum Fahren gekommen. 2017 wünsche ich mir einen sauberen Saisonstart und damit einen soliden Grundstein für die WM."

Brendon Hartley (Porsche #2): "Ich kann den Saisonbeginn kaum noch abwarten. Wir hatten technisch einen tollen Test in Monza, und auch als Fahrer-Crew fühlen wir uns gut aufgestellt. Earl hat sich gut eingefügt und war sehr stark in Monza. In Silverstone kann sich das Kräfteverhältnis in der LMP1-Kategorie ganz anders darstellen. Es bleibt abzuwarten, wie stark Toyota ist."

Mike Conway (Toyota #7): "Silverstone ist mein Heimrennen, eine Rennstrecke auf der ich schon viele, viele Rennen gefahren bin. Ich mag diese Strecke sehr, denn sie hat einen sehr flüssigen Verlauf und macht viel Spaß. Das wird eine kniffliges Rennen, vor allem durch den starken Überrundungsverkehr. Aber wir reisen gut vorbereitet nach Silverstone und mit einem Auto, das konkurrenzfähig sein sollte. Auch wenn es momentan noch schwer zu sagen ist, wo wir im Vergleich zu unserem Hauptkonkurrenten stehen, so erwarte ich einen schönen Kampf, worauf ich mich schon freue. Ich bin optimistisch."

Bei den Testfahrten präsentierte sich Toyota stark - Foto: Toyota

Kamui Kobayashi (Toyota #7): "Eine großartige Strecke mit einer tollen Historie, vor allem im Langstreckensport. Und vor den britischen Fans zu fahren macht mir immer Spaß. Sie sind echte Motorsport-Enthusiasten und für gewöhnlich erscheinen sie in Scharen. Wir treten an, um Rennen zu gewinnen, und so lautet auch das Ziel in Silverstone. Es wird - wie immer in der WEC - wieder eine ziemliche Herausforderung werden, aber nach so positiv verlaufenen Winter-Testfahrten wollen wir jetzt unsere Performance zeigen. Bislang lief alles bestens, also bin ich zuversichtlich, dass wir eine gute Show werden abliefern können."

Ich freue mich bereits sehr auf meinen Einstand in einem LMP1-Auto.
Jose Maria Lopez

José María López (Toyota #7): "Ich freue mich bereits sehr auf meinen Einstand in einem LMP1-Auto und meinem Debüt bei TOYOTA. Die Testfahrten sind gut verlaufen und ich fühle mich in meinem neuen Team schon wie zu Hause. Mit Mike und Kamui hat sich sehr schnell ein gutes Verhältnis entwickelt, ich kann daher unser erstes gemeinsames Rennen kaum erwarten. In Silverstone bin ich schon sehr lange keine Rennen mehr gefahren, aber es schön wieder dorthin zurückzukehren. Es ist ja eine Hochgeschwindigkeitsstrecke, ich bin mir daher sicher, dass der TS050 HYBRID dort mächtig Spass machen wird."

Sébastien Buemi (Toyota #8): "Silverstone ist eine Strecke, wo Abtrieb wichtig ist und ich denke, dass unser Auto dort stark sein wird. Ich habe schöne Erinnerung aus verschiedenen Rennen, die ich dort fuhr. Meinen ersten Podiumsplatz in der WEC holte ich 2013 dort, im Jahr darauf siegten wir dann und 2015 gelang noch ein Podiumsplatz. Alles in allem hatte ich dort meist gute Ergebnisse, also hoffe ich darauf, dass es dieses Jahr auch so sein wird. Ich mag die Atmosphäre in Silverstone, die Leute sind richtig enthusiastisch bei der Sache dabei und das macht es immer wieder schön dort anzutreten. Was wir erwarten dürfen, ist aber schwer zu sagen. Nimmt die Ergebnisse des Prologs als Anhaltspunkt, dann sollten wir konkurrenzfähig sein. Das müssen wir am Wochenende eben bestätigen."

Es gibt eine Menge, worauf man sich vor dieser Saison freuen kann.
Anthony Davidson

Anthony Davidson (Toyota #8): "Es gibt eine Menge, worauf man sich vor dieser Saison freuen kann. Silverstone ist natürlich meine Heimstrecke, denn ich wohne ja nicht weit weg von ihr und habe dort über die Jahre hinweg alle Arten von Autos bewegt. Eine Strecke, die großartig zu fahren ist und die die Performance moderner LMP1-Autos so richtig unterstreicht, vor allem in den schnellen, ineinander fließenden Kurven, wo man die Vorteile des Abtriebs voll zu nutzen vermag. Der Titelkampf beginnt in Silverstone und ich denke, wir haben das Auto, um an der Spitze zu kämpfen."

Kazuki Nakajima (Toyota #8): "Ich persönlich mag Silverstone sehr. Ein schöner Streckenverlauf, der Spaß macht. Die Kombination an Hochgeschwindigkeitskurven von Copse nach Maggotts stellt einen der besten Streckenabschnitte der Welt dar. Wir reisen mit dem klaren Ziel nach Silverstone dieses Rennen zu gewinnen. Es ist schwer vorherzusagen, wie die Wettbewerbsfähigkeit der beiden Hersteller gelagert ist, aber ich freue mich auf diese Herausforderung. Ich denke, dass wir bereit für den Saisonauftakt sind."

