VLN - Haribo Junioren glänzen auf der Nordschleife

Zweiter Haribo-Porsche nach Feindkontakt ausgefallen

Beim zweiten Rennwochenende der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring erlebte das Haribo Racing Team ein Wechselbad der Gefühle.

Motorsport-Magazin.com - Beim zweiten Rennwochenende der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring erlebte das Haribo Racing Team ein Wechselbad der Gefühle. Während der Porsche 997 GT3 R von Richard Westbrook/ Emmanuel Collard/Mike Stursberg/Hans Guido Riegel nach zweimaligem Feindkontakt und anschließendem Dreher mit technischem Defekt ausschied, lief es für das neu formierte HARIBO Junior Team deutlich besser.

Dominik Brinkmann und Jeffrey Schmidt fuhren ein blitzsauberes Rennen und belegten am Ende den dritten Platz in der stark besetzten Klasse SP7 (24. Platz gesamt). Für beide Teams geht es nun mit Vollgas weiter: Die kommenden Wochen gehören ganz den Vorbereitungen auf das legendäre 24h-Rennen auf dem Nürburgring am Pfingstwochenende.

Porsche 997 GT3 R vorzeitig ausgeschieden

Schade - uns allen gehen damit wertvolle Vorbereitungsrunden auf der Nordschleife für das 24h-Rennen verloren
Mike Stursberg

Auch am dritten VLN-Wochenende meinte es das Wetter nicht gut mit der Langstrecken-Rennserie auf der Nürburgring-Nordschleife: Nebel, Temperaturen im niedrigen einstelligen Bereich und starker Regen stellten die Teams vor eine knifflige Aufgabe. "Bei diesen extremen Bedingungen ist es kaum möglich, die Rennreifen auf Temperatur zu bringen, bei denen sie den notwendigen Grip entwickeln", erklärt Richard Westbrook. "Im dichten Verkehr beim Qualifying kam es deshalb immer wieder vor, dass man an einem Konkurrenten nicht vorbeiziehen konnte und die Reifen schon nach wenigen hundert Metern so viel Temperatur eingebüßt hatten, dass der Grip nachließ."

Nur logisch, dass immer wieder Fahrzeuge neben die Strecke rutschten und die Bergungsarbeiten ein gedrosseltes Tempo erzwangen. So profitierten die Teams, die als erste auf der Strecke waren und eine freie Piste vorfanden: Sie konnten die ersten Startreihen unter sich ausmachen, während der HARIBO Porsche mit Position 26 vorlieb nehmen musste. So anspruchsvoll blieben die äußeren Bedingungen auch in der ersten Rennhälfte - und dem Porsche 997 GT3 R wurden sie letztlich zum Verhängnis.

Denn im Getümmel der Startphase touchierten gleich zwei Konkurrenten den Porsche mit dem Goldbären auf der Motorhaube, Emmanuel Collard drehte sich von der Strecke. Nachdem er sich wieder in das Renngeschehen eingefädelt hatte, wurde schnell klar: Die Spur des Porsche war verstellt und die Kupplung beschädigt - der Franzose lief deshalb die Box zur näheren Untersuchung an. Doch der Kupplungsdefekt sorgte dafür, dass der Porsche nicht mehr anfahren konnte, zudem wäre das Weiterfahren auf der langsam abtrocknenden Strecke sinnlos gewesen.

So endete das vierstündige Rennen diesmal bereits nach 45 Minuten, und Mike Stursberg fasste zusammen: "Schade - uns allen gehen damit wertvolle Vorbereitungsrunden auf der Nordschleife für das 24h-Rennen verloren. Aber solche Situationen können im Renngeschehen eben vorkommen. Zum Glück sind die Schäden überschaubar, und der Start bei den 24h ist nicht gefährdet."

HARIBO Junioren glänzen bei ihrem zweiten Rennen

Ich habe beim Start schlichtweg nichts gesehen, das war ein Blindlfug - so etwas habe ich noch nie erlebt
Jeffrey Schmidt

Einmal mehr waren es die jungen Piloten des HARIBO JUNIOR TEAMS, die das Team ein positives Fazit des Wochenendes ziehen ließ: Dominik Brinkmann und Jeffrey Schmidt zeigten eine tolle Aufholjagd. "Im Qualifying waren die Bedingungen sehr schwierig, und wir hatten genauso wie der 997 GT3 R Probleme, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Dazu kommt, dass man an vielen Stellen wegen gelber Flaggen das Tempo auf 60 km/h drosseln musste: Eine freie Runde war da Glücksache - und wir haben eben keine erwischt."

Platz 37 sprangt für die Junioren heraus, und Startfahrer Jeffrey Schmidt fand sich mitten in der ersten Startgruppe wieder. "Ich habe beim Start schlichtweg nichts gesehen, das war ein Blindlfug - so etwas habe ich noch nie erlebt", staunte der Schweizer anschließend. "Da musste man höllisch aufpassen." Und genau das erledigte er mit Bravour, hielt sich aus allen unnötigen Zweikämpfen heraus und machte Platz um Platz gut. Bei seinem zweiten Rennen auf der Nordschleife verbesserte er sich um 14 Plätze und überließ das Steuer nach über zwei Stunden dem amtierenden VLN-Champion Dominik Brinkmann.

"Ich bin schon immer gerne im Regen gefahren", grinste Schmidt anschließend. "Es lief richtig gut." Bei der zunehmend trockenen Strecke war der Boxenstopp perfekt getimt, denn das Team konnte mit dem Fahrerwechsel auch zum ersten Mal am Wochenende Trockenreifen aufziehen. Brinkmann konnte so auf dem 24. Gesamtrang ins Ziel fahren und belegte in der stark besetzten Klasse SP 7 sogar die dritte Position. Nach zwei Podiumsplätzen ist das Team damit bestens vorbereitet auf den Saisonhöhepunkt: Das ADAC Zurich 24h-Rennen vom 17. bis 20. Mai.


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