WEC - Kraihamer: Minimalziel in Fuji erreicht

An die Box gefesselt

Ohne große Euphorie, aber doch mit gutem Gefühl kehrt Dominik Kraihamer vom siebten und vorletzten Rennen der WEC in Japan zurück nach Salzburg.

Motorsport-Magazin.com - Dominik Kraihamer und seine OAK-Teamkollegen Bertrand Baguette (BEL) und Takuma Sato (JAP) erreichten am Sonntag beim 6-Stunden-Rennen auf dem Fuji International Speedway Rang 8 in ihrer Klasse. Beim Comeback in der Königsklasse LMP1 wurde der OAK-HPD-Sportwagen mit der Startnummer 15 zwar erneut von Problemen am Startermotor eingebremst; Doch die Marschrichtung stimmt- vor allem dank des neuen HPD-Motors.

Während die beiden anderen Österreicher in der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Champagner duschten - Alex Wurz siegte mit Toyota in der LMP1, Richard Lietz holte auf Porsche in der LMGTE Pro den Klassensieg - bleibt der Weg an die Spitze für Dominik Kraihamer lange und vor allem mühsam: Bei der Rückkehr in die höchste Kategorie LMP1 - nach drei Rennen Morgan-Nissan-Schwesterauto in der LMP2 - erreichte das Fahrertrio Dominik Kraihamer, Bertrand Baguette und Takuma Sato auf der 4,56 Kilometer lange Strecke am Fuße des Mount Fuji den 8. Klassenrang bzw. Platz 17 im Gesamtklassement.

Wir müssen das Auto in jedem einzelnen Detail weiterentwickeln, aber das gesamte Team arbeitet wie verrückt, um uns schneller zu machen.
Dodo Kraihamer

Bertrand Baguette hatte den OAK-HPD auf die achte Startplatz gestellt und auch den Startstint gefahren, danach übernahm der ehemalige Formel 1-Pilot Takuma Sato das Steuer. Ausgerechnet Dominik, der seit nunmehr einem ganzen Jahr kein Rennen ohne technische Probleme absolviert hat, wurde danach gleich zu Beginn seines Stints 20 Minuten lang an die Box gefesselt. Wie schon mehrmals in der Vergangenheit machte der Startmotor Probleme. Dennoch sieht der erst 22-jährige Sportwagen-Youngster endlich Licht am Ende des Tunnels: Schließlich scheint das Gesamtpaket nach dem Motorenwechsel von Judd zu HPD (Honda) endlich zu funktionieren.

"Wir müssen das Auto in jedem einzelnen Detail weiterentwickeln, aber das gesamte Team arbeitet wie verrückt, um uns schneller zu machen", so Kraihamer. "Der Defekt ist natürlich ärgerlich, aber ich habe mich zu 100 Prozent darauf konzentriert, keine Fehler zu machen und das Auto endlich einmal ins Ziel zu bringen. Dieses Minimalziel haben wir nun erreicht, jetzt geht es darum, die Daten auszuwerten und beim Saisonfinale in China einen Sprung nach vorne zu schaffen."


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