USCC - Mosport: Graf und Luhr gähnend zum Sieg

Corvette ringt Farnbacher-Viper nieder

Die Pickett-Mannen Klaus Graf und Lucas Luhr sind um einen ALMS-Erfolg reicher. Während sie sich vorne mehr oder minder langweilten, war im GT-Feld der Bär los.
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Motorsport-Magazin.com - Das Gastspiel der American Le Mans Series in Kanada hat keine Überraschung hervorgebracht. Ohne konkurrenzfähige Gegner in der LMP1-Kategorie und somit gänzlich ungefährdet fuhren die beiden Deutschen Klaus Graf und Lucas Luhr zu ihrem vierten Erfolg im fünften Rennen der laufenden Saison. Als Luhr im HPD-Renner des Pickett-Teams nach zwei Stunden und 45 Minuten den Zielstrich überquerte, lagen bereits fünf Runden zwischen ihm und dem Rest des Feldes.

Zweite im Klassement sowie Gewinner der LMP2-Klasse wurden Scott Tucker und Marino Franchitti für den Level-5-Rennstall (HPD). Das schnelle Sportwagenduo hatte 20 Minuten vor Schluss durch ein sagenhaftest Überholmanöver Franchittis die Führung übernommen. Der Schotte ging außen an Extreme-Speed-Schützling Scott Sharp (HPD) vorbei, nachdem dieser sich lange mit dem zweiten Level-5-Auto rund um Mike Conway gestritten hatte.

LMP2-Silber ging somit an Sharp und Kollege Guy Cosmo vor Conway und Doppelstarter Tucker, während die CORE-Autosport-Crew sich die Lorbeeren der LMPC-Klasse (ausschließlich Oreca-Boliden) sicherte. Einen besonders engen Kampf um Rang eins fochten indes die GT-Rivalen aus. Letztlich vorne: Oliver Gavin and Tommy Milner in Diensten der Corvette-Werksabordnung, jedoch nur um eine Haaresbreite von 0,27 Sekunden vor der Viper Dominik Farnbachers.

Porsche unter ferner liefen

Den Nachmittag für SRT rundeten ab Jonathan Bomarito and Kuno Wittmer, denn auch sie hievten ihre GT-Giftschlange in Form des dritten Klassenrangs auf das Podest. Wie so häufig wechselte die Spitze in der Vorzeigekategorie der ALMS nahezu Runde um Runde; erst eine späte Safety-Car-Phase bescherte Corvette den Sieg. Gänzlich hintenan war hingegen Porsche: Sämtliche 911 GT3 RSR landeten auf den letzten Plätzen, was ein selten schlechtes Resultat bedeutete.

Unterdessen entschieden 24-Stunden-Nürburgring-Held Jeroen Bleekemolen und Partner Cooper MacNeil (Alex-Job-Porsche) die GTC-Wertung für sich. Technisch bedingt nichts ins Ziel kam der Nissan DeltaWing. Der einzig weitere LMP1-Wagen (Dyson-Lola-Mazda), pilotiert von den beiden Bezahlfahrern Tony Burgess und Chris McMurry, rangierte nach Ablauf der Uhr lediglich an sechster Stelle.


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