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Superbike - Interview - Weltmeister Tom Sykes

MotoGP? Kein Interesse

Mit Motorsport-Magazin.com sprach Tom Sykes über Kilometer, Schweiß und Tränen mit Kawasaki auf dem Weg zurück an die Spitze.
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Motorsport-Magazin.com - Du hast mit Kawasaki hart gearbeitet, um dort anzukommen, wo du jetzt bist. Kannst du dir vorstellen, wo das Problem bei Ducati liegt?
Tom Sykes: Um ehrlich zu sein, ist das schwierig. Am Ende hat jeder Hersteller die gleichen Möglichkeiten. Glücklicherweise kann ich gut arbeiten und gutes Feedback an meinen Crewchief, an meine Ingenieure und Kawasaki geben. Wir können sehr gut zusammenarbeiten und die ZX-10R entwickeln. Wir sind mit dieser Maschine nun wirklich auf einem hohen Niveau, haben die letzten drei Jahre aber auch hart dafür gearbeitet. Wir mussten viele Runde zurücklegen, es hat uns viel Schweiß gekostet und ab und an sogar fast Tränen. Aber am Ende sind wir an der Spitze angekommen. Ducati ist als Hersteller schon lange dabei. Sie wissen, was es braucht, um schnell zu sein. Diese Dinge brauchen aber nun einmal Zeit. Manchmal ist dieses Leben nicht leicht und wenn es das wäre, würde wohl jeder so leben.

Natürlich würde ich gern einmal eines der vier oder fünf Top-Motorräder der MotoGP testen
Tom Sykes

Du hast den Vertrag für 2014 schon unterschrieben. Könntest du dir vorstellen, etwas anderes zu machen?
Tom Sykes: Ich bin sehr glücklich im Kawasaki-Werksteam. Kawasaki ist ein toller Hersteller, wir haben ein großartiges Umfeld und eine super Stimmung in der Box, dazu richtig gute Techniksponsoren, also ich bin in der Situation, in der ich aktuell bin, sehr entspannt. Natürlich würde ich gern einmal eines der vier oder fünf Top-Motorräder der MotoGP testen. Ich mag die steifen Chassis und diese steife Reifenkonstruktion. Wenn mir jemand einen gratis Testtag auf einem dieser Bikes anbieten würde, dann würde ich das sicherlich mit Handkuss annehmen und einfach mal schauen, wo mein Potential so liegt. Momentan ist das aber keine Option, beziehungsweise wurde mir bisher nichts angeboten. Ich habe deshalb auch keine schlaflosen Nächte oder so. Am Ende wäre ein Tag zwar schon schön, falls nicht, bin ich aber auch sehr zufrieden mit meinem Umfeld hier bei Kawasaki.

Du hattest also nicht einmal die Möglichkeit, die FTR-Kawasaki zu testen?
Tom Sykes: Nein, das interessiert mich auch nicht. Für mich kommt nur ein richtig gutes Superbike oder die richtige MotoGP-Maschine in Frage. Ich habe kein Interesse, etwas dazwischen zu probieren. Ich würde entweder um den Titel in der World Superbike oder um den in der MotoGP kämpfen wollen.


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