VLN - Vorzeitiges Aus für Frikadelli Racing

Schwarzes Wochenende in der VLN

Für Frikadelli Racing nahm der dritte Lauf der VLN ein vorzeitiges Ende. Zwei Reifenschäden machten alle Sieghoffnungen des Rennteams zunichte.

Motorsport-Magazin.com - Am 22.06.2013 startete der vierte VLN Lauf zur 44. Adenauer ADAC Simfy Trophy am Nürburgring. Das Rennen war der erste Lauf nach dem 24-Stunden-Rennen und konnte mit einem stolzen Starterfeld von 186 Fahrzeugen aufwarten. Wieder mit dabei war natürlich auch das Frikadelli-Racing Team. War das Privatteam aus dem benachbarten Barweiler noch im letzten Rennen durch einen technischen Defekt gebremst worden, wollten die Fahrer Klaus Abbelen, Sabine Schmitz und Patrick Huisman diesmal wieder voll angreifen und ganz nach vorne fahren.

Zu Beginn hielt Huismann den Anschluss zur Spitze - Foto: Patrick Funk

Schon im Training schien alles möglich: mit einer 8:06.632 Minuten fuhr Patrick die beste bisher erreichte Zeit für das Porsche-Team und setzte die schnellste Frikadelle der Welt somit auf einen hervorragenden dritten Startplatz. Der Niederländer war auch für den Start zuständig und konnte von Beginn an die Pace der schnellen Konkurrenten mitgehen. Die Spitzengruppe, bestehend aus einem Audi R8 und zwei Porsche, setzte sich schon in den ersten zwei Runden deutlich vom Rest des Feldes ab und fuhr mit extrem niedrigen Rundenzeiten ein atemberaubend schnelles Rennen.

Doch bereits in der dritten Runde musste das Frikadelli-Racing Team seine Jagd auf den obersten Podestplatz jäh unterbrechen: Ein unverschuldeter Reifenschaden zwang zu einem ungeplanten Aufenthalt in der Box und warf den Porsche auf den 21. Platz zurück. Da der Reifenschaden relativ am Ende einer Runde auftrat, wäre der Verlust aber verschmerzbar gewesen und hätte durch eine geänderte Strategie weitestgehend kompensiert werden können.

Doch alle Anstrengungen blieben erfolglos, denn schon zwei Runden später funkte Huisman ein weiteres Mal an die Box. Ein erneuter Reifenschaden mit Fremdeinwirkung machte die Aufholjagd zunichte und Patrick war gezwungen, dass Auto auf der Nordschleife abzustellen, um schwere Folgeschäden zu vermeiden.

Das Rennen wurde allerdings auch von den anderen Teams nicht mehr zu Ende gefahren. Um kurz nach 14:00 Uhr wurde das Rennen mit der roten Fahne abgebrochen und nicht mehr neu gestartet. Zu dem Abbruch führte der Tod von Wolf Silvester - zweifacher VLN Meister. Das komplette Frikadelli-Racing Team trauert um den Verlust des Fahrerkollegen und spricht seiner Familie und Hinterbliebenen seine aufrichtige Anteilnahme aus.


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