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Superbike - Interview - Josef Hofmann

2010 in WSBK, IDM und STK 1000

Der Chef von der Firma alpha Racing, Josef Hofmann, die für den Superbike WM-Einsatz von BMW verantwortlich ist, sprach mit Motorsport-Magazin.com.
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Motorsport-Magazin.com - In der Superbike WM wird 2010 das Engagement von BMW ausgeweitet. Mit der Reitwagen-Mannschaft und zwei Teams in der Superstock-Klasse werden viele weiß-blaue-Maschinen zu sehen sein. Wie sieht die Unterstützung seitens alpha Racing und BMW selbst aus?
Josef Hofmann: Das Reitwagen-Team ist eine Privatinitiative, die ein bisschen unterstützt wird. Klar, weil es auch internationaler Sport ist, wo die sich engagieren und das wird ein bisschen mit Material und auch ein bisschen mit Know-How unterstützt. Ansonsten ist es eine Privatinitiative des Teams. Die Superstock-Aktivität, das Team aus Italien kommend, ist keine Privatinitiative, sonder das wird schon von BMW Motorsport International gefördert und die bekommen schon Unterstützung. Aber das ist eine erfahrene Truppe und ich denke, sie wissen, wie sie das machen müssen. Superbike ist da noch einmal ein anderes Thema. Die sind näher an der IDM dran, was das Reglement anbelangt und da kooperieren wir mit denen auch zusammen.

Dominic Lammert wird 2010 auf BMW unterwegs sein. - Foto: Toni Börner

Gibt es ein Deutsches Team mit BMW und Lammert?
Josef Hofmann: Das denke ich, wird so sein. Ich weiß es auch nicht 100 prozentig, aber ich habe es auch in der Richtung vernommen. Da wird es, denke ich so, dass der Dominic mit BMW fährt nächste Saison, aber das ist auch eine Privat-Inititative. Und ich glaube, dass er da auch ein wenig Unterstützung bekommen wird, denn wir wollen die BMWs natürlich vorne sehen und nicht am Ende des Starterfeldes. Und ich denke, dass der Dominic wirklich talentiert ist und dass er das wirklich toll umsetzen kann, was das Motorrad hergibt.

Welche Ziele verfolgt das BMW-Team in der IDM?
Josef Hofmann: Natürlich sind wir nicht mehr dabei, um einfach das Feld aufzufüllen. Ich meine, das waren wir eigentlich nie, aber 2009 war es nicht unser Anspruch, um Siege oder gar den Titel zu fahren. Aber 2010 nehmen wir den Ball schon auf, da wollen wir schon eine gehörige Portion mitreden, wenn es um die Vergabe des Titels geht.

Barry Veneman wird in der IDM Superbike auf BMW am Start stehen. - Foto: Honda

Das IDM-Feld wird mit Muggeridge, Veneman und Co. weiter aufgewertet.
Josef Hofmann: Erstmal freut es mich, dass der Karl eine Möglichkeit gefunden hat. Wir waren ja auch mit ihm, wie noch mit ein paar anderen Fahrern aus der WM, in Kontakt, aber wir können nicht wieder drei oder viere machen, denn wir wollten uns eben auf Zwei konzentrieren, damit wir all unsere Möglichkeiten alle fokussieren. Aber es freut mich, dass der Karl im Holzhauer-Team untergekommen ist und sicherlich eine gute Möglichkeit bekommt, wo er sicherlich sein Können auch unter Beweis stellt. Er wird aber sicherlich eine harte Nuss sein, die wir knacken müssen. Das KTM-Team hat sich ja auch kräftig verstärkt mit dem Martin Bauer jetzt und mit Stefan Nebel. Also die schätze ich schon sehr sehr stark ein. Yamaha wird stark wie immer sein. Auch hier, der Jörg Teuchert und der Didier van Keymeulen, werden einen guten Job machen, denke ich, also das wird dieses Jahr sehr sehr spannend. Und auf der Suzuki-Schiene, da gibt es durchaus auch den ein oder anderen, allen voran der Rizmayer, wenn der wieder fährt, der auch schon bewiesen hat, dass er es kann, aufs Podium auf jeden Fall und eventuell auch um Siege. Dann gibt es noch den Giuseppetti auf Ducati. Also es gibt schon einige, die da ein Wort mitreden und letztendlich den Ausgang der IDM direkt oder indirekt beeinflussen werden.

2010 sollen Troy Corser und Ruben Xaus in die Spitze der WSBK vorstoßen. - Foto: WorldSBK

Welche Ziele stehen für die Superbike WM 2010 auf dem Plan?
Josef Hofmann: Unser Ziel in 2010 ist es nicht, um den WM-Titel zu fahren. Dazu sind wir, glaube ich, doch, noch zu weit weg davon. Aber unser Ziel ist, so viele wie möglich gute Platzierungen einzufahren und ist für mich die Top Fünf. Das ist das, was wir wollen und zwar möglichst oft, egal mit welchem Fahrer. Ob das der Ruben macht, ob das der Troy macht, spielt keine Rolle. Und was am Jahresende hinten rauskommt, werden wir sehen. Aber Ziel ist es einfach das Potenzial des Motorrades zu zeigen. Gut, in 2-11 müssen wir das natürlich in einer Reihe fortführen, wo man sagt: Jetzt können wir auch ein Wort in der Titelvergabe mitreden.

Wird es jetzt schwieriger für die Superbike-Truppe nachdem sich BMW aus der Formel 1 zurückgezogen hat? Gibt es jetzt mehr Druck vom Werk?
Josef Hofmann: Nein, ich sehe da keine großen Auswirkungen. Wir haben ein paar Leute aus der Formel 1 übernommen, mit integriert im Team. Das macht auch Sinn und das sind auch gute Leute, die können uns durchaus helfen. Aber ansonsten, klar, vielleicht, wenn BMW nicht mehr Formel 1 fährt, könnte es passieren, dass sich viele Augen mehr auf uns richten, aber Druck direkt, kann man nicht sagen. Den Druck machen wir uns zu allererst selbst und wir wollen selbst den Erfolg, den maximalen Erfolg. Da sehe ich da kein Problem, dass wir seitens BMW mehr Druck kriegen.


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