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VLN - Rowe Racing siegt im Regenchaos

Starkregen sorgt für Chaos

Rowe Racing hat den chaotischen Saisonhöhepunkt der VLN, das Opel 6h Ruhr-Pokal-Rennen, gewonnen. Haribo- und Wochenspiegel-Porsche komplettieren das Podest.
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Motorsport-Magazin.com - Jan Seyffarth und Thomas Jäger haben den siebten Lauf der VLN, das Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, gewonnen. Das Duo im Mercedes SLS von Rowe Racing überquerte nach sechs Stunden als Erstes die Ziellinie und feierte damit bereits den dritten Sieg beim Sechs-Rennen-Rennen in Folge. Haribo Racing und das Wochenspiegel Team Manthey komplettierten die Top-Drei.

In der Startphase konnte Polesitter Alex Imperatori den Falken-Porsche noch in Führung halten, während es im hinteren Feld der ersten Startgruppe zu kleineren Kollisionen kam. Erst auf der Nordschleife musste sich der Porsche-Pilot geschlagen geben: Erst zog Alzen im Haribo-Porsche vorbei, wenig später auch Patrick Huismann mit der schnellsten Frikadelle der Welt. Auf der Döttinger Höhe setzte sich das Duell an der Spitze fort. Huismann attackierte den Haribo-Porsche von Alzen und übernahm die Führung.

Während sich der Frikadelli-Porsche anschließend sukzessive vom Rest des Feldes absetzen konnte, zog Rowe Racing den ersten Boxenstopp vor. Bereits nach rund 25 Minuten hielt der Flügeltürer zum ersten Mal an der Box und befand sich von nun an in einem anderen Rhythmus als die Konkurrenz. Leichte Schauer schienen die Top-Teams im ersten Drittel des Rennens noch nicht zu behindern.

Starkregen bringt Chaos

Falken und Frikadelli verunfallten im Regen - Foto: Patrick Funk

Nach zwei Stunden wurden die Regenschauer jedoch stärker, in vereinzelten Streckenabschnitten der Nordschleife war gar Land unter. Während sich der Wechsel von Slicks auf Regenreifen bei einigen Teams problemlos in den Routinestopp einbinden ließ, mussten viele Mannschaften einen unplanmäßigen Halt durchführen. Die anschließende Reihenfolge überraschte: der Falken-Porsche führte vor dem Hofor-Racing-Mercedes und Twin Busch Motorsport. Frikadelli Racing belegte die vierte Position.

Unsere Mannschaft hat heute alles richtig gemacht und hat immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Reifen aufgezogen.
Jan Seyffarth

Doch der Regen ließ nach, die Strecke trocknete ab. Erneut mussten die Teams die Reifen wechseln. Aber auch dieser Wechsel war nicht von langer Dauer: der Regen kehrte zurück - so stark wie noch nie an diesem Renntag. Vor allem im Bereich der Grand-Prix-Strecke prasselte der Regen vom Himmel und überraschte zahlreiche Top-Teams. Der führende Falken-Porsche verunfallte ebenso, wie der Mercedes SLS von Hofor Racing und der Frikadelli-Porsche. Auch der Zuffenhausener von Kremer Racing wurde im Bereich Hatzenbach von einem Konkurrenten abgeschossen.

Am heftigsten erwischte es allerdings den McLaren von Dörr Motorsport. Am Ende der Start-Ziel-Gerade drehte sich der britische Supersportler und krachte rückwärts in den Mini von Nexen Tire Motorsport. Beide Boliden wurden schwer beschädigt, die Piloten blieben jedoch unverletzt.

Nutznießer der zahlreichen Vorfälle war der Flügeltürer von Rowe Racing. Thomas Jäger und Jan Seyffarth übernahmen rund zwei Stunden vor dem Ende die Führung, dicht gefolgt vom Haribo-Porsche sowie dem Audi R8 von Twin Busch Motorsport.

Regen am Rennende

Der Busch-R8 fing auf der GP-Strecke Feuer - Foto: Patrick Funk

Das Wetter verbesserte sich, das Renngeschehen beruhigte sich - zumindest ein wenig. Der Audi R8 von Twin Busch Motorsport musste nach einem Feuer im Bereich der Grand-Prix-Strecke abgestellt werden. Den dritten Rang erbte der Wochenspiegel-Porsche.

