VLN - Kurioses Rennen für Frikadelli Racing

"Ich glaube wir haben gewonnen!"

Frikadelli Racing erlebte beim sechsten Lauf der VLN ein kurioses Rennen. Nach einem vorzeitigen Rennende feierte das Barweiler Team den dritten Gesamtsieg.

Motorsport-Magazin.com - In der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring dauern die Rennen in der Regel vier oder sechs Stunden. Ist die Uhr abgelaufen, so wird ein Sieger abgewinkt. Nun ja, zumindest ist das in der Regel so. Am vergangenen Samstag hat man es hingegen wirklich spannend gemacht, aber am Ende freute sich das Frikadelli Racing Team.

Für mich ist es großartig, da wir es allein und ohne die Unterstützung von Werksfahrern geschafft haben.
Patrick Huismann

170 Fahrzeuge präsentierten sich bei strahlenden Sonnenschein am Nürburgring und in der Klasse der schnellsten Frikadelle der Welt war mit 15 Teilnehmern für ordentlich Konkurrenz gesorgt - keine einfache Aufgabe für den, der hier um den Gesamtsieg fahren wollte. Die Besetzung des bekannten Porsche 911 GT3 R war diesmal komplett ohne fremde Unterstützung aufgebaut. Neben Klaus Abbelen und Sabine Schmitz komplettierte der Niederländer Patrick Huisman das Fahrertrio.

Im Zeittraining sicherte sich Patrick Huisman zwar mit einer 8:04.918 Minuten den dritten Startplatz, bekam den Druck der Konkurrenz aber schon vom Start an zu spüren. Zuerst ging es zwei Plätze nach hinten und im Pulk war es Patrick zu Beginn nicht möglich, sich weiter nach vorne zu kämpfen. Als cleveren Schachzug holte man Huisman schon nach Runde 3 an die Box, um den normal vor Rennende fälligen kurzen Boxenstopp vorzuziehen. Da er nun freie Fahrt hatte, konnte er sich mit schnellen Rundenzeiten ein Fernduell auf die Konkurrenz liefern.

Ab Runde 13 drehte die Speedbee am Volant und gab dem Porsche ordentlich die Sporen. Schon jetzt zeichnete sich ein spannender Kampf gegen die ultraschnelle Schuberth Truppe und den bis dahin noch schnellen Markenkollegen im Falken - Porsche ab, der aber leider zum Rennende hin ausschied. Nach der beeindruckenden Leistung von Sabine im letzten Rennen konnte Sie auch diesmal überzeugen und brachte die Frikadelle in die Führungsposition, bevor sie das Auto an Klaus übergab.

Die Konkurrenz war heute unglaublich stark, aber das komplette Team hat einfach perfekt zusammengearbeitet und uns so den Sieg ermöglicht.
Patrick Huismann

Der Teamchef selbst stand von Beginn an unter großem Druck, da der schnelle Z4 von der Schubert-Mannschaft immer wieder Boden gut machen konnte und rein rechnerisch noch durchaus Siegchancen hatte. Zwar stand noch eine dreiminütige Strafzeit wegen eines Gelbverstoßes für den BMW im Raum, diese war aber noch nicht bestätigt. Doch als es in den letzten Minuten richtig eng wurde, wurde das Rennen noch einmal richtig auf den Kopf gestellt. Etwa zwei Minuten vor dem offiziellen Rennende passierten die beiden Kontrahenten nahezu zeitgleich die Ziellinie.

Mit nur einer Wagenlänge Vorsprung ging der Frikadelli Porsche in die vermeintlich letzte Runde, in der abzusehen war, dass der schnelle Z4 die Führung übernehmen würde. Doch zu dieser Zeit kamen schon die ersten Gratulanten der Schubert-Truppe zum Kommandostand des Barweiler Rennteams, denn die Rennleitung hatte das Rennen irrtümlicherweise bereits abgewinkt. Da die erwähnte Zeitstrafe ebenfalls noch zum Tragen kam, verfälschte das frühe Rennende auch kein späteres Ergebnis.

Der Frikadelli-Porsche lieferte sich ein enges Rennen mit dem Schubert-BMW - Foto: Patrick Funk

Für Patrick Huisman war der Sieg trotzdem ein ganz Besonderer: "Für mich ist es großartig, da wir es allein und ohne die Unterstützung von Werksfahrern geschafft haben. Die Konkurrenz war heute unglaublich stark, aber das komplette Team hat einfach perfekt zusammengearbeitet und uns so den Sieg ermöglicht."

In der VLN Speedtrophäe haben die Frikadellis nun einen respektablen Vorsprung vor der Konkurrenz in der Klasse der GT3-Rennwagen. Doch auf den Lorbeeren will man sich nicht ausruhen, bereits in drei Wochen geht es wieder auf die Jagd nach Punkten und Pokalen.


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