VLN - Schubert gewinnt Saisonauftakt

Rennsieg trotz Reifenschaden

Schubert Motorsport hat den Saisonauftakt der VLN Langstreckenmeisterschaft gewonnen. Augusto Farfus sowie Dirk und Jörg Müller siegten vor Timbuli Racing.
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Motorsport-Magazin.com - Augusto Farfus, Dirk und Jörg Müller haben das DMV 4-Stunden-Rennen, den Saisonauftakt der VLN Langstreckenmeisterschaft gewonnen. Das Trio im BMW Z4 GT3 von Schubert Motorsport siegte mit 15 Sekunden vor dem Timbuli-Porsche von Christopher Brück und Jaap van Lagen sowie dem zweiten Schubert-Z4 mit Martin Tomczyk, Claudia Hürtgen und Jens Klingmann.

Turbulent ging es bereits im Qualifying zu: auf Grund einer Vielzahl von Gelbverstößen im Zeittraining musste die Startaufstellung umfassend korrigiert werden. Der Rennstart verschob sich daher um eine halbe Stunde auf 12:30 Uhr.

Beim Start des Rennens war es anschließend noch Frikadelli-Startfahrer Patrick Huismann, der die Pole-Position des Vormittags in eine Führung umwandelte und die Spitzenposition auch über die erste Rennrunde weiter in Porsche-Hand hielt. Doch die BMW machten Druck: Claudia Hürtgen saß der schnellsten Frikadelle der Welt ebenso dicht im Heck, wie auch der zweite Schubert-Z4 und der neue Brüllkäfer-Z4 von Uwe Alzen. Dahinter verloren die Timbuli-Porsche und die ROWE-SLS bereits wertvolle Zeit auf die Spitze.

Nach nur vier absolvierten Runden die Überraschung: mit einem sehr frühen Boxenstopp zog sich der Alzen-Z4 zunächst aus der Spitzengruppe zurück, profitierte anschließend jedoch von einer relativ freien Fahrt im hinteren Teil des Feldes. Als nur wenige Runden später auch die übrigen Top-Teams ihre Mannschaften ansteuerten, hatte Alzen bereits genügend Zeit gut gemacht, um die führende Position zu übernehmen.

Reifenschaden beim Rennsieger

Gut eine Stunde vor Rennende sorgte ein Reifenschaden am Z4 GT3 von Augusto Farfus, Dirk und Jörg Müller für Aufsehen. Zwar konnte das Trio das Rennen nach einem Reifenwechsel weiter fortsetzen, der Zeitverlust war jedoch nicht zu verachten. Noch schlimmer erwischte es nur wenige Runden später die Polesitter von Frikadelli Racing, die das Rennen mit einer gebrochenen Aufhängung im Kiesbett beenden mussten. Eine Kollision mit einem Cup-Porsche auf dem Grand Prix-Kurs zwang das Team zur Aufgabe.

Die Stuck-Brüder mussten den R8 abstellen - Foto: Sönke Brederlow

An der Spitze entbrannte unterdessen ein harter Kampf um die Führung. Stück für Stück arbeitete sich der Schubert-Z4 von Tomczyk, Hürtgen und Klingmann an den führenden Alzen-Z4 heran, konnte wenig später sogar die Spitzenposition übernehmen. Doch die beiden Mannschaften mussten noch einmal ihre Teams zum finalen Boxenstopp ansteuern. Der zweite Schubert-Z4, der nur kurz zuvor einen Reifenschaden erlitt, hatte dies bereits erledigt - und wurde damit an die Spitze gespült.

Pech hatten auch die Stuck-Brüder, die zusammen mit Luca Ludwig den einzigen Audi R8 LMS ultra von Phoenix pilotierten. Nach rund der Hälfte der Renndistanz musste das Trio den Ingolstädter im Bereich Hatzenbach abstellen. Ähnlich erging es Jürgen Alzen Automotive. Das Team schied kurz vor dem Ende mit einem Defekt an der Servolenkung aus. Der Rennsieg ging wenig überraschend an Schubert Motorsport. Mit 15 Sekunden Vorsprung überquerte das Trio Farfus/Müller/Müller vor dem Timbuli-Porsche von Christopher Brück und Jaap van Lagen die Ziellinie.

"Unser Ziel war es, durchzukommen und mit dem neuen GT3-R Erfahrungen zu sammeln", erklärte Brück. " Platz zwei ist ein fantastischer Einstand in mein neues Team, das einen sehr guten Job gemacht hat. Ich konnte zu jedem Zeitpunkt pushen und angreifen." Trotz der großen Teilnehmer-Zahl hielten sich die Vor- und Zwischenfälle in Grenzen. Vor allem die Top-Teams blieben von Kollisionen mit den langsameren Fahrzeugen verschont. Der nächste VLN-Lauf, der 55. ADAC ACAS H&R-Cup, findet bereits in zwei Wochen statt.

Die Top 10 im Gesamtklassement:

1. #19 Müller / Müller / Farfus (BMW Z4 GT3) 27 Runden
2. #35 Brück / van Lagen (Porsche 911 GT3 R) +15.029
3. #20 Hürtgen / Tomczyk / Klingmann (BMW Z4 GT3) +15.618
4. #45 Seefried / Siedler (Porsche 911 GT3 R) +1:18.667
5. #2 Alzen / Wlazik / Margaritis (BMW Z4 GT3) +1:53.244
6. #60 Krumbach / Holzer (Porsche 911 GT3 RSR) +3:15.419
7. #7 Jäger / Seyffarth / Heyer / Roloff (Mercedes-Benz SLS) +4:00.107
8. #44 Busch / Busch (Audi R8 LMS ultra) +5:56.535
9. #21 Hannawald / Drewes / Arnold (Mercedes-Benz SLS AMG GT3) +7:24.392
10. #40 Illbruck / Renauer (Porsche 911 GT3 R) +7:42.980


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