WEC - Oyama: Toyota holt Heimspiel-Pole

Felbermayr-Proton nicht zu schlagen

Toyota wird das Sechs-Stunden-Rennen von Fuji vom besten aller Startplätze in Angriff nehmen. Knapp setzte man sich gegen den Nummer-eins-Wagen von Audi durch.
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Motorsport-Magazin.com - Toyota ist nach der Pleite in Bahrain wieder obenauf: Die blau-weiße Sportwagentruppe aus dem Rheinland sicherte sich in der Qualifikation zum siebenten Lauf der Sportwagen-WM im japanischen Oyama souverän die Poleposition. Alexander Wurz, Nicolas Lapierre und Kazuki Nakajima werden das morgige Sechs-Stunden-Rennen am Fuße des Fujis unmittelbar vor dem Audi von André Lotterer, Benoît Tréluyer und Marcel Fässler in Angriff nehmen. Das Le-Mans-Siegertrio landete mit 0,140 Sekunden Rückstand zur Spitze auf dem zweiten Rang.

Gefahren wurde der Toyota TS030 Hybrid von dem ehemaligen Formel-1-Fahrer Nakajima. Der Lokalmatador schraubte seine Bestmarke aus dem dritten Training noch einmal nach unten. Schlussendlich benötigte er für seinen zügigsten Versuch lediglich 1:27.499 Minuten - die schnellste Runde des gesamten Wochenendes. Auf Toyota und den Audi mit der Startnummer eins folgte der zweite Hybride der Ingolstädter: Tom Kristensen und Sportwagen-Altmeister Allan McNish wurden Dritte. Ihnen fehlten jedoch bereits 0,871 Sekunden auf die vorderste Position.

Rebellion verdrängt HPD-Teams

Indessen sorgte Rebellion Racing für eine kleine Überraschung im Feld der restlichen LMP1-Mannschaften. Die Eidgenossen fuhren in persona Neel Jani entgegen der Erwartungen vieler Beobachter die schnellste Runde unter den privaten Rennställen. Der 28-Jährige und sein Stallkumpane Nicolas Prost werden am Sonntag Nick Leventis, Danny Watts und Jonny Kane im Rücken haben. Die Strakka-Racing-Mannen (HPD) mussten sich ihren Vordermännern zwar um knapp zwei Zehntelsekunden ergeben, rangierten aber vor ihren Rivalen aus dem Lager von JRM (ebenfalls HPD) - Rang drei für David Brabham, Karun Chandhok und Peter Dumbreck.

Starworks Motorsport: Rang eins für die US-Boys aus Florida - Foto: McLean Photographic

Die Pole in der Klasse LMP2 manifestierte Starworks Motorsport. Stéphane Sarrazin, Ryan Dalziel und Vicente Potolicchio waren in ihrem HPD-Flitzer rund 0,2 Sekunden besser unterwegs als John Martin, Tor Graves sowie Shinji Nakano im Dress von ARD-Delta (ORECA-Nissan). Der dritte Platz ging an Promi-Pilot Vitantonio Liuzzi und dessen Kollegen im Lola-Lotus; an vierter Stelle wurde die Signatech-Nissan-Crew abgewinkt.

Fuji International Speedway gut besucht

Erwartungsgemäß tütete das Felbermayr-Proton-Duo Richard Lietz und Marc Lieb Startplatz eins im Vergleich der Gran-Turismo-Akteure ein. Ohne große Mühen manövrierte Letztgenannter den dunkelblauen Porsche 911 GT3 RSR an die Spitze des Tableaus, und zwar mit mehr als drei Zehntelsekunden Vorsprung auf den Ferrari des Teams AF Corse, pilotiert von Giancarlo Fisichella und Gianmaria Bruni. Den drittschnellsten Umlauf absolvierte der Berliner Stefan Mücke, der gemeinsam mit seinem Fahrerpartner Darren Turner im werksunterstützen Aston Martin Vantage V8 antritt. Ihr Rückstand auf Lietz und Lieb betrug aber schon eine halbe Sekunde.

Über die Bühne gingen die beiden jeweils 20 Minuten langen Qualifikationssitzungen unter freundlichen äußerlichen Bedingungen. Sowohl die Luft- als auch die Asphalttemperatur stiegen im Vergleich zum Training an diesem Morgen noch einmal an. Bei 20 Grad Celsius fanden sogar nicht wenige Zuschauer ihren Weg auf die Tribünen des Fuji International Speedway. Das Rennen wird am Sonntag um 04.00 Uhr deutscher Zeit gestartet werden.


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