Superbike - Vorschau: Misano

Rückkehr an die Adria

Zum zweiten Mal in dieser Saison macht die Superbike-Weltmeisterschaft in Italien halt, dieses Mal in Misano an der Adriaküste.
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Motorsport-Magazin.com - Nach einem Jahr Pause kehrt die Superbike-Weltmeisterschaft zurück auf den Misano World Circuit Marco Simoncelli an der italienischen Adriaküste. Gleichzeitig ist es für den WSBK-Zirkus nach dem Ausflug ins malaiische Sepang auch die Rückkehr nach Europa und der zweite Lauf aus italienischem Boden in dieser Saison, nachdem man bereits Mitte Mai in Imola Halt gemacht hatte.

Ein besonderes Wochenende stellt Misano natürlich für die italienischen Hersteller Ducati, Aprilia, MV Agusta und Bimota dar, deren Werke sich teilweise nur unweit von der Strecke entfernt befinden. Mit Marco Melandri, Ayrton Badovini, Davide Giugliano, Claudio Corti, Luca Scassa und Alessandro Andreozzi stehen gleich sechs Stammpiloten aus Italien bei ihren Heimrennen am Start.

Wer hat Grund zum Jubeln?

Zuletzt in Sepang war Aprilia mit Marco Melandri und Sylvain Guintoli das Maß aller Dinge. Sowohl im ersten als auch im zweiten Lauf von Malaysia durfte die Fahrerpaarung auf der RSV4 einen Doppelsieg bejubeln. Ungewiss ist jedoch, ob Aprilia diese Form auch in Misano an den Tag legen kann, denn der Kurs an der Adria ist in Sachen Streckencharakteristik das krasse Gegenteil zur Strecke in Sepang. Währen dort lange Geraden und schnelle Kurven dominieren, ist Misano für sein enges und verwinkeltes Layout bekannt.

In Sepang war Aprilia unschlagbar - Foto: Aprilia

Stets zu den Topfavoriten zählt natürlich Weltmeister Tom Sykes auf Kawasaki, der aktuell auch die Gesamtwertung anführt. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie gut seine Handverletzung, die er sich im ersten Rennen von Sepang zugezogen hat, bereits verheilt ist. Sykes' Teamkollege Loris Baz peilt seinen ersten Saisonsieg an und Jonathan Rea befindet sich in der Form seines Lebens.

EVO-Klasse: Barrier feiert Comeback

Barrier ist zurück - Foto: BMW

Nach seiner langen Verletzungspause aufgrund eines Autounfalls gibt BMW-Pilot Sylvain Barrier in Misano sein Comeback. Der amtierende Superstock-Champion wird sich unter anderem mit zwei Wildcard-Piloten aus Italien messen müssen. Matteo Baiocco für das Team Grandi Corse by A.P. Racing und der aktuell Führende der italienischen Superbike-Meisterschaft Ivan Goi bei Barni Racing werden das Rennwochenende auf zwei Ducati 1199 Panigale R in Angriff nehmen. Großer Favorit auf den Sieg in der EVO-Klasse ist wohl einmal mehr Kawasaki-Pilot David Salom.

Die Strecke: Misano World Circuit Marco Simoncelli

Mit nur 4,226 Kilometern zählt der Kurs in Misano zu den kürzesten Strecken im Kalender der Superbike-Weltmeisterschaft. Die Start-Ziel-Gerade misst nur 510 Meter, doch fordert eine Runde mit 16 Kurven den Piloten alles ab - zehn Mal geht es nach rechts, sechs Mal nach links. Hier gewinnt der Pilot, der seine Maschine am besten durch die engen Kurven befördern kann und nicht der, der den größten Topspeed auf den Geraden erzielt.

Supersport: Alle gegen van der Mark

Michael van der Mark führt die WM souverän an - Foto: Honda

Bei den letzten beiden Supersport-Rennen in Sepang und Donington konnte jeweils Pata-Honda-Pilot Michael van der Mark siegreich von dannen ziehen. In der Weltmeisterschaft hat der Niederländer bereits einen komfortablen Vorsprung von 33 Punkten anhäufen. Doch die Konkurrenz will in Misano zurückschlagen, allen voran Jules Cluzel auf der MV Agusta, der zuletzt zwei Mal auf Rang zwei hinter van der Mark landete. Auch Weltmeister Kenan Sofuoglu, aktuell nur Sechster der Fahrerweltmeisterschaft, wird alles daran setzen in der Gesamtwertung einen Sprung nach vorne zu machen.


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