VLN - Klassensieg für den Wochenspiegel-Porsche

Unverschuldeter Ausfall kostet weiteren Sieg

Für Manthey Racing endete der dritte VLN-Lauf mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Unverschuldeter Ausfall kostet einen Klassensieg.

Motorsport-Magazin.com - Auch der dritte Klassensieg in Folge in der SPPRO ging zum dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft an einen Porsche 911 im Wochenspiegel-Design! Der Klassensieg in der SP7 blieb dem zweiten Wochenspiegel-Porsche jedoch unfallbedingt versagt.

Bei frühlingshaften Temperaturen rund um die Nürburgring Nordschleife fanden zahlreiche Zuschauer den Weg in die Eifel und erlebten ein packendes Rennen um Tages- und diverse Klassensiege.

Dabei kam dem Wochenspiegel-Porsche mit der Startnummer 154 die Rolle des teaminternen Spitzenreiters bei Manthey-Racing zu! Im 200 Fahrzeuge umfassenden und mit zahlreichen Werkspiloten besetzten Teilnehmerfeld platzierten Georg Weiss, Oliver Kainz, Michael Jacobs und Jochen Krumbach den Porsche 911 GT3 RSR auf Gesamtrang zwölf und erzielten dabei gleichsam den Sieg in der Klasse SPPRO!

Ein Platz in den Top-Ten wäre heute allemal möglich gewesen
Oliver Kainz

Während es dem Quartett zunächst gelang über viele Runden ganz vorne an der Spitze des Gesamtfeldes mitzumischen, kostete die während eines Boxenstopps notwendige Reparatur im Bereich der Antriebswelle hinten rechts wertvolle Zeit. Noch knapp in den Top 30 gewertet, galt es anschließend wieder Boden gut zu machen. Im Zuge der sehenswerten Aufholjagd konnten gleich sechszehn Gegner überholt werden.

"Ein Platz in den Top-Ten wäre heute allemal möglich gewesen", resümierte Kainz. "In Anbetracht der Konkurrenzdichte und der vielen gelben Flaggen müssen wir mit der Gesamtplatzierung zufrieden sein, zumal wir das Auto heil ins Ziel gebracht haben, was über 40 anderen Teilnehmern nicht gelang."

Einen weiteren Klassensieg in der Klasse SP7 bereits vor Augen, stoppte ein schwerer Unfall bei über 200 Stundenkilometern den zweiten eingesetzten Wochenspiegel-Porsche ausgerechnet in der letzten Rennrunde! Vorausgegangen war ein harter Fight mit einem BMW Z4 GT3, dessen offenbar etwas übermotivierter Fahrer den Porsche im Heckbereich touchierte.

Kaum fuhr mir der BMW ins Auto, war ich nur noch Passagier und hatte nicht die geringste Chance die Einschläge in die Leitplanke zu verhindern
Georg Weiss

"Kaum fuhr mir der BMW ins Auto, war ich nur noch Passagier und hatte nicht die geringste Chance die Einschläge in die Leitplanke zu verhindern", sagte Weiss, der den schweren Crash glücklicherweise unverletzt überstanden hatte. "Ich bin richtig sauer, denn die Kollision war völlig unnötig und hat uns um die verdienten Lorbeeren kurz vor Querung der Ziellinie gebracht! Hinzu kommt ein massiv zerstörter Rennwagen." Statt oben auf dem Klassenpodium zu landen, musste man sich mit einem Nuller abfinden.

In einer neuen Besetzung gingen beim dritten Langstreckenlauf Marco Schelp und Michael Tischner an den Start. Mit Peter Scharmach und Oliver Freymuth stockte man auf ein Quartett auf, um auch mögliche Perspektiven im Hinblick auf kommende VLN-Läufe sowie das 24-Stunden-Rennen auszuloten. Mit dem 21. Gesamtplatz in neuer Fahrerkonstellation war Schelp dann auch mehr als zufrieden. "Wir sind jetzt mit dem Wagen das fünfte Rennen durchgefahren", stellte der Berliner Unternehmer sichtlich erfreut fest. "Das Auto war wie immer top von Manthey eingestellt!"

Klohs & Schlotter wurden 22. - Foto: Patrick Funk

Nur einen Platz dahinter überquerten Otto Klohs und Harald Schlotter nach etwas mehr als vier Stunden die Ziellinie! Das Duo, das sich zum 24h-Marathon mit Jens Richter und Sebastian Asch verstärken wird, blickte zufrieden auf 26 Rennrunden zurück. "Da war wieder ein geiles Wochenende", fasste Schlotter seine Eindrücke prägnant zusammen. "Otto und ich haben uns Ziele gesteckt und die arbeiten wir nun Rennen für Rennen ab und sind dabei voll im Plan."

Co Klohs stieß ins gleiche Horn: "Das ist doch aller Ehren wert, was wir zwei Alten hier fabrizieren in einem Umfeld aus Werkspiloten und anderen Fahrern, die die Nordschleife schon seit unzähligen Jahren befahren. Freue mich schon auf den nächsten Lauf!"

Kritisch blickte Olaf Manthey auf den dritten Saisonlauf zurück: "Es ist auffällig, welch aggressiven Fahrstil viele Teilnehmer an den Tag legen! Mir fällt auf, dass oftmals der Respekt vor dem motorsportlichen Wettbewerber auf der Strecke bleibt. Ich hoffe sehr, dies ändert sich, bevor Schlimmeres passiert!" Unterstützt wurde die Wahrnehmung des Meuspather Teamchefs auch von Fahrern anderer Teams und Fabrikate.


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