VLN - Aston-Martin-Teams trotzen dem Eifelwetter

Regen, Unfall und Pech

Die Aston-Martin-Teams trotzen dem Eifelwetter beim sechsten Lauf der VLN. Doch es lief nicht überall glatt. Unfälle und der Regen störten das Rennen der Teams.

Motorsport-Magazin.com - Im Motorsport liegen Sieg und Niederlage häufig nahe beieinander. Den ersten Rückschlag in seiner noch jungen Motorsportkarriere musste beim sechsten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring der Australier Liam Talbot hinnehmen. Zusammen mit Egon Allgäuer und Wolfgang Schuhbauer, Direktor des Aston Martin Test Centres am Nürburgring, pilotierte Talbot beim Rennen über die Distanz von vier Stunden einen Vantage V12 in der Klasse der VLN-Specials bis 6.200 ccm Hubraum. Nach einer starken Aufholjagd in der Anfangsphase des Rennens verlor er die Kontrolle über den britischen Supersportler und schlug in die Streckenbegrenzung ein – das vorzeitige Aus für das Trio.

Beim Überrunden habe ich am großen Sprunghügel im Pflanzgarten den Curb innen berührt und dann den Wagen verloren
Liam Talbot

"Beim Überrunden habe ich am großen Sprunghügel im Pflanzgarten den Curb innen berührt und dann den Wagen verloren", gab Talbot sichtlich geknickt zu. Mentor Schuhbauer fand trotz des Zwischenfalls lobende Worte: "Liam ist bis zu diesem Zeitpunkt bei schwierigen Bedingungen einen sehr guten Stint gefahren, bei dem er sich von Position zehn in der Klasse bis auf Platz zwei nach vorne gearbeitet hat. Dass wir dieses Ergebnis nicht nach hause fahren konnten ist zwar sehr schade, aber das gehört im Motorsport nun einmal dazu. Liam muss das jetzt abhaken und nach vorne blicken."

Auch Allgäuer machte seinem Teamgefährten keinen Vorwurf. "Wenn man sich ständig am Limit bewegt, ist man auch mal darüber", sagte er. Allgäuer blickt auf einen großen Erfahrungsschatz im Motorsport zurück. Zu den größten Erfolgen des Markenbotschafters des Schweizer Tabakherstellers Villiger zählt der Titel in der Truck Racing Europameisterschaft 2002. "Egal ob im Rennkart, im Sportwagen oder im Renntruck – ich versuche immer das Bestmögliche herauszuholen und will immer Höchstleistungen bringen", sagt der Österreicher. "Der Aston Martin Vantage ist mit seinem großvolumigen V12 Motor ein fantastisches Rennfahrzeug und bringt über das volle Drehzahlband Leistung. Zudem hat man mit der britischen Traditionsmarke ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Ein Aston Martin ist immer etwas Besonderes."

Neben der Speerspitze des Aston Martin Test Centres waren beim 36. RCM DMV Grenzlandrennen auch eine Reihe von Kundenfahrzeugen in der GT4-Klasse am Start. Bei sprichwörtlich typischem Eifelwetter mit ständig verändernden Witterungsbedingungen lieferte das Team Mathol Racing e.V. die beste Leistung ab. Wolfgang Weber, Norbert Bermes und Rickard Nilsson belegten am Ende Rang zwei und einen guten 21. Platz im Gesamtklassement.

Der Abbruch war vollkommen gerechtfertigt. Die Sicherheit der Teilnehmer geht in jedem Fall vor
Wolfgang Schuhbauer

Aufgrund einer mutigen Strategie und einem frühen Wechsel auf Regenreifen in der Schlussphase wäre der Klassensieg in greifbarer Nähe gewesen. Die Rennleitung entschied sich allerdings wenige Minuten vor dem Ablauf der Distanz bei einsetzendem Starkregen das Rennen aus Sicherheitsgründen mit der Roten Flagge abzubrechen. "Schade für die Mathol-Mannschaft", sagte Schuhbauer. "Aber der Abbruch war vollkommen gerechtfertigt. Die Sicherheit der Teilnehmer geht in jedem Fall vor."

Hinter den Zweitplatzierten komplettierten drei weitere Vantage die Positionen drei bis fünf. Kim Hauschild, Michael Pflüger und Ralf Oeverhaus vom Team HRT-Performance wurden vor Oliver Louisoder, Mario Hirsch, Norbert Bermes und Hendrik Still abgewinkt, die für das Hemopharm racing Team Bratke am Start waren. Platz fünf ging schließlich an Dmitriy Lukovnikov, Matthew Di Leo und Hans Robert Holzer.


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