VLN - RPR Racing mit Schutzengel an Bord

Hätte schlimmer ausgehen können

Für RPR Racing endete das 6-Stunden-Rennen der VLN beinahe in einem Horrorunfall. Sowohl am Porsche Cayman als auch am Renault Clio gab es Defekte.

Motorsport-Magazin.com - "Das hätte auch ganz anders ausgehen können", Carsten Ohlinger stand nach dem 6-Stunden-Rennen noch der Schrecken im Gesicht. Der Teamchef von RPR-Racing hatte kurz zuvor von seinem Fahrer Siegfried Venema einen nicht alltäglichen Defekt geschildert bekommen. Nur mit viel Glück und Geschick blieb der Porsche Cayman S im Rennen. Und auch der Renault Clio von RPR Racing blieb nicht ohne Probleme im Highlight-Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft.

Ich bin im Pflanzgarten auf die große Sprungkuppe zugefahren, als mir plötzlich ein Hinterreifen wegklappt
Siegfried Venema

"Ich bin im Pflanzgarten auf die große Sprungkuppe zugefahren, als mir plötzlich ein Hinterreifen wegklappt", die Schilderung von Pilot Venema sind so ziemlich der Alptraum eines jeden Piloten. Kurz bevor das Fahrzeug normalerweise kontrolliert abhebt, war an dem Porsche Cayman von RPR Racing eine Felge komplett weggebrochen. Eine erste Fehleranalyse zeigt kleine Blasen im Aluminium, weshalb das Rad den hohen Belastungen auf der Nordschleife nicht gewachsen war. "Darüber werden wir mit dem Hersteller noch reden müssen", kommentierte Teamchef Ohlinger, der froh war, dass das Auto direkt danach keinen schlimmen Unfall erlebte.

Venema, dessen Spitzname nicht unbegründet "Sorglos" heißt, schaffte es, das Auto abzufangen und nur leicht die Leitplanke zu berühren. Nach einem kurzen Funkspruch an die Box, machte sich die Mannschaft mit neuer Felge auf den Weg. Kurz darauf konnte der Cayman die Box ansteuern, dort überprüft und nach kleinen Reparaturen wieder auf die Reise geschickt werden. "Natürlich hat uns der Zwischenfall Zeit gekostet, besonders weil wir erst viel später realisiert hatten, dass wir den Cayman wieder reparieren können. Aber ich bin trotzdem mit dem Ergebnis sehr zufrieden", sagte Ohlinger.

Mit 9:15.800 Minuten war sein Porsche das zweitschnellste Auto in der Klasse SP6. "Zum Unfallzeitpunkt waren wir nach einem durchwachsenen Qualifing bereits auf Platz 2 mit Sichtkontakt zum Führenden in der Klasse. Ohne den Felgenbruch wäre ein Platz in den Top 3 sicher möglich gewesen." So musste sich die Mannschaft mit Rang 5 begnügen. Doch die vier Piloten Thorsen Einar, Meyrick Cox, Siegfried Venema und Carsten Ohlinger, der als Teamchef auch noch beide Autos pilotierte, feierten trotzdem ausgelassen, hatten sie doch den Beweis, dass ihr Schutzengel ordentliche Dienste leistete.

Am Clio brachen drei Radbolzen - Foto: Hardy Elis

Denn eben diesen Schutzengel benötigten auch Mikjel Svae, Danny Brink und die beiden Doppelstarter Carsten Ohlinger und Meyrick Cox im "Hungry Hornet" benannten Renault Clio III RS. Mitten im Rennen brachen am vorderen rechten Rad gleich drei Radbolzen. "Das Ganze hat uns rund 40 Minuten Reparaturzeit eingebracht", erklärte Ohlinger. Entsprechend 4 Runden Rückstand standen nach Ablauf der Zeit auf der Ergebnisliste.

"Die Jungs konnten den Abstand noch um 2 Runden verkürzen, was vor allem Danny Brink und Michael Svae zu verdanken war, die Beide auf Slicks im Regen draußen blieben und trotzdem ordentliche Rundenzeiten ablieferten und wir so 2 zusätzliche Boxenstopps sparen konnten." Dennoch reichte es zum dritten Rang in der Klasse V3. Mit den Rundenzeiten und der Performance des Clio war das Team sehr zufrieden.

"Beim nächsten Mal holen wir uns aber den Pott", meinte dann auch Carsten Ohlinger mit Blick auf den nächsten Lauf am 14. September. Dabei ist es dem Teamchef egal, ob nun der Clio oder der Porsche seine Klasse gewinnt. Wenn er es sich aussuchen dürfte, wären es sogar beide.


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