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VLN - Frikadelli holt zweiten Saisonsieg

Vier Cup-Porsche in den Top-5

Frikadelli Racing hat den fünften Lauf der VLN gewonnen. GetSpeed und Teichmann Racing komplettieren das Podest.
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Motorsport-Magazin.com - Sabine Schmitz, Klaus Abbelen, Patrick Huismann und Frank Stippler haben den fünften Lauf der VLN, das 45. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen gewonnen. Das Quartett im Porsche 911 GT3 R von Frikadelli Racing überquerte nach einem verkürzten Rennen als Erster die Ziellinie. Dahinter folgten gleich vier Cup-Porsche. Wechselnde Wetterbedingungen und Pech bei den Top-Favoriten spielten den Teams in die Karten.

Doch Schon vor dem Rennen hatten die Sportkommissare am Samstag einiges zu tun. Knapp 60 Teilnehmer wurden nach dem Zeittraining aufgrund eines Gelbvergehens bestraft. Während fast alle Teams die Streichung der Rundenzeiten akzeptierten, zog Uwe Alzen die Notbremse. Da sich der BMW-Pilot, der im 90-minütigen Qualifying zunächst die Pole-Position gesichert hatte, mit der Entscheidung der Rennleitung nicht einverstanden zeigte, nahm das Team am folgenden Rennen nicht mehr teil.

Uwe Alzen ging nicht an den Start - Foto: Patrick Funk

Sowohl der BMW Z4 GT3 als auch der Porsche 911 GT3 Cup von Landgraf Motorsport blieben in der Box. Nutznießer der zahlreichen Strafen war Jürgen Alzen. Der ältere Bruder von Uwe Alzen, der gemeinsam mit Dominik Schwager in einem Ford GT an den Start geht, erbte den besten Startplatz.

Frikadelli mit fulminanter Aufholjagd

Mit einer Verzögerung von zwei Stunden wurde der fünfte Lauf der VLN anschließend gestartet. Obwohl leichter Regen vom Himmel fiel, entschieden sich die meisten Teams für Slicks. Während der Wochenspiegel-Porsche die Führung übernehmen konnte, fiel der Ford GT von Dominik Schwager bis auf die fünfte Position zurück. Dazwischen sortierten sich der GT-Corse-Ferrari und der Twin-Busch-Audi sowie der Cup-Porsche von GetSpeed. Dahinter sorgte jedoch die schnellste Frikadelle der Welt für Aufsehen: Von Position 47 gestartet kämpfte sich Startfahrerin Sabine Schmitz durch das Starterfeld.

Nach der ersten Rennrunde hatte sich die Barweilerin bereits auf die dritte Position nach vorne gearbeitet, im zweiten Umlauf übernahm sie im Bereich Tiergarten sogar die Führung vom Wochenspiegel-Porsche. Dieser hatte im Verlauf der weiteren Runden zu kämpfen: Nach der ersten Stunde waren Georg Weiss, Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Michael Jacobs bereits aus den Top-15 herausgefallen.

Der Frikadelli-Porsche war nicht zu stoppen - Foto: Patrick Funk

Während Sabine Schmitz die Führung des Frikadelli-Porsche auf bis zu 30 Sekunden ausbauen konnte, gab die Konkurrenz nicht auf. Doch auch der - besonders gegen Rennende erstarkte - Regen, konnte die Barweiler Mannschaft nicht stoppen: Nach einer verkürzten Renndistanz von 2:45 Stunden überquerten Sabine Schmitz, Klaus Abbelen, Patrick Huismann und Frank Stippler als Erster die Ziellinie.

Cup-Porsche auf den Verfolgerplätzen

Der GetSpeed-Porsche belegte Rang zwei - Foto: Patrick Funk

Dahinter schlug die Stunde der Cup-Porsche: Gleich vier der Zuffenhausener lagen dem Rennsieger im Nacken. Besonders spannend zeigte sich dabei der Kampf um die zweite Position. Immer wieder wechselten GetSpeed und Teichmann Racing die Plätze. Am Ende reichte es jedoch für das Meuspather Rennteam: Adam Osieka, Steve Jans und Christopher Mies wurden Zweite, gefolgt von Dominik Brinkmann, Felipe Lazer und Markus Palttala.

Pech hatten im Verlauf des Rennens vor allem die Top-Favoriten auf den Gesamtsieg: Der Twin-Busch-Audi fiel bereits nach wenigen Minuten mit einem technischen Defekt aus und auch der Wochenspiegel-Porsche musste nach Rauchzeichen vorzeitig abgestellt werden. Enttäuschend lief das Rennen auch für die Mannschaft um Jürgen Alzen. Nachdem der Ford GT lange Zeit auf der zweiten Position lag, rutschte die amerikanische Flunder zunächst über die Wiese bevor ein Reifenschaden wenig später kostbare Zeit kostete. Am Ende reichte es nur noch zur 14. Position.

Auf der vierten Position überquerten Frank Kräling, Marc Gindorf und Christopher Brück als Sieger der Klasse SP7 die Ziellinie, nachdem die Führenden Weishaupt und Scheerbarth im Black-Falcon-Porsche nach der letzten Kurve einen Einschlag in die Leitplanken zu verzeichnen hatten.

Top-20 im Gesamtklassement

1. #30 Abbelen / Schmitz / Huisman / Stippler (Porsche 911 GT3 R)
2. #101 Osieka / Mies / Jans (Porsche 911 GT3 997 Cup) +23.630
3. #112 Brinkmann / Laser / Palttala (Porsche 911 GT3 Cup) +30.699
4. #62 Kräling / Gindorf / Brück (Porsche 911 GT3 Cup) +1:01.124
5. #57 Weishaupt / Scheerbarth (Porsche 911 GT3 Cup) +1:28.482
6. #317 Oestreich / Schmid (Audi TTRS 2.0) +5:08.841
7. #36 Oeverhaus / Aust / Posavac (BMW Z4 GT3) +5:09.567
8. #303 Krognes / Niederberger / Wieninger (Audi TTRS2) +5:31.147
9. #302 Schmid / Tiger / Botor (Audi TTRS2) +6:02.008
10. #458 Jäger / Devigus / Mattschull / Seefried (Ferrari F 458 Italia GT3) +6:06.664
11. #77 Weiland / Veremenko (Porsche 911 GT3 Cup) +6:54.806
12. #138 Kohlhaas / Struwe / Still / Leuchter (Ferrari F 458) +7:06.176
13. #777 Alzen / Schwager (Ford GT3) +7:22.360
14. #99 Schmidt / Lehner / Blumer (Porsche 911 GT3) +7:38.466
15. #55 Smith / Reimer / Renger (Porsche 911 GT3 CUP) +8:40.093
16. #457 Barlesi / Köhler / Kaffer (Ferrari F458) -1 Rd.
17. #435 Karch / Weber (Porsche Cayman S) -1 Rd.
18. #419 Tveten / Nurminen (Porsche 991 Carrera) -1 Rd.
19. #96 Stuhr / Klasen / Dercks (Porsche 911 GT3 997 Cup) -1 Rd.
20. #395 "Gerwin" / Metzger (Porsche Carrera) -1 Rd.


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