VLN - Viel Pech für Frikadelli Racing

Strafe kostet Podestplatz

Frikadelli Racing hatte beim dritten Lauf der VLN kein Glück: Zwei Fahrzeuge verunfallten, der Porsche blieb nach einer Strafe ohne Chance.

Motorsport-Magazin.com - Ein sechster Platz beim dritten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft und ein alles andere als geplanter Ausgang für die beiden Serienfahrzeuge, hielten das Frikadelli-Racing Team ordentlich auf Trab.

Taktiken klingen oft ziemlich kompliziert und hängen von einer Menge Faktoren ab. Für die Frikadellis war das Ziel eigentlich relativ simpel definiert: Bei dem starken Fahrerfeld von 24 Autos in der großen SP9 Klasse wollte man ersteinmal durchkommen und das natürlich in den Top-Ten. Patrick Huisman legte schon einmal den Grundstein im Training und mit einer 8:07.532 Minuten gab es nur noch den Nissan GTR der GT Academy, der dem Porsche GT3 R die Pole-Position wegnehmen konnte.

Ich hatte keine Möglichkeit noch mehr Platz zu machen und kann nur vom Glück sagen, dass niemand meine Bahn kreuzte
Thomas Leyherr

Die erste Startreihe reichte für Patrick aber aus, um schon in Runde 1 in Führung gehen zu können und diese Führung mit BMW-Pilot Uwe Alzen im Rücken bis zum ersten Boxenstopp nach Runde 3 eindrucksvoll zu verteidigen. Durch den frühen ersten Stopp war das Gesamtklassement ordentlich durcheinander geraten, aber bis zur Übergabe an Sabine Schmitz in Runde 12 sah noch alles nach Podiumskurs aus.

Doch als die Speedbee richtig durchstarten wollte, machte ein Missgeschick die hochgesteckten Ziele zu Nichte: Sabine unterschritt die Mindeststandzeit beim Boxenstopp ausversehen um 0,3 Sekunden. Dieser Fehler bedeutete eine Durchfahrtstrafe für die schnellste Dame im Feld und "Nachsitzen" in der Boxengasse. Da brachte auch die beherzte Fahrweise und packende Zweikämpfe gegen den übermächtigen McLaren der Dörr Mannschaft nicht mehr allzu viel. Durch den entstandenen Zeitverlust war ein möglicher Sieg in weite Ferne gerückt.

Sechster Platz nach Schlussspurt

Für Teambesitzer Klaus kam somit ein ernüchternder Schlussspurt. Akribisch hatte er sich auf die Saison vorbereitet und war noch gar nicht wirklich zum Zug gekommen. Seine Rundenzeiten waren zwar immer im Bereich der vorderen Fahrzeuge, aber der Rückstand konnte aufgrund von unglaublich vielen und meist unglücklichen Gelbphasen nicht mehr verringert werden. Somit stand nach der Zieldurchfahrt ein sechster Platz zu Buche.

Der Porsche Cayman verunfallte zu Halbzeit - Foto: Patrick Funk

Für den Porsche Cayman der "J2 Racing" - Truppe um John Shoffner, Janine Hill und Antony Ashley war das Rennen noch weniger erfolgreich. In ihrer ersten Saison ist das Team von Rennen zu Rennen schneller geworden, die Entwicklungsarbeit zahlte sich aus. In Runde 12 des Rennens kam es dann zum Knall - im wahrsten Sinne des Wortes. John Shofner pilotierte den Boliden im Bereich "Bergwerk", als er die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und mit einem Kontrahenten in die Leitplanken einschlug. Glücklicherweise waren alle Beteiligten nach gründlicher, ärztlicher Untersuchung wohlauf.

Dramatik pur gab es auch beim Audi TT, in diesem Rennen pilotiert von Thomas Leyherr und Herbert von Danwitz. Nach einigen Änderungen am Fahrwerk waren die Fahrer schon im Training sehr zufrieden mit dem gutmütigen Fahrverhalten und freuten sich auf die Zeitenjagd in der Klasse VT3. Alles lief wie geplant, bis in Runde 12 das Auto völlig unverschuldet von einem übereifrigen Aston Martin bei Tempo 250 gerammt wurde.

Arg ramponiert schleppte Thomas den Audi an die Box und es benötigte eine längere Reparaturpause, bis die Crew das notdürftig reparierte Fahrzeug in die Schlussphase des Rennens entlassen konnte. "Ich hatte keine Möglichkeit noch mehr Platz zu machen und kann nur vom Glück sagen, dass niemand meine Bahn kreuzte, als ich quer über die Fahrbahn geschleudert bin. Trotzdem noch in Wertung anzukommen ist dann am Ende no ch versöhnlich," kommentierte Thomas Leyherr nach der Zieldurchfahrt.


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