VLN - Berg- und Talfahrt für Rent4Ring

Verschenkter Sieg für den Mazda

Rent4Ring erlebte beim zweiten VLN-Lauf eine Berg- und Talfahrt. Dem Mazda ging in Führung liegend das Benzin aus.

Motorsport-Magazin.com - Auch das zweite Rennen der laufenden VLN Langstreckenmeisterschaft startete am gestrigen Samstag Punkt 12:00 Uhr unter trockenen und sonnigen Konditionen. Nach einer turbulenten Nacht am Freitag, in der beim Rent4Ring Racing Mazda MX-5 ein technischer Defekt am Getriebe repariert wurde, konnten sich sowohl der Mazda als auch der BMW 125i in den Klassen V3 und VT2 erfolgreich etablieren.

Nach einem spektakulären Rennunfall zwischen dem Porsche #101 sowie dem VW Scirocco #505, der glücklicherweise keine größeren Verletzungen für alle Beteiligten nach sich trug, wurde das Rennen auf dem traditionsreichen Eifelkurs nach vier Runden für gut zwei Stunden unterbrochen. Der Streckenabschnitt und die Leitplanken im Bereich Pflanzengarten waren auf rund 80 Metern beschädigt und mussten vor dem Neustart instandgesetzt werden.

Um 14.30 Uhr ging es erneut in die Startaufstellung mit den Positionen der ersten gewerteten vier Rennrunden und die Fahrer machten sich um 16.30 zum Neustart bereit. Auch im zweiten VLN-Lauf konnten die Rennautos von Rent4Ring Racing wieder solide Ergebnisse verbuchen.

Nachdem ich den Start übernommen hatten, konnte ich leider unsere zweite Startposition nicht verteidigen.
Anthony Toll

Nach einer Schrecksekunde im freien Training am Freitag und einem resultierenden technischen Defekt stand am Freitag Abend noch nicht fest, ob der Mazda MX-5 einsatzfähig sei. Doch nach einem guten Teameinsatz konnte "Vreni" am Samstagmorgen zurück ins Fahrerlager gebracht werden. Nach einem hervorragenden Ergebnis im Qualifying mit Platz zwei, war das Glück leider nicht auf der Seite des roten Rennmazda. Bereits zum Rennbeginn hatte Anthony Toll einen Fahrfehler im Abschnitt Brünnchen mit leichtem Leitplankenkontakt, sodass er das Auto parken musste. Doch dank der roten Flagge und dem Neustart, konnte das Auto mit Fahrer Dale Lomas auch beim Re-start teilnehmen.

Unter der Führung von Dale konnte das Mazda-Team immer näher an die Spitze fahren, bis sie schließlich zum Rennende auf einem starken zweiten Platz lagen. Dann geschah das Unmögliche: In der letzten Runde attackierte Dale und schaffte es, die Führung zu übernehmen, doch auf den letzten Streckenmetern ging dem Engländer der Sprit aus. Doch auch wenn dem Team ein weiterer V3-Klassensieg versagt blieb, es bleibt unumstritten, wie konkurrenzstark der Mazda MX-5 nach wie vor ist.

Anthony Toll, Deutschland: "Nachdem ich den Start übernommen hatten, konnte ich leider unsere zweite Startposition nicht verteidigen. Ich wollte mehr pushen doch dann machte ich einen Fehler im Brünnchen und verlor Kontrolle über das Auto. Zum Glück war der Wagen nicht zur sehr beschädigt, sodass wir am zweiten Start teilnehmen konnten. Dales Aufholjagd war wirklich klasse, doch dann den Sieg auf den letzten Metern aus den Händen zu geben, ist einfach tragisch. Aber wir haben wieder gezeigt, dass wir ein absolut siegstarkes Auto haben."

Der BMW 125i wurde Dritter - Foto: Patrick Funk

Wie schon der Mazda MX-5, qualifizierte sich der BMW 125i ebenso auf dem zweiten Startplatz in der Klasse VT2. Nach einem sensationellen Start von Fredy, konnte der junge Schweizer bereits in der ersten Runde die Führung der Klasse übernehmen. Jedoch führten einige Doppel-Gelb-Phasen dazu, dass zwei Konkurrenten auf der Geraden an dem 125i vorbeiziehen konnten. Nach dem Neustart ging es für Maxim Taylor auf die Nordschleife, die der Engländer schon seit mehr als 20 Jahren gut kennt. Nach einem kurzen Splash-and-Dash Boxenstopp, bei dem Sprit für die letzten Runden aufgetankt wurde, überquerte Maxim in seinem ersten VLN-Rennen die Ziellinie an dritter Position.

Maxim Taylor, England: "Bei meinem ersten VLN Rennen war ich sehr nervös, aber umso schöner ist es, den Auftakt mit einem Podiumsplatz zu krönen. Wir hatten heute konstant gute Pace und nach dem Neustart konnten wir den dritten Platz weiterhin verteidigen und ins Ziel bringen. Die letzten Runden waren anstrengend, aber es hat mir sehr viel Spass gemacht und es war toll, in der VLN mit Rent4Ring Racing an den Start zu gehen."


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