Wir haben an diesem Wochenende sehr hart gearbeitet, um die Performance des Porsche zu verbessern
Uwe Alzen

In den letzten zehn Minuten wurde es noch einmal spannend, denn der Regen kehrte zurück in die Eifel. Weil sich ein erneuter Wechsel auf Regenreifen kaum lohnte, kämpften sich die meisten Teams mit Slicks über die Strecke. Die führenden Fahrzeuge gingen hingegen auf Nummer sicher: Wenige Minuten vor dem Ende steuerten sowohl der Rowe-SLS als auch der Haribo-Porsche die Box an.

An den Positionen änderte sich dadurch allerdings nichts mehr: Jan Seyffarth und Thomas Jäger haben den Saisonhöhepunkt der VLN, das Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, gewonnen. Das Duo im Mercedes SLS von Rowe Racing überquerte vor dem Haribo-Porsche von Norbert Siedler, Mike Stursberg und Uwe Alzen die Ziellinie. Oliver Kainz, Michael Jacobs, Georg Weiss und Jochen Krumbach komplettierten im Wochenspiegel-Porsche das Podest.

Stimmen zum Rennen

"Das war der wertvollste Sieg, denn das Wetter war heute ein enormer Faktor im Rennen", jubelte Jan Seyffarth. Für den Mercedes-Piloten war es bereits der dritte Sieg beim Sechs-Stunden-Rennen in Folge. "Unsere Mannschaft hat heute alles richtig gemacht und hat immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Reifen aufgezogen. Besonders wichtig ist der Sieg für die Jungs in der Boxengasse, die nach vielen Rückschlägen nun endlich einen richtigen Grund zum Feiern haben."

Trotzdem freuen wir uns, weil wir diesen tollen Erfolg im wahrsten Sinn erfahren haben.
Jochen Krumbach

Uwe Alzen, dessen BMW nach einem schweren Unfall beim vergangenen VLN-Lauf noch nicht wieder aufgebaut werden konnte, belegte im Haribo-Porsche die zweite Position. "Wir haben an diesem Wochenende sehr hart gearbeitet, um die Performance des Porsche zu verbessern", sagte Alzen. "Am Ende haben wir ein gutes Setup erarbeitet - trotzdem ist der Frikadelli-Porsche bei den 911ern im Moment das Maß der Dinge. Wir hatten eine gute Strategie - Patrick Huisman konnte ich in der Startphase trotzdem nicht halten."

Der Wochenspiegel-Porsche komplettierte das Podest. "Toll endlich wieder auf dem Podium zu stehen", freute sich Krumbach. "Wir haben uns in den letzten Rennen konstant gesteigert - Platz fünf beim sechsten Lauf war schon in Ordnung und Platz drei war heute das Maximum, das wir herausholen konnten. Trotzdem freuen wir uns, weil wir diesen tollen Erfolg im wahrsten Sinn erfahren haben."

Die Top-20 im Gesamtklassement:

1. #6 Jäger / Seyffarth (Mercedes-Benz SLS AMG GT3)
2. #8 Siedler / Stursberg / Alzen (Porsche 911 GT3 R)
3. #154 Weiss / Kainz / Jacobs / Krumbach (Porsche 911 GT3 RSR)
4. #113 Hennes / Gerling / Kappeler / Scharmach (Porsche 911 GT3 Cup)
5. #101 Osieka / Mies / Jans (Porsche 911 GT3 997 Cup)
6. #36 Kentenich / Walkenhorst / Posavac / Buchardt (BMW Z4 GT3)
7. #303 Krognes / Niederberger / Andree / Wieninger (Audi TTRS2)
8. #302 Schmid / Tiger / Botor (Audi TTRS2)
9. #11 Frey / Saurenmann / Ohlsson / Ziegler (Audi R8 LMS)
10. #103 Rendlen / Neuffer / Hagen / Frommenwiler (Porsche 911 GT3 997 Cup)
11. #333 Wasel / Wasel (Audi TTRS)
12. #33 Schmidt / Kaiser / Schmersal / "Kuragon" (Mercedes-Benz AMG SLS GT3)
13. #35 Aust / Oeverhaus / Walkenhorst (BMW Z4 GT3)
14. #435 Karch / Weber / Nittel (Porsche Cayman S)
15. #334 Schjaerin / Gulbrandsen / Ostvold (Audi TTRS 2.0)
16. #667 Zils / Fischer / Ebertz (BMW M235i Racing CUP)
17. #396 Jacoma / Metzger / Schmitz (Porsche Carrera)
18. #188 Bermes / Weber / Still / Preacher (Aston Martin Vantage V8 GT4)
19. #360 Schrick / Luostarinen / Strycek (Opel Astra OPC CUP)
20. #395 "Gerwin" / Philip (Porsche Carrera)


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