WEC - Qualifying: Audi verabschiedet sich mit Lap-Rekord

Die LMP1-Reaktionen nach dem Bahrain-Qualifying

Audi überragend, Porsche solide, Toyota im Pech - jedes LMP1-Werk schrieb im WEC-Qualifying seine eigene Geschichte. Die LMP1-Reaktionen aus Bahrain:
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Motorsport-Magazin.com - Das LMP1-Qualifying bot besonders in der Schlussphase Spannung pur. Aus dem erhofften Dreikampf der Werke Audi, Porsche und Toyota wurde es aber nichts - da den Japanern die schnellsten Zeiten gestrichen wurden. Audi dagegen glänzte in seinem letzten WEC-Qualifying nochmal mit einem neuen Rundenrekord. Die Reaktionen der LMP1-Werke:

WEC Bahrain 2016: Die Highlights vom Qualifying: (03:14 Min.)

Audi nach dem Bahrain-Qualifying

Ich bin absolut glücklich. Der Rundenrekord im Qualifying ist eine tolle Sache!
Lucas Di Grassi

Audi verabschiedet sich auf jeden Fall mit einem Knaller aus seiner Langstrecken-Ära, denn die Ingolstädter holten beim WEC-Finale 2016 die Pole-Position. Und in was für einer Manier - denn Lucas Di Grassi knallte in 1:38.828 einen sagenhaften neuen Streckenrekord in den Asphalt! "Ich bin absolut glücklich. Der Rundenrekord im Qualifying ist eine tolle Sache", war Di Grassi nach dem Qualifying außer sich vor Freude. Der Brasilianer weiß aber auch, dass die Pole-Position eine Team-Leistung war und lobt daher: "Mein Teamkollege Oliver Jarvis hat mit seiner guten Rundenzeit die Basis für unser Ergebnis geliefert."

Lucas Di Grassi fuhr in Audis letztem Qualifying noch einen neuen Rundenrekord - Foto: Audi

Dabei musste am Audi #8 vor dem Qualifying noch der Motor gewechselt werden. Schwieriger lief es für das Schwesterauto #7. Fässler/Lotterer/Tréluyer liefen auf dem vierten Platz ein und verloren damit den Dreikampf um P2 gegen die beiden Porsche. "Mein Auto fühlte sich gut an, aber ich habe einfach keine perfekte Runde hinbekommen", zuckte ein ratloser Marcel Fässler nach dem Qualifying mit den Schultern. Für das Rennen ist allerdings noch alles offen, denn in den Longruns konnte Audi gut mithalten.

Porsche nach dem Bahrain-Qualifying

Gegen den #8-Audi sahen die Porsche kein Land, doch in einem finalen Shootout setzten sich sowohl Bernhard/Webber/Hartley als auch Dumas/Jani/Lieb gegen den zweiten Audi von Fässler/Lotterer/Tréluyer durch. Mit den Positionen zwei und drei ist man im Lager der Zuffenhausener durchaus zufrieden. Den Fokus legt Timo Bernhard aber schon auf den Renn-Samstag: "Platz zwei im Qualifying ist trotzdem eine gute Geschichte. Jetzt steht uns morgen ein interessantes Rennen bevor, zumal wir hier in Bahrain den höchsten Reifenverschleiß der ganzen Saison verzeichnen. Wir nehmen es positiv in Angriff und ich denke, wir haben eine gute Chance."

So erlebte Porsche das WEC-Qualifying in Bahrain: (01:56 Min.)

Aus strategischer Sicht geht unsere Startposition drei in Ordnung.
Neel Jani

Auch bei der Crew des Schwesterautos #2 geht das Qualifying-Ergebnis in Ordnung. Dumas/Jani/Lieb stehen als Dritte in der zweite Reihe und haben damit eine gute Ausgangslage für den WM-Kampf, zumal die direkte Konkurrenz von Toyota dahinter startet. "Mehr als Platz zwei lag für uns heute nicht in Reichweite. Die Abstände zwischen den Plätzen zwei und vier sind extrem gering. Aus strategischer Sicht geht unsere Startposition drei in Ordnung", bestätigt Neel Jani. Ohnehin reicht der Crew #2 auf jeden Fall der fünfte Platz im Rennen, um sich am Ende als Weltmeister zu feiern.

Toyota nach dem Bahrain-Qualifying

Die dritte Reihe wurde es am Ende für beide Toyota. Kamui Kobayashi und Mike Conway stellten den #6-Toyota auf den fünften Startplatz, das Schwesterauto um Davidson/Buemi/Nakajima erreichte Position sechs. Doch es hätte wesentlich mehr drin sein können. Doch sowohl Conway, als auch Anthony Davidson wurde die schnellste Rundenzeit wegen des Überschreitens der Track Limits gestrichen. "Das war eine sehr gute Runde, ich habe alles herausgeholt. Schade, dass die Zeit gestrichen wurde, ich dachte es wäre okay gewesen, aber ich akzeptiere die Entscheidung", so ein frustrierter Mike Conway.

Toyota wurden die besten Rundenzeiten wieder gestrichen - Foto: Toyota
Wir hatten eine Chance auf die erste Reihe, aber so ist das Leben nun mal.
Mike Conway

Der Brite trauert einer guten Ausgangslage für den finalen WM-Kampf nach: "Wir hatten eine Chance auf die erste Reihe, aber so ist das Leben nun mal." Die Hoffnung legt man bei Toyota nun auf das Rennen. Die Longrun-Pace war in diesem Jahr ohnehin stets besser als auf eine fliegende Runde gesehen. Noch gibt man sich im Fight gegen Porsche nicht geschlagen: "Wir haben eine gute Rennpace, daher ist ein gutes Ergebnis immer noch möglich. Wir werden durchgehend pushen", spuckt Conway bereits in die Hände.


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