VLN - Phoenix Racing gewinnt Abbruch-Rennen

Todesfall überschattet Rennen

Phoenix Racing hat den dritten Lauf der VLN auf dem Nürburgring gewonnen. Ein tragischer Todesfall überschattete das Rennen.
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Motorsport-Magazin.com - Johannes und Ferdinand Stuck sowie Frank Stippler haben den dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft, die 44. Adenauer Simfy Trophy, gewonnen. Das Trio im Audi R8 LMS ultra von Phoenix Racing setzte sich gegen den Falken-Porsche von Martin Ragginger und Sebastian Asch sowie den zweiten Phoenix-R8 von Primat/Haase durch. Nach 2,5 von vier Stunden musste das Rennen nach einem tragischen Todesfall von Wolf Silvester abgebrochen werden.

Beim Start des Rennens änderte sich an den Positionen aus dem Qualifying zunächst nichts. Polesitter Norbert Siedler bog als Führender auf die Nordschleife ein, dahinter belegte Frank Stippler vor dem Frikadelli-Porsche und dem Rowe-SLS die zweite Position. Auch leicht einsetzender Regen zu Beginn des Rennens konnte die Top-Teams nicht beunruhigen und die Positionen nicht durcheinander würfeln. Erst in der zweiten Rennrunde gelang Stippler auf dem Grand-Prix-Kurs ein Überholmanöver, das den Audi R8 zunächst in Führung brachte. Doch Norbert Siedler übte weiter Druck aus und schnappte sich nur eine Runde später die Spitzenposition zurück.

Viele Reifenschäden zu Beginn

Frikadelli verlor nach Reifenschäden den Anschluss - Foto: Patrick Funk

Für den drittplatzierten Frikadelli-Porsche lief es unterdessen nicht nach Plan. Ein Reifenschaden vorne links zwang die schnellste Frikadelle der Welt zu einem frühzeitigen Stopp. Und auch Nico Bastian, der den Rowe-SLS auf dem vierten Rang pilotierte, musste nach einem Plattfuß seine Mannschaft aufsuchen. Besser lief es auch für Timbuli-Racing nicht: sowohl der führende Porsche als auch das Schwesterfahrzeug steuerten zeitgleich die Box an. Auch hier zwangen Reifenschaden das Team zu ein vorzeitigen Halt. Für den Dörr-McLaren war das Rennen nach einem Defekt beendet.

Bei Audi lief alles nach Plan. Sowohl der Stopp beim führenden Stuck-R8 als auch beim inzwischen zweitplatzierten Audi R8 von Christopher Haase und Harold Primat ging ohne Probleme über die Bühne und bescherte den Ingolstädter damit nach rund einer Stunde weiterhin eine Doppel-Führung. Auf Rang drei lag derweil der Falken-Porsche mit Martin Ragginer und Sebastian Asch. Für Frikadelli Racing war die Hoffnung auf ein Top-Resultat nach einem weiteren Reifenschaden zunichte.

Stärker einsetzender Regen erschwerte nach rund 1,5 Stunden schließlich die Arbeit der Piloten. Während Haase/Primat bis auf die vierte Position zurückfielen, sorgten die schweren Bedingungen für zahlreiche Unfälle auf der Nordschleife. In Schleichfahrt drehten die Teilnehmer auf dem GP-Kurs ihre Runden, für einen Wechsel auf Regenreifen schienen die Bedingungen auf der Nordschleife allerdings noch zu gut. Prominentestes Opfer war der BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport, der im Bereich Quiddelbacher Höhe mit einem Toyota GT86 kollidierte. Der zweite Z4 GT3 im Feld, der BMW von Uwe Alzen, bekam wegen Überholens unter Geld unterdessen eine Rennrunde abzogen.

Tragisches Rennende

Nach rund 2,5 Stunden wurde das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen. Lange Zeit herrschte unter Piloten und Fans Unklarheit über die Gründe. Um kurz nach drei Uhr bestätigte die Rennleitung schließlich den Tod eines Piloten. Bonk-Fahrer Wolf Silvester verstarb vermutlich aufgrund gesundheitlicher Probleme während des Rennens.

Da zum Zeitpunkt des Abbruchs der Audi R8 LMS ultra von Johannes und Ferdinand Stuck sowie Frank Stippler das Feld anführte, darf sich das Trio auch als Rennsieger in die Geschichtsbücher eintragen. Hinter dem Ingolstädter lagen Martin Ragginger und Sebastian Asch im Falken-Porsche. Christopher Haase und Harold Primat (Phoenix Racing) komplettierten die Top-Drei. Eine Siegerehrung fand aufgrund der Geschehnisse nicht statt. Die Führung in der Gesamtwertung halten Breuer und Deegener im Audi TT-RS 2.0 von Raeder Motorsport.

Top-Ten im Gesamtklassement

1. Phoenix Racing - Stippler/Stuck/Stuck
2. Falken Motorsports - Asch/Ragginger
3. Phoenix Racing - Haase/Primat
4. Timbuli Racing - Siedler/Seefried/Basseng
5. Rowe Racing - Bastian/Seyffarth
6. Rowe Racing - Zehe/Hartung/Rehfeld
7. GetSpeed - Mies/Osieka/Estre
8. Timbuli Racing - Brück/Hennerici/Basseng
9. Wochenspiegel Team Manthey - Weiss/Kainz/Jacobs/Krumbach
10. Black Falcon - Scheerbarth/Jans/Metzger


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