VLN - Vize-Meisterschaft für Kainz, Jacobs und Weiss

5. Klassensieg für Wochenspiegel-Porsche

Für Manthey Racing endete die VLN-Saison 2013 mit der Vize-Meisterschaft. Doch das Finale lief nicht überall nach Plan...

Motorsport-Magazin.com - Im neunten und letzten Lauf der diesjährigen VLN Langstreckenmeisterschaft sicherte sich das Wochenspiegel Team Manthey mit einem erneuten Klassensieg die Vize-Meisterschaft 2013! Der gelbgrüne GT3 RSR verunfallte bereits im zweiten Umlauf auf der Nordschleife. Mit ihrem Sieg bei den VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum gelang Georg Weiss, Oliver Kainz und Michael Jacobs im Wochenspiegel-Porsche zum fünften Mal im neunten Rennen der Sprung ganz oben auf das SP7-Podest und damit letztendlich Rang zwei in der Meisterschaft. Bei einem der spannendsten Meisterschaftskämpfe in der VLN fehlten Weiss, Jacobs und Kainz letztendlich nur 1,37 Punkte zum Titelgewinn.

Natürlich wäre es klasse gewesen, den Titel zu holen, zumal mit einem der sogenannten großen Autos
Georg Weiss

"Natürlich wäre es klasse gewesen, den Titel zu holen, zumal mit einem der sogenannten großen Autos", hielt Weiss fest. "Andererseits - wenn uns nach der verkorksten letztjährigen Saison jemand zum Saisonstart heuer prognostiziert hätte, dass wir um den Titel mitfahren, hätte es keiner von uns geglaubt!" Auch bei Kainz hielt sich die Enttäuschung in Grenzen: "Das war ein gutes Rennen! Unsere Taktik ist aufgegangen und wir hatten viel Spaß, auch wenn die Streckenverhältnisse überaus tricky waren! In Summe war es eine tolle Saison, die uns und dem Wochenspiegel-Porsche viele neue Sympathien eingebracht hat."

Für Jacobs bot die Saison neben den Rennerfolgen noch ganz andere Highlights: "Viel Spaß haben und viel Zeit mit guten Freunden verbringen – das ist mir ganz wichtig! Dass wir nebenbei noch in der Meisterschaft eine Rolle gespielt haben, ist schön, für mich aber nicht so relevant, wie in einem vertrauten Umfeld mit Menschen zusammen zu sein, die ich mag und schätze." Olaf Manthey sparte ebenfalls nicht mit Lob: "Auch, wenn es ganz knapp für die Titel nicht gereicht hat, so war dies heute die beste Saisonleistung des Fahrertrios! Es freut mich für diese drei Jungs immer ganz besonders, wenn sie den Helm abziehen und ich ein breites Grinsen auf dem erschöpften Gesichtern ausmache!"

Tandy früh verunfallt

Für den gelbgrünen 911 GT3 RSR aus Meuspath endete das Rennen schon wenige Minuten nach dem Start, als Porsche-Werkspilot Nick Tandy auf einer Ölspur im Streckenabschnitt Kesselchen abflog. Der Porsche wurde beim Einschlag an Front und Heck derart stark beschädigt, dass der Startfahrer den Elfer wenig später endgültig abstellen musste. "Es tut mir wahnsinnig leid", sagte ein sichtlich enttäuschter Tandy, nachdem er unverletzt die Manthey-Box erreicht hatte. "Ich hatte mich so auf dieses Rennen gefreut und es lief alles auch ganz nach Plan, als mir auf Platz zwei liegend das Heck auf dem Öl wegrutschte. Ich war im fünften Gang unterwegs und hatte keine Chance den Wagen abzufangen."

Ich hatte mich so auf dieses Rennen gefreut und es lief alles auch ganz nach Plan, als mir auf Platz zwei liegend das Heck auf dem Öl wegrutschte.
Nick Tandy

Während das Gros des Feldes nach Niederschlag im Qualifying auf Regenreifen ins Rennen ging, schickte Olaf Manthey den Porsche mit der Startnummer 145 auf Intermediates los. Eine richtige Entscheidung, wie Tandy schon auf den ersten vier GP-Kilometern deutlich machte, als Tandy gleich vier Wettbewerber überholen konnte. "Die gesamte Saison war für uns mit Blick auf den Dicken 2 unbefriedigend", resümierte der Teamchef offen nach dem Rennen. "Drei Gesamtsiege hätten es werden können."

Nach dem fünften Gesamtrang des Wochenspiegel-Porsche war es der 911 GT3 Cup S von Marco Schelp und Michael Tischner, der mit einem hervorragenden zwölften Gesamtrang die 2013er Saison abschließen konnte. Nachdem das Duo neu formiert erst beim letzten VLN-Lauf gemeinsam durch die Grüne Hölle preschte, verlief auch der zweite Einsatz der beiden Hobbyracer erfolgreich. "Ich habe den Start verwachst", hielt Schelp fest, "konnte dann aber in den folgenden Runden wieder deutlich Boden gut machen und hatte eine Menge Spaß hinter´m Lenkrad." Von Platz 22 aus ins Rennen gestartet, machten Schelp und Tischner somit zehn Platzierungen bis zur Zielquerung gut.

Als ganz neu formiertes Fahrerduo gingen Otto Klohs und Alex Riberas ins Rennen! Nach dem erfolgreichen Einsatz von Connor de Phillippi im achten Lauf, hatte sich Klohs erfolgreich um den Einsatz eines weiteren Porsche-Werksjuniors auf seinem 911er im Rahmen der VLN bemüht. Bei seiner ersten Fahrt auf einem 911 GT3 R zeigte Riberas sein ganzes Talent, obwohl er erst zum zweiten Mal überhaupt an einem Rennen zur Deutschen Langstreckenmeisterschaft teilnahm. "Die Nordschleife ist eine riesige Herausforderung für einen Fahrer", stellte der junge Spanier fest, "doch auch der Spaßfaktor ist hier sehr hoch!" Ein dreizehnter Gesamtplatz stand am Ende des Rennens für das Premierenduo, bei dem Klohs nur eine einzige Runde ohne gelbes Flaggensignal erwischte.

Aufgrund von Terminkollisionen der Leitfahrer war der erfolgreiche Cup- als auch der Pinta-Porsche zum Saisonabschluss nicht am Start. Die VLN-Jahressiegerehrung findet am 23. November am Nürburgring statt. Danach ist die Breitensportserie vom 30. November bis 8. Dezember auf der Essen Motor Show vertreten. In die neue Saison startet die Langstreckenmeisterschaft am 29. März 2014.


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