Superbike - Start in die Saison 2014

Erste Pressekonferenz auf Phillip Island

Donnerstagnachmittag in Australien: Routiniers wie Tom Sykes, Jonathan Rea und Sylvain Guintoli sprachen neben Rookies wie Aaron Yates und Claudio Corti.
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Motorsport-Magazin.com - Neue Saison, neues Format und das gilt nicht nur für Trainings, Qualifikationen und Superpole, sondern auch für die Pressetermine der Fahrer. Das erste Rennwochenende auf Phillip Island startete so am Donnerstagnachmittag mit einer Pressekonferenz, an der über acht Fahrer teilnahmen. Tom Sykes startet die neue Saison mit dem Ziel der Titelverteidigung. "Bisher war der Start natürlich gut, aber nun müssen wir an unserer Performance im Rennen arbeiten. Ich mag das neue Qualifikationsformat und ich denke, dass wir dadurch auf noch höherem Niveau ankommen, denn wir müssen uns zum Beispiel keine Sorgen machen, wer seine Reifen aufspart", erklärte er nach den Testfahrten in Australien.

Wir haben Verbesserungen vorgenommen - nicht ganz so schnell, wie ich gehofft hatte
Chaz Davies

Ähnlich wie Sykes schätzte auch Chaz Davies die ersten Testfahrten auf der Ducati gut ein. "Mit der Feel Racing Crew ist es wie in einer Familie. Ich fühle mich zu Hause und ich kam auch ziemlich schnell auf dem Bike zurecht. Wenn wir uns Carlos [Checas] Superpole-Runde aus dem letzten Jahr ansehen, fällt auf, dass das Bike hier ziemlich gut funktioniert. Wir haben Verbesserungen vorgenommen - nicht ganz so schnell, wie ich gehofft hatte, aber ich denke, wissen, was zu tun ist", schilderte der neue Ducati-Pilot.

Alles neu für EBR

Für Aaron Yates ist das komplette WSBK-Umfeld neu. "Das ist ein wirklich großer Schritt für EBR", bemerkte der Pilot des Team Hero EBR, das 2014 aus der AMA in die World Superbike wechselt. "Wir sind gespannt, ein Teil der World Superbike zu sein und das Hero EBR Team auf die internationale Bühne zu bringen. Wir werden unser Bestes geben, aber wir wissen, dass es eine große Aufgabe ist. Wir werden versuchen herauszufinden, was wir zu tun haben", ergänzte der Amerikaner.

"Ich bin wirklich glücklich, denn ich bin noch nie eine komplette Saison in der World Superbike gefahren", strahlte Claudio Corti, der 2014 im Yakhnich Motorsport Team auf MV Augusta antreten wird. "Ich bin auch glücklich mit einer Marke wie MV Augusta zu fahren. Alleiniger Fahrer zu sein ist eine schwierige Aufgabe und ich bin schon beim Test in Kurve elf gestürzt, was uns wichtige Zeit gekostet hat. Es wird hart, aber die Jungs glauben an das Projekt und ich auch."

Die Piloten trafen sich zum australischen Pre-Event - Foto: Dorna WSBK

Ähnlich neu startet auch Bryan Staring durch. In der letzten Saison fuhr der Australier noch in der MotoGP, ab 2014 startet er mit Rivamoto in der World Supersport. "Der Deal wurde erst in der letzten Minute geschlossen", gab er zu. "Ich bin wirklich glücklich in der WSS mit Rivamoto zu fahren und zurück im WSBK Fahrerlager zu sein. Die Gewöhnung an das Bike war wirklich gut. Das Fahren auf der 600er macht viel Spaß. Der Test war eine Herausforderung, die ganzen kleinen Tricks zu finden und damit eine gute Rundenzeit zu fahren."

Top-10 mit Siegchancen?

Für Superbike-Routinier Sylvain Guintoli ist der frühe Saisonauftakt nichts neues, zudem bleibt er bei Aprilia. Allerdings kehrte der Franzose nach langer Verletzungspause erst vor kurzer Zeit auf die Strecke zurück. "Überraschenderweise fühle ich mich gut und so kann ich mich wieder freuen. Nach vier Monaten zurück auf dem Bike zu sein ist großartig und ich fühlte mich direkt wieder wie zu Hause auf der Aprilia - ich bin ein glücklicher Mann", strahlte er.

Das Feld ist in diesem Jahr so eng beieinander, dass jeder von uns unter den ersten Zehn gewinnen könnte
Jonthan Rea

Auch für Jonathan Rea bleibt alles gleich. "Letztes Jahr haben wir mit der komplett neuen Elektronik bei Null angefangen, aber beim letzten Test in Jerez gingen wir erhobenen Hauptes von Dannen, denn wir hatten die richtige Pace", schilderte der Honda-Pilot. "Ich bin so stolz auf mein Team, das so hart gearbeitet hat. Am Montag und Dienstag war es ermutigend, so dicht an der Spitze zu sein, aber das Feld ist in diesem Jahr so eng beieinander, dass jeder von uns unter den ersten Zehn gewinnen könnte."

Vizeweltmeister Eugene Laverty wechselte für 2014 von Aprilia zu Suzuki und ist überzeugt, die GSX-R wieder ganz nach oben bringen zu können. "Wir haben seit dem ersten Test im November definitiv Fortschritte gemacht und es ist schön zu sehen, wie weit wir schon gekommen sind. Ich hatte nicht erwartet so schnell zu sein, wie wir am Montag waren. Nachdem ich die letzten beiden Rennen 2013 gewonnen habe, wäre es ein Traum, gleich das erste Rennen auf Suzuki zu gewinnen und damit drei aufeinanderfolgende Siege zu feiern, aber ich will es nicht übertreiben."


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