WEC - Audi, Webber und Co.: Die Aussteiger aus der WEC

Nach Bahrain steht eine Zäsur an

Audi und Mark Webber verabschiedeten sich in Bahrain aus der WEC. Doch es gibt auch andere, die der Langstrecken-WM den Rücken kehren. Eine Übersicht:
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Motorsport-Magazin.com - Die FIA WEC steht nach der Saison 2016 vor einer Zäsur. Audi räumt das Feld, auch Mark Webber sagt Goodbye. Der Australier beendet seine Rennfahrer-Karriere. Doch auch andere Player kehren der Szene den Rücken. Motorsport-Magazin.com weiß, für wen oder was das 6-Stunden-Rennen in Bahrain der vorerst letzte Auftritt in der Langstrecken-WM war:

Audi

Die WEC würdigt Audi zum Abschluss: (02:19 Min.)

Keine Frage, das Wochenende stand im Zeichen des Abschieds der Vier Ringe aus Ingolstadt. 18 Jahre lang prägte man eine Ära und damit auch die komplette Le-Mans-Szene. Klar, dass das Wochenende zu einer sehr emotionalen Angelegenheit wurde. Ehrungen, Widmungen, Danksagungen - da blieb kaum ein Auge trocken bei den Audianern. Audi hinterlässt eine große Lücke. Jetzt gilt es für die Regelhüter von FIA und ACO, zumindest bald einen neuen dritten Hersteller zu finden.

Mark Webber

Mark Webber: Seine besten Momente bei Porsche: (03:04 Min.)

Bahrain war auch das letzte Rennen für Mark Webber. Der Australier, stets Gentleman und geradeaus, verabschiedet sich nach zwölf Formel-1-Saisons und drei Jahren im Porsche 919 Hybrid endgültig in den Ruhestand. Nur zwei Ziele hat er im Laufe seiner Karriere nicht erreicht: Den Formel-1-Titel sowie einen Gesamtsieg in Le Mans. Dennoch geht mit ihm ein Großer des Sports. Nicht nur fahrerisch, sondern auch menschlich war Webber stets große Klasse.

Rebellion R-One

Rebellion geht einen Schritt zurück in die LMP2-Klasse - Foto: Adrenal Media

Nach der Saison 2016 wird nicht nur der Audi R18 e-tron quattro eingemottet, sondern auch der Rebellion R-One. Der Grund ist simpel: Die Schweizer Truppe verabschiedet sich aus der privaten LMP1-Klasse in Richtung LMP2. Für 2017 setzt man bei den kleinen Prototypen auf einen Oreca 07. Doch ob man diesen auch in der Weltmeisterschaft einsetzt, oder nur in der amerikanischen IMSA, steht noch in den Sternen. Im schlimmsten Fall sehen wir Rebellion also 2017 gar nicht mehr in der Startaufstellung.

Die aktuelle LMP2-Fahrzeug-Generation

Das Gesicht der LMP2-Klasse ändert sich - Foto: Adrenal Media

Neben Audi R18 und Rebellion R-One heißt es auch: Abschied nehmen von der aktuellen Generation an LMP2-Boliden. Oreca 05, Ligier JS P2, Gibson 015S, Alpine A460 und BR01, sie alle waren 2016 zum letzten Mal im Einsatz. Auch vom Nissan-Einheitsmotor verabschiedet man sich, stattdessen setzt man nun auf ein Gibson-Triebwerk. 2017 tritt ein neues Reglement in Kraft, die LMP2-Boliden von Oreca, Ligier und Co. bestritten vor wenigen Wochen ihr Rollout. Bereits jetzt hört man, dass die neuen LMP2-Boliden verdammt schnell sind und womöglich schon vor dem ersten Rennen per Reglement eingebremst werden sollen. In Le Mans soll laut Simulationen die Marke von 3:30 Minuten fallen.

Tequila Patrón ESM

Tequila Patrón ESM tritt von der WM-Bühne ab und konzentriert sich auf die IMSA - Foto: Adrenal Media

Dass sich Rebellion aus der WM verabschiedet ist noch nicht sicher, der Abgang eines anderen Teams steht jedoch schon fest: Tequila Patrón ESM geht zurück nach Amerika und konzentriert sich im kommenden Jahr ausschließlich auf die LMP2-Klasse in der IMSA. Dort war man schon 2016 nicht unerfolgreich unterwegs. Das Team gewann die beiden größten US-Langstrecken-Klassiker in Daytona und Sebring. Die giftgrünen Ligier des Teams waren also mehr als ein willkommener Farbtupfer im Feld. In Bahrain musste man erst in der letzten Viertelstunde den dritten Platz aus der Hand geben.


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