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WEC - Lotterer: Wir sind alle ganz gespannt

Peugeot fehlt noch immer

Andre Lotterer freut sich diebisch auf die Saison 2014 und Porsche. Warum er Peugeot trotzdem weiter sehr vermisst, erklärt er gegenüber Motorsport-Magazin.com.
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Motorsport-Magazin.com - Audi hat die Gegner im Sportwagensport kommen und gehen sehen: Panoz, Bentley, Peugeot. In der kommenden Saison wird Audi sich erstmals seit 1999 wieder einem Mehrkampf ausgesetzt sehen, wenn Porsche zu Toyota hinzustößt. Andre Lotterer glaubt, dass der Erfahrungsvorsprung, den Audi über die Jahre aufgebaut hat, im kommenden Jahr nicht großartig zählen wird, selbst wenn Erfahrung durch nichts zu ersetzen ist. Trotzdem fehlt ihm ein alter Gegner: "Es ist so schade, dass Peugeot sich zurückgezogen hat, denn die haben uns gnadenlos unter Druck gesetzt", sagt der Duisburger gegenüber Motorsport-Magazin.com.

Ich glaube, dass wir erst beim ersten Rennen Klarheit haben werden
Andre Lotterer

Der Grund dafür ist simpel: "Es war 2011 unheimlich schön, weil es sehr befriedigend ist, wenn man ganz knapp gewinnt und nicht mit zwei oder drei Runden Vorsprung", führt der 32-Jährige weiter aus. Die gewünschte Enge könnte es 2014 durchaus geben, wenn eine neue Zeitrechnung im Sportwagensport beginnt: Im Zeichen des revolutionären Reglements wird mit Porsche ein dritter Hersteller in die WEC einsteigen. "Wir sind natürlich alle richtig aufgeregt. Toyota war schon eine schöne Herausforderung, aber dass wir Porsche dazu gewinnen konnten, tut dem Sport richtig gut", so Lotterer.

Dass es sich dabei um hausinterne Konkurrenz handelt, sieht er nicht als Problem an. "Es wird noch intensiver, weil es ein besonderer Ansporn ist, die Konzernschwester zu schlagen, denn da will garantiert keiner verlieren", frohlockt der Weltmeister von 2012. "Es ist intensiver als gegen einen anderen Hersteller mit anderer Philosophie wie etwa Toyota. Beide Seiten haben alles [für die neue Saison] getan; schauen wir mal, wer der Bessere ist."

Karten völlig neu gemischt

Die Vorfreude auf Porsche ist riesig - Foto: Porsche

Der Erfahrungsvorsprung wird mit dem komplett neuen Reglement kleiner ausfallen als sonst: "Wären wir bei den alten Regeln geblieben, hätten wir sicherlich einen Vorteil gegenüber den Neueinsteigern gehabt, aber jetzt werden die Karten komplett neu gemischt. Die Autos und Reifen werden kleiner, es dreht sich sehr viel um Effizienz und die Fahrstile werden anders sein." Ohnehin wird die Testphase sehr undurchsichtig werden: "Es sind so verschiedenartige Konzepte, es wird sehr interessant. Ich glaube, dass wir erst beim ersten Rennen Klarheit haben werden."

Trotzdem glaubt der Audi-Werkspilot, dass der Erfahrungsvorsprung sich nicht völlig in Luft auflösen wird: "Natürlich hat Audi einen ordentlichen Fundus an Daten und Erfahrung über die Jahre angesammelt. Wir sind stark auf Effizienz fokussiert und sehr kompromisslos bei diesem Thema. Wir haben alle Voraussetzungen, das Beste aus den neuen Regeln zu machen!"


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