VLN - Frühes Rennende für racing one

Defekt an der Benzinversorgung

Für racing one endete der VLN-Saisonhöhepunkt, das Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, vorzeitig. Nach einem Defekt musste der Ferrari abgestellt werden.

Motorsport-Magazin.com - Das racing one Team hat den siebten Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft, das Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, am vergangenen Samstag nicht beenden können. Aufgrund eines seltenen technischen Defektes musste der Ferrari nach elf absolvierten Runden abgestellt werden. Benzindruckprobleme standen einem vierten Klassensieg in Folge im Weg.

Zum siebten Lauf der VLN standen einige Neuerungen im Team an. Im Vorfeld des Rennens hatte man mehrere Tests mit interessierten Piloten unternommen. Für das Sechs-Stunden-Rennen - dem Saisonhöhepunkt der VLN-Saison 2014 - war zusätzlich zu den drei Stammpiloten Christian Kohlhaas, Carsten Struwe und Markus Lungstrass mit Stefan Kuhs ein erfahrener VLN-Routinier als vierter Pilot verpflichtet worden. Auf technischer Seite hatte man den Ferrari für das Rennen testweise mit Michelins statt der bisher benutzen Dunlop-Pneus ausgestattet.

Das war wieder eine geile erste Runde.
Markus Lungstrass

Obwohl im Freitagtraining die neuen Reifen andeuteten, dass man an die Trainingszeiten der Vorläufe anknüpfen könnte, stand einer erneuten Bestzeit das wechselhafte und kühle Eifelwetter im Wege. Bedingt durch notwendige Feinabstimmungen des Fahrwerks hatten das Team und Qualifahrer Markus Lungstrass die Bestzeitenjagd dieses Mal an das Ende der Session verlegt.

Doch ein Regenschauer in den letzten Trainingsminuten, der zum vorzeitigen Abbuch der Session führte, machte dem Team bei der Jagd nach der vierten Klassenpole in Folge einen Strich durch die Rechnung. Pilot Markus Lungstrass markierte mit einer 9:08.304 Minuten die Bestzeit des Wagens im Zeittraining, die im 171 Wagen grossen Starterfeld für den 40. Startplatz sowie den dritten Klassenrang in der SP8 reichte.

Im Rennen bewies Lungstrass, das die vorgenommenen Änderungen am Fahrwerk in die richtige Richtung liefen. Innerhalb von nur zwei Runden fuhr er den F458 Challenge von Startplatz 40 bis auf Platz 13 vor. "Das war wieder eine geile erste Runde. Ich hatte jede Menge enger Positionskämpfe. Die Setup-Änderungen haben richtig gegriffen".

Foto: Patrick Funk

In der sechsten Runde markierte Lungstrass mit einer 8:36.837 Minuten die schnellste Rennrunde des Ferraris, ehe er im achten Umlauf an Stefan Kuhs übergab. Der Neuzugang im Team, der normalerweise auf einem Opel Astra OPC in der VLN startet, konnte jedoch aufgrund einer Fehlermeldung des Steuergeräts im Rennen nicht die volle Leistung des F458 abrufen. Er pilotierte den Ferrari trotzdem routiniert durch seinen Stint. "Ich habe das Auto auf dem 13. Platz liegend übernommen. Leider ist dann der technische Defekt aufgetreten. Trotzdem war es ein Erlebnis und Danke für die tolle Erfahrung an die racing-one-Crew!"

Das Problem konnte temporär behoben werden, trat allerdings beim folgenden Stint von Carsten Struwe erneut auf. Die racing-one-Crew konnte in der Box leider nur noch einen Folgeschaden in der Hardware der Benzinversorgung feststellen, daher entschied man sich das Auto vorzeitig abzustellen.

Stimmen zum Rennen

In den letzten Rennen haben wir ja eine gute Erfolgsserie gehabt, sodass der Ausfall heute zu verschmerzen ist.
Christian Kohlhaas

Pilot Christian Kohlhaas, der nicht mehr zum Fahren kam, zog dennoch ein positives Fazit: "In den letzten Rennen haben wir ja eine gute Erfolgsserie gehabt, sodass der Ausfall heute zu verschmerzen ist. Wichtig ist, dass die Mannschaft die Ursache so schnell identifizieren konnte und wir nun sicher sind, dass wir beim nächsten Lauf wieder richtig angreifen können."

Teamleiter Martin Kohlhaas: "Wir hatten zum ersten Mal in dieser Saison einen Defekt, der zum Ausfall führte. Leider gehört auch das zum Motorsport. Die neuen Reifen haben im Rennen gehalten, was wir uns von ihnen versprochen hatten. Für den nächsten Lauf wissen wir nun, wie wir die Pneus noch effizienter nutzen können. Beim nächsten Lauf können wir wieder mit der gewohnten Zuverlässigkeit und einem ambitionierten Fahrerquartett an den Start gehen."


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