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Superbike - Interview - Carlos Checa

Kein Limit im Wissen

Zum Abschied von Carlos Checa erinnern wir uns an ein interessantes Gespräch mit ihm auf dem Nürburgring 2012.
von

Motorsport-Magazin.com - Du fährst nun schon viele Jahre Rennen. Lernst du noch immer dazu?
Carlos Checa: Das ist mein Ziel, ich will versuchen, weiter zu lernen. Sicherlich werde ich eines Tages sterben und hätte noch immer viel lernen können. [lacht] Es gibt kein Limit im Wissen. Man kann immer etwas lernen. Außerdem ist es viel Arbeit, das Niveau zu halten. Es geht nicht nur ums Lernen.

Sicherlich werde ich eines Tages sterben und hätte noch immer viel lernen können
Carlos Checa

Hast du auch noch Spaß auf dem Bike?
Carlos Checa: Natürlich! Wenn alles funktioniert, wenn ich lerne, mich verbessere, in jedem Rennen mein Bestes geben kann, dann bin ich glücklich.

Hast du jemals ans Aufhören gedacht?
Carlos Checa: Heute nicht. [lacht] Ich habe im Motorradsport ein sehr hohes Niveau erreicht, habe viel gelernt und großartige Erfahrungen gemacht und bin damit sehr zufrieden. Ich fühle mich auch jetzt sehr gut, ich will mir neue Ziele stecken und wenn ich Ziele finde, die mich wirklich antreiben, dann bin ich natürlich total enthusiastisch. Wenn die Zeit kommt, in der ich bemerke, dass mein Niveau oder meine Motivation nicht mehr so hoch sind oder das Projekt, das ich vor mir habe, nicht das Richtige für mich ist, dann wird es wohl an der Zeit sein aufzuhören.

Hast du ein besonderes Ritual, das du an jedem Rennwochenende machst?
Carlos Checa: Normalerweise schaue ich mir die Strecke auf dem Scooter an oder laufe eine Runde herum. Ich versuche aber immer einfach entspannt zu bleiben, besonders wenn wir am Mittwoch- oder Donnerstag anreisen. Ansonsten gibt es aber nichts Spezielles... Ich lege meine Kombi, meinen Helm und sowas zurecht, das hilft mir immer sehr zur Vorbereitung und ich mache einen guten Plan mit meinem Ingenieur, um von vornherein klar zu stellen, was wir probieren, wie wir es probieren. Also nur ein Arbeitsplan, aber nichts anderes.

Ich fühle mich eigentlich auf den meisten Strecken ganz gut. Monza mag ich nicht
Carlos Checa

Was ist deine Lieblingsstrecke auch außerhalb des Superbike-Kalenders?
Carlos Checa: Ich mag Miller in Amerika und Laguna Seca. Das sind besondere Rennstrecken, es macht extrem viel Spaß, dort zu fahren. Besonders in Laguna Seca, da geht es durch die Corkscrew, hoch und runter, ich bin schon oft dort gefahren. Der Nürburgring ist auch eine gute Strecke für mich. Ich mag es aber nicht gerne allgemein zu sagen, dieser oder jener Kurs ist der Beste. Ich habe gute Erinnerungen an Miller, Laguna Seca ist sehr Besonders. Ich fühle mich eigentlich auf den meisten Strecken ganz gut. Monza mag ich nicht. Ich sollte dir besser erzählen, welche mir nicht gefallen. [lacht] Da ist Monza Nummer eins.


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