Kann Toyota gleich zum Saisonauftakt ein Zeichen setzen? - Foto: Toyota

Die GTE-Pro-Stimmen vor dem WEC-Auftakt in Silverstone

Stefan Mücke (Ford #66): "Wir haben uns für die neue Saison ein klares Ziel gesetzt: den Gewinn der Weltmeisterschaft. Dabei kommt es natürlich auf ein gutes Resultat bei dem 24-Stunden-Klassiker an, aber auch die anderen Rennen sind von großer Bedeutung. Ich liebe die WEC. Die Rennwoche in Le Mans ist unheimlich intensiv, zudem dürfen wir auf einigen wirklich fantastischen Strecken weltweit fahren. Da passt es gut, dass unsere Saison in Silverstone beginnt - auf dem Formel 1-Kurs zeigt sich sofort, wer über den Winter die beste Arbeit abgeliefert hat. Die Strecke bietet alles: langsame Kurven, in denen es auf mechanischen Grip ankommt, und Hochgeschwindigkeits-Passagen mit langen Geraden und harten Bremsphasen. Das Team hat sich mächtig ins Zeug gelegt, wir blicken sehr zuversichtlich nach vorne. Jeder gibt sein Bestes, um jene Zeitspäne abzufeilen, die am Ende für unsere Titelambitionen den Ausschlag ergeben können. Auf uns wartet starke Konkurrenz, darum werden wir auch zwischen den beiden Ford GT-Crews Informationen austauschen, um noch besser gerüstet zu sein."

Auch wir haben uns den Gewinn der Meisterschaft auf die Fahnen geschrieben.
Andy Priaulx

Andy Priaulx (Ford #67): "Auch wir haben uns den Gewinn der Meisterschaft auf die Fahnen geschrieben. Dafür kommt es darauf an, möglichst jedes Rennen mit einem guten Resultat zu beenden, an unsere Stärken zu glauben und stets so viele Punkte mitzunehmen wie möglich. Dass am Ende ein WM-Titel winkt, steigert unsere Motivation zusätzlich. In der GTE-Klasse geht es so eng zu, da sind brisante Kämpfe auf der Strecke praktisch unvermeidlich, die wir in aller Fairness austragen werden. Im Vordergrund steht für uns natürlich Le Mans, wo die doppelte Punktzahl vergeben wird. Im zweiten Jahr des Ford GT in der WEC kennen wir nun alle Strecken und können auf relevante Daten zurückgreifen, das hilft uns auf jeden Fall. Die Atmosphäre im Team ist phantastisch und so gut, wie ich sie in meiner Karriere noch nie erlebt habe. Ich blicke einer faszinierenden Saison mit großer Freude entgegen."

Ford geht mit erneut starker Besetzung in die Saison - Foto: Ford

Richard Lietz (Porsche #91): "Silverstone ist eine meiner Lieblingsstrecken und das erste Rennen, bei dem wir nur noch vier statt wie bisher sechs Reifensätze zur Verfügung haben. Das bedeutet, dass jeder Fahrer mit einem Doppelstint auf einem Reifensatz starten muss. Wir müssen in dieser Saison also noch mehr auf die Reifen aufpassen, damit sie über die Distanz nicht zu sehr abbauen. Das wird auf jeden Fall spannend. Unser neuer 911 RSR hat beim letzten Test in Monza alle Erwartungen erfüllt. Wir sind bereit für den Saisonstart."

Frédéric Makowiecki (Porsche #91): "Ich bin sehr glücklich, nach einem spannenden Jahr in den USA wieder in der WEC am Start zu sein. Unser neuer 911 RSR hat großes Potenzial, das haben wir bei den Tests gesehen. Wenn wir diese Stärken auch bei den Rennen abrufen können, werden wir sicherlich dabei sein, wenn es um Siege geht."

Porsche bringt den komplett neuen 911 RSR zum Einsatz - Foto: Porsche

Michael Christensen (Porsche #92): "Silverstone als Saisonauftakt ist immer interessant. Mit dem Werksteam und dem neuen 911 RSR auf dieser Strecke in die WEC zurückzukehren, ist ganz besonders reizvoll. Ich freue mich darauf. Wir werden sicherlich eine spannende Saison erleben. Ich hoffe, wir können mit dem neuen Auto schon 2017 einige gute Resultate und vielleicht sogar Siege holen."

Das erste Rennen mit einem neuen Auto ist immer etwas ganz Besonderes.
Kevin Estre

Kévin Estre (Porsche #92): "Das erste Rennen mit einem neuen Auto ist immer etwas ganz Besonderes. Wir hatten in Monza einen guten letzten Test, doch was der letztlich wert war, werden wir erst in Silverstone sehen. Das wird auf jeden Fall ein interessantes Rennen. Natürlich stehen wir alle etwas unter Druck, doch das ist nicht neu für uns. Wir müssen versuchen, fokussiert zu bleiben und unsere Arbeit gut zu machen. Wenn wir das schaffen, dann kommen irgendwann auch die Ergebnisse, die wir uns wünschen."

Nicki Thiim (Aston Martin #95): "Letzte Saison haben wir die Messlatte hoch gelegt, und jetzt sind wir die Titelverteidiger. Es gibt einige neue Autos, was dieses Jahr zu einer interessanten Saison macht. Wir haben aber auf jeden Fall das richtige Team, um dagegen anzukommen. Silverstone ist eine interessante Strecke und vor einer neuen Saison herrscht immer eine gewisse Vorfreude. Ich will jetzt einfach nur zurück ins Auto und für den Sieg pushen."

Marco Sörensen (Aston Martin #95): "Meister zu sein ist unglaublich, genau das möchte ich wieder erleben. Alles beginnt hier in Silverstone, da wollen wir gleich mal ein Ausrufezeichen setzen. Ich spüre wirklich, dass sich die harte Arbeit und das Training über den Winter ausgezahlt haben. Wir sind in einer noch besseren Position als noch vor zwölf Monaten."


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