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VLN - Phoenix Racing triumphiert beim Auftakt

Perfektes Eifelwetter

Phoenix Racing hat den ersten Lauf der VLN, die 60. ADAC Westfalenfahrt, gewonnen. Marc Basseng, Laurens Vanthoor und Frank Stippler siegten vor Black Falcon.
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Motorsport-Magazin.com - Marc Basseng, Laurens Vanthoor und Frank Stippler haben den ersten Lauf der VLN, die 60. ADAC Westfalenfahrt, gewonnen. Das Trio im Audi R8 LMS ultra von Phoenix Racing triumphierte nach vier Stunden vor Andreas Simonsen, Jeroen Bleekemolen und Lance David Arnold im Mercedes SLS von Black Falcon. Jens Klingmann, Dominik Baumann und Martin Tomczyk, die in einem BMW Z4 GT3 von Schubert an den Start gingen, komplettierten das Podest.

Der Start des Rennens, der nach einem schweren Unfall im Zeittraining um eine Stunde verschoben wurde, verlief ohne Probleme. Frank Stippler verteidigte seine Pole-Position und übernahm in Führung. Dahinter ließ sich Lance David Arnold im Black-Falcon-SLS jedoch überrumpeln: Noch auf dem Weg zur ersten Kurve zogen Jörg Müller (Marc VDS) und Uwe Alzen am Mercedes-Piloten vorbei. Der Ford GT von Jürgen Alzen hatte sich auf die fünfte Position nach vorne gearbeitet. Nach der ersten Rennrunde zeigte sich das Bild an der Spitze nur wenig verändert. Stippler führte das Feld mit 0.528 Sekunden vor Uwe Alzen an, der im ersten Umlauf am BMW Z4 GT3 von Jörg Müller vorbeigegangen war.

Rowe Racing hatte beim Auftakt viel Pech - Foto: Patrick Funk

Frikadelli Racing hatte weiterhin Pech. Nachdem die Mannschaft um Klaus Abbelen bereits im Qualifying nur auf der 22. Gesamtposition landete, lief es auch im Rennen nicht besser. Zwar arbeitete sich Startfahrer Patrick Huismann im Verlauf der ersten Runden bis auf die zehnte Position nach vorne, nach der dritten Rennrunde steuerte der Niederländer allerdings die Box an: Der Scheinwerfer vorne links wurde repariert, Huisman blieb im Auto.

An der Spitze des Feldes drehte Frank Stippler unterdessen eine schnelle Runde nach der anderen. Erst der anschließende Boxenstopp, bei dem Laurens Vanthoor das Steuer übernahm, rüttelte erstmals an der Dominanz der Audi-Piloten. Philipp Wlazik, der den BMW eine Runde zuvor von Uwe Alzen übernommen hatte, führte das Feld nach den ersten Stopps an. Bei der Konkurrenz lief es hingegen nicht so glatt: Zunächst bekamen Jörg Müller und Marco Wittmann eine Stop-and-Go-Strafe aufgebrummt, nachdem die Mannschaft einen zu kurzen Boxenstopp durchgeführt hatte, wenig später verlor das Duo durch einen Reifenschaden weitere Positionen und rutschte auf den neunten Rang zurück. Für den Falken-Porsche war das Rennen nach einem Unfall im Bereich Brünnchen sogar beendet. Michael Christensen verlor den türkis-blauen Zuffenhausener auf einer Ölspur.

Rowe Racing im Pech

In der zehnten Rennrunde wendete sich das Blatt wieder. Laurens Vanthoor (Phoenix Racing) schnappte die Führung von Philipp Wlazik zurück. Für den Haribo-Porsche von Siedler, Stursberg und Riegel endete der VLN-Auftakt wenig später nach einem Unfall im Bereich Hedwigshöhe. Frikadelli Racing stellte den Porsche nach einem Reifenschaden hinten rechts ebenfalls ab. Enttäuschend war die 60. ADAC Westfalenfahrt auch für Rowe Racing, die nach dem schweren Unfall bei den Test- und Einstellfahrten in der vergangenen Woche nur einen Flügeltürer auf die Nordschleife schickten. Nach rund 2,5 Stunden mussten Maro Engel, Thomas Jäger und Michael Zehe mit einem Reifenschaden die Box ansteuern und verloren viel Zeit. Doch damit nicht genug: Nur 20 Minuten später schlich der SLS erneut mit einem Plattfuß an die Box. Ein Defekt sorgte anschließend sogar für den endgültigen Ausfall.

