VLN - Frikadelli Racing erneut auf dem Treppchen

Zweiter Gesamtrang in letzter Minute

Strahlende Gesichter bei Frikadelli Racing: Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Patrick Huisman fuhren beim siebten VLN-Lauf auf den zweiten Gesamtrang.

Motorsport-Magazin.com - Strahlende Gesichter bei strahlendem Wetter gab es beim letzten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft bei dem Frikadelli Racing Team aus Barweiler. Mit einem zweiten Gesamtrang stand die private Porsche-Truppe erneut auf dem Podest.

Für das eingespielte Trio bestehend aus Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Patrick Huisman war klar, dass man nach dem Pech im letzten Rennen wieder ganz vorne mitmischen kann. Die Vorzeichen hierzu standen gut, denn zumindest das Wetter sollte dem Vorhaben diesmal nicht im Weg stehen. Bei strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen konnte das Zeittraining nicht besser beginnen.

Das Trio war am Limit unterwegs - Foto: Patrick Funk

Frikadelli typisch wurde die finale Attacke auf die Zeitenjagd wieder bis zum Ende hinausgezögert. Patrick ging wieder ganz am Ende auf eine schnelle Runde und bog auf die Nordschleife ein, als die meisten Piloten ihre Rennautos schon wieder abgestellt hatten. Auf der nun fast freien Strecke konnte der Niederländer richtig aufdrehen und mit einer 8:04.795 Minuten eine richtig schnelle Runde in den Eifelkurs meißeln. Mit einem guten dritten Startplatz konnte das Rennen eigentlich entspannt beginnen.

Der Start hatte es aber bereits in sich. Startfahrer Patrick machte direkt Druck auf die beiden Führenden und kassierte den Zweitplatzierten schon bevor das Rudel auf die Nordschleife einbog. Hier auf der alten Eifelstrecke rund um die Nürburg rang er auch den Erstplatzierten nieder und sollte die erkämpfte Führung lange nicht mehr abgeben. Das Führungsquartett lieferte ein infernales Windschattenduell ab, aber die Frikadelle war nicht zu überholen. In Führung liegend übergab Huisman das Auto an Sabine, die sich über ihren kompletten Stint hinweg ein beinhartes Duell mit dem belgischen BMW von Marc VDS lieferte, der am Rennende verdient den Gesamtsieg holen sollte.

Als dritter Pilot griff ab Runde 18 "Frikadelli" persönlich ins Lenkrad. Bereits in seinem letzten Rennen war Klaus deutlich schneller auf dem Zuffenhausener geworden, diesmal wollte er es noch besser machen. Der Teamchef hielt Wort und pilotierte die schnellste Frikadelle der Welt weiterhin auf Podiumskurs bis zu seiner Übergabe auf Patrick Huisman, der den Schlussturn fahren sollte. Bei diesem Stopp büßte die Mannschaft eine Platzierung ein, wodurch der Porsche hinter dem Audi R8 der Busch-Zwillinge auf die Strecke einbiegen musste. Für die letzten Runden entbrannte somit ein erneuter Zweikampf zwischen den Rivalen, der das Frikadelli-Team wahrlich Nerven kostete.

Wie entfesselt jagten die beiden Kontrahenten hintereinander her, ohne dass die Frikadelle einen wirklichen Vorteil erlangen konnte. Erst in der allerletzten Runde konnte der fliegende Holländer den erlösenden Funkspruch im Bereich Schwalbenschwanz absetzen: "Ich habe ihn, wir sind P2!". Nun ließ Patrick nichts mehr anbrennen und re ttete den zweiten Platz ins Ziel. Wie es sich für die Porsche-Mannschaft gehört, wurde der zweite Platz entsprechend gefeiert, was zu später Stunde angeblich noch vom VLN-Streckensprecher persönlich kommentiert wurde.


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