Superbike - Laverty und Guintoli mit Auftakt zufrieden

Heimstrecke als letzter Trumpf?

Für die beiden Aprilia Fahrer Eugene Laverty und Sylvain Guintoli geht es auf der Team-Teststrecke in Jerez um die Superbike-WM. Der Freitag stimmt positiv.
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Motorsport-Magazin.com - Das Aprilia Racing Team hat auf der heimischen Teststrecke in Jerez den ersten Schlagabtausch mit Superbike-WM-Leader Tom Sykes für sich entschieden und lag sowohl im Freien Training als auch im ersten Qualifying mit beiden Fahrern vor dem Rivalen. Eugene Laverty und Sylvain Guintoli sicherten sich am Morgen die Plätze zwei und drei und ließen am Nachmittag in der Qualifikation Rang drei und fünf Folgen.

Trotz kleinerer Probleme mit dem Vorderrad und dem Grip nach Aufwärmen der Strecke war dies definitiv unser bester Freitag der gesamten Saison
Eugene Laverty

Bei 37 respektive 38 Punkten Rückstand auf Sykes müssen sich beide Piloten jedoch noch weiter steigern und auf Probleme beim Kontrahenten hoffen, soll einem der Beiden in den letzten zwei Rennen der Saison doch noch der große Wurf gelingen. Trotz des Vorsprungs auf Sykes und einer gelungenen Setup-Wahl erfuhren beide Piloten auch Probleme, als die Strecke mit stetig steigender Temperatur an Grip verlor und beide im Qualifying stürzten.

"Trotz kleinerer Probleme mit dem Vorderrad und dem Grip nach Aufwärmen der Strecke war dies definitiv unser bester Freitag der gesamten Saison", resümiert Laverty die ersten beiden Sessions in Jerez. "Normalerweise starten wir immer etwas vorsichtig und langsam ins Wochenende und steigern uns zu den Rennen am Sonntag hin kontinuierlich. Da dies jedoch unsere Teststrecke ist, haben wir alle relevanten Daten bereits zu Hauf parat, vor allem im Bereich der Elektronik. Ohne zu viel Risiko zu gehen schaffte ich die drittbeste Zeit, jedoch war mein Unfall ein rechtzeitiges Warnsignal, dass wir uns auf nichts verlassen können."

Wir haben ein sehr gute Grundabstimmung gefunden, gute Zeiten erzielt und ich war sogar auf abgenutzten Reifen schnell
Sylvain Guintoli

Teamkollege Guintoli ist sich ebenfalls sicher, dass nach dem guten Start ins letzte Rennwochenende der Saison noch deutlich mehr möglich ist. "Natürlich kennen wir die Strecke in- und auswendig, da sie unsere Teststrecke ist", verrät Guintoli. "Jedoch ist es ein großer Unterschied, ob du hier im Winter testest oder wie jetzt bei warmen Temperaturen unterwegs bist, da sich das Gripniveau extrem verändert. Wir haben ein sehr gute Grundabstