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VLN - Notizen vom DMV 4-Stunden-Rennen

Eifelblitz, Frittenbude & Co.

Auch abseits des Renngeschehens gab es beim zweiten VLN-Lauf, dem 39. DMV 4-Stunden-Rennen, einiges zu berichten. Motosport-Magazin.com fasst zusammen.
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Motorsport-Magazin.com - Es war der große Aufreger des Rennens: Nach einem schweren Unfall musste der zweite Lauf der VLN, das 39. DMV Vier-Stunden-Rennen, für mehrere Stunden unterbrochen werden. Während der Zwangspause machten es sich die Mechaniker mit Klappstühlen in der Boxengasse gemütlich. Motorsport-Magazin.com nutzte die Zeit und schaute sich im Fahrerlager um.

Prominenter Gast am Ring: Wie schon beim 24-Stunden-Rennen 2012, als Thomas Gottschalk mit einer Corvette eine Runde über die Nordschleife drehte, war der TV-Moderator und Entertainer auch beim zweiten VLN-Lauf in der Eifel zu Gast. Glück schien Gottschalk allerdings nicht zu bringen. Nachdem der GT3 R bereits beim Qualifikationsrennen vor einer Woche verunfallt war, erwischte es nun auch den Cup-Porsche. "Auf uns kommt viel Arbeit zu. Beide Autos müssen nun neu aufgebaut werden", ließ das Team verlauten. "So ein Pech hatten wir noch nie. Vielen Dank für Eure tröstenden Worte."

Für eine große Schrecksekunde sorgte der schwere Unfall im Streckenabschnitt Pflanzgarten, der zu einer mehrstündigen Unterbrechnung führte. Die beiden beteiligten Fahrer, Steve Jans (GetSpeed Performance) und Constantin Kletzer (mathilda racing), sind allerdings wohlauf. Bei der medizinischen Nachuntersuchung im Medical Center bzw. Krankenhaus konnten keine Verletzungen festgestellt werden.

Am Freitag waren nicht nur die VLN-Fahrzeuge in der Boxengasse anzutreffen. Manthey Racing war am Vormittag mit den beiden Porsche 911 GT3 RSR aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft zum Roll-Out an der Strecke. Nach einer erfolgreichen Testfahrt ging es für die beiden Zuffenhausener allerdings schnell zur Werkstatt zurück, wo sich das Team bereits für die Abreise zum ersten Saisonlauf am kommenden Wochenende in Silverstone bereitmachte.

Seltenes Bild am Ring: Die WEC-Posche von Manthey - Foto: Sönke Brederlow

Das Ergebnis des VLN-Auftakt, der 60. ADAC Westfalenfahrt vor zwei Wochen, wurde korrigiert. Grund dafür ist eine Rote Flagge, die kurz vor Rennende an einem Streckenabschnitt vorübergehend gezeigt wurde und bei einigen Teilnehmern für Verwirrung sorgte. Die Sieger bleiben Marc Basseng, Frank Stippler und Laurens Vanthoor im Audi R8 LMS ultra von Phoenix Racing. Neue Zweite sind allerdings Uwe Alzen und Philipp Wlazik im BMW Z4 GT3.

Den vermutlich besten Arbeitsplatz des Wochenendes hat der beliebte "Fritten Walter" im Pflanzgarten - eine Anlaufstelle für alle hungrigen Nordschleifen-Fans. Neuerdings besitzt die begehrte Frittenbude sogar eine eigene Facebook-Seite.

Der beliebte "Eifelblitz" war zurück. Zwar handelte es sich nicht um den originalen BMW M3, aber immerhin um die blaue Lackierung des beliebten Eifelrenners am neuen BMW M235i Racing Max Partl und Jörg Weidinger. "Es ist quasi ein traditionelles Design im modernen Gewand", erklärte Fahrer Max Partl. Johannes Scheid, der von der neuen Beklebung nichts wusste, freute sich riesig: "Endlich gibt es wieder einen echten Eifelblitz!"

Der BMW M235i Racing im Eifelblitz-Design - Foto: Patrick Funk

Erstaunliche Leistung von Falken Motorsports. Trotz des schweren Unfalls am vergangenen Wochenende, als sich der Porsche mehrfach überschlagen hatte, war das Team beim zweiten VLN-Lauf wieder mit von der Partie - allerdings mit einem komplett neuen Porsche 911 GT3 R. Innerhalb weniger Tage holte sich die Mannschaft um Sven Schnabl in Weissach ein neues Fahrzeug, baute diesen auf Nordschleifenstand an und folierte ihn binnen weniger Stunden. Der Einsatz zahlte sich aus: Im Rennen erreichten Martin Ragginger und Alex Imperatori den dritten Rang.

Phoenix Racing übte am Freitag unter den strengen Augen von Phoenix-Team-Koordinator Bernhard Demmer fleißig Boxenstopps für die Rennen der Blancpain GT Serie. Neben den beiden Audi R8 LMS ultra für die VLN hatte das Meuspather Rennteam auch den Ingolstädter von Niki Mayr-Melnhof und Markus Winkelhock mit dabei. Die Blancpain Sprint Serie startet am kommenden Wochenende mit den Rennen im französischen Nogaro.

Phoenix Racing übte Boxenstopps für die Blancpain Sprint Series - Foto: Sönke Brederlow

Fans, Journalisten und Teammitglieder wunderten sich, als wenige Minuten nach dem zweiten VLN-Lauf am Samstag zahlreiche Startnummern im Fahrerlager durchgesagt und umgehend zur Rennleitung gebeten wurden. Wenig später wurde klar, dass Probleme bei der Kalibrierung des GPSAuge nach dem Neustart für das Durcheinander verantwortlich waren. Strafen wurden demnach keine ausgesprochen.

In einigen Klassen ist das Endergebnis allerdings noch nicht offiziell. In der Serienwagenklasse V6 gab es - wie schon beim Auftakt - erneute Unstimmigkeiten. Die VLN hat Protest gegen einen Reifenüberstand von Black Falcon eingelegt. Im Opel Astra OPC Cup gab es zudem einen Einspruch wegen einer Gelbphase. Betroffen ist das Siegerfahrzeug von Wolter/Fritzsche /Fritzsche (Lubner Motorsport). Eine Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet.

Im Rahmen des Qualifikationsrennens in der vergangenen Woche erlebten die Langstreckenfans mit dem Einsatz der Laserlicht-Technologie bei BMW eine Weltpremiere auf der Nordschleife. Beim zweiten VLN-Lauf wunderte sich so mancher, dass die BMW Z4 GT3 von Marc VDS und Schubert wieder mit der gewöhnlichen Lichtanlage unterwegs waren. Gerüchten zufolge verfügen die Münchener lediglich über acht Exemplare der neuen Scheinwerfer. Um diese für den Langstreckenklassiker im Juni zu schützen, wurden die Fahrzeuge für die VLN wieder zurückgerüstet.

Die BMW Z4 GT3 waren wieder mit gewöhnlichen Scheinwerfern am Start - Foto: Sönke Brederlow

Parallel zum 39. DMV 4-Stunden-Rennen zog es einige VLN-Teams ins sonnige Italien. In Monza fand am Wochenende der erste Lauf der Blancpain Endurance Series statt. Neben Black Falcon, die mit zwei Mercedes SLS in den Königlichen Park reisten, waren auch GT Corse, WRT und HTP Motorsport am Start.


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