Uwe Alzen scheiterte kurz vor Ende an einem Reifenschaden - Foto: Patrick Funk

Phoenix Racing machte an der Spitze derweil weiter ernst. Mit schnellen Rundenzeiten setzte sich Laurens Vanthoor sukzessive vom Alzen-Z4 ab. Dabei hatten die Audianer aber auch viel Glück: Beim Überrunden touchierte der R8 einen langsameren Clio. Während die Renault-Piloten ihr Rennen beenden mussten, blieb der Zwischenfall für den Phoenix-Boliden ohne Folgen. Für einen anderen Audi R8 war der Auftakt hingegen vorzeitig beendet: Der Ingolstädter der Busch-Brüder wurde rückwärts in die Box geschoben.

Rund 30 Minuten vor dem Ende auch der Schock für Uwe Alzen: Auf Position zwei liegend ereilte den BMW Z4 GT3 ein Reifenschaden. Nutznießer waren Andreas Simonsen, Jeroen Bleekemolen und Lance David Arnold, die im Black-Falcon-SLS auf die zweite Gesamtposition nach vorne rutschten. Phoenix Racing ließ in den letzten Minuten des Rennens nichts mehr anbrennen. Marc Basseng, Laurens Vanthoor und Frank Stippler triumphierten beim Saisonauftakt der VLN, der 60. ADAC Westfalenfahrt.

Einstand nach Maß

Hinter dem Spitzentrio fuhren die beiden BMW Z4 GT3 des BMW Sports Trophy Team Marc VDS auf die Plätze vier und fünf. Jürgen Alzen und Dominik Schwager wurden im Ford GT Sechste vor den beiden Aston-Martin-Debütanten Stuart Leonard und Paul Wilson, die den Vantage V12 GT3 auf dem siebten Platz ins Ziel brachten. Den schnellsten SP7-Porsche pilotierten Georg Weiss, Oliver Kainz, Michael Jacobs und Jochen Krumbach für das Wochenspiegel Team Manthey auf Position acht.

Es war für uns wichtig, unsere gute Form aus dem Vorjahr zu konservieren und über den Winter zu retten
Marc Basseng

"Das war ein Einstand nach Maß", jubelte sich Basseng, der bereits seinen 26. Gesamtsieg in der VLN feierte. Damit rückt er auf die zweite Position der Siegesstatistik vor. Auf Jürgen Alzen, Olaf Manthey und den bereits verstorbenen Ulli Richter fehlen Basseng noch zwei Erfolge, um mit 28 Siegen gleichzuziehen. "Es war für uns wichtig, unsere gute Form aus dem Vorjahr zu konservieren und über den Winter zu retten", so Basseng. "So führen wir voller Selbstvertrauen die Vorbereitungen für das ADAC Zurich 24h-Rennen im Juni diesen Jahres fort."

"Unsere Pace ist noch nicht da, wo wir hinwollen", gab sich Lance David Arnold trotz des zweiten Platzes selbstkritisch. "Aber wir haben heute im Rennen viele Ideen gesammelt, was wir am Fahrzeug verbessern können, um mit den anderen mitzuhalten. Dass wir das Rennen auf dem Podium beendet haben, ist für uns Fahrer von großer Bedeutung, denn man muss sich immer wieder neu auf die Nordschleife einschießen. Das Ergebnis motiviert uns zusätzlich."

Dominik Baumann, der das Podest komplettierte, war mit dem Saisonauftakt zufrieden. "Platz drei fühlt sich gut an - das zeigt, dass Fahrer und Team einen guten Job gemacht haben", grinste der BMW-Pilot. "Nach der langen Winterpause war es für uns wichtig, die gesamten Abläufe wieder einzuspielen und zu automatisieren."

In zwei Wochen, am 12. April 2014, steht mit dem 39. DMV 4-Stunden-Rennen bereits der zweite Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Programm.


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