VLN - Podestplatz für Haribo beim Saisonhöhepunkt

Alzen als Verstärkung

Podestplatz für das Haribo Racing Team: Beim Saisonhöhepunkt der VLN rasten Norbert Siedler, Uwe Alzen und Mike Stursberg auf den zweiten Gesamtrang.

Motorsport-Magazin.com - Nach dem siebten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring hatte das Haribo Racing Team Grund zum Feiern: Norbert Siedler, Uwe Alzen und Mike Stursberg bescherten der Mannschaft im längsten Rennen der VLN-Saison den zweiten Platz. Bei extrem wechselhaften Bedingungen hatte die legendäre "Grüne Hölle" ihrem Ruf als schwierigste Rennstrecke der Welt zuvor alle Ehre gemacht.

Immer wieder wechselten die Witterungsbedingungen und stellten die Teams vor eine riesige Herausforderung beim Austüfteln der Rennstrategie. Das Bonner Team löste die Aufgabe mit Bravour und hatte zudem ein glückliches Händchen. So konnte das Team schließlich nach 37 Runden Racing auf Platz zwei durchs Ziel gehen.

Wir haben das ganze Wochenende Vollgas gegeben
Uwe Alzen

Der Erfolg war dabei der Lohn intensiver Arbeit. Von der ersten Trainingsminute an nutzte das Team jede Möglichkeit, den 911er für das Rennen abzustimmen und konnte mit Detailverbesserungen noch einmal die Performance steigern. "Wir haben das ganze Wochenende Vollgas gegeben", berichtete Uwe Alzen nach dem Erfolg bei der siebten VLN-Runde. "Gerade wenn man eine kleine Durststrecke hinter sich hat, ist dieser Podestplatz natürlich großartig, und die ganze Mannschaft hat sich riesig gefreut."

Der Betzdorfer stieß für den Saisonhöhepunkt der VLN zur Porsche-Mannschaft und wird den schnellsten Goldbären der Welt auch bei den noch ausstehenden beiden Saisonläufen um die Nordschleife chauffieren. Dass die Kombination aus Haribo-Porsche und dem bekannten Nordschleifenspezialisten perfekt funktioniert, zeigte sich schon im Training, als der Betzdorfer den 911 GT3 R in der ersten Startreihe platzierte. Alzen analysiert: "Meine Runde war eigentlich nicht optimal, ich war auf angefahrenen Reifen unterwegs. Aber letztlich hat alles gut gepasst". Mit 5,17 Sekunden Rückstand auf die Pole Position war die Ausgangslage für das Rennen exzellent.

Foto: Patrick Funk

Motivationsschub für den Saison-Endspurt

Auch den Start übernahm Alzen und fuhr in den ersten acht Rennrunden ein kampfbetontes Rennen. Danach übernahm Norbert Siedler das Steuer, der vor allem mit dem Wetter zu kämpfen hatte. Auf Slicks gestartet, zwang ihn bald schon einsetzender Regen an die Box, später konnte das Team wieder Slicks aufziehen - um nur kurz darauf erneut die Regenreifen auszupacken.

Bei diesen Wechselbedingungen ist das am vernünftigsten, weil der jeweilige Pilot die Streckenbedingungen am besten einschätzen kann
Mike Stursberg

"Wir waren alle ständig damit beschäftigt, die richtige Strategie auszutüfteln", berichtet Alzen. So entschied das Team etwa, Siedler einen Doppelturn fahren zu lassen. "Bei diesen Wechselbedingungen ist das am vernünftigsten, weil der jeweilige Pilot die Streckenbedingungen am besten einschätzen kann", erklärt Mike Stursberg. Er übernahm den Haribo-Porsche schließlich für den Schlussspurt und erlebte ebenfalls Wetterkapriolen. Er war auf Slicks unterwegs und konnte den Rückstand auf die Führenden ständig verkleinern, als einsetzender Regen die finale Attacke verhinderte.

"In dieser Situation konnte man nur an die Box schleichen und eine Runde vor Schluss auf Regenreifen wechseln", erklärt er. "Aber selbst mit denen hatten wir mit Aquaplaning zu kämpfen. Dieses ganze Rennen war wirklich ein heißer Ritt." Uwe Alzen, der zuletzt 2012 das Haribo Racing Team in der Blancpain-Serie verstärkt hatte, war auch deshalb anschließend voll des Lobes über die Teamkollegen. "Hut ab - gerade Norbert hat während seines extrem schwierigen Doppelstints keinen einzigen Fehler gemacht, war wahnsinnig schnell und hat den Porsche ohne einen einzigen Kratzer übergeben."

Frisch motiviert durch den Podiumsplatz kann das Team nun das Restprogramm der Saison angehen. Der achte Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft steht am 13. September an, wenn es beim ADAC Barbarossapreis wieder über die gewohnte Distanz von vier Stunden geht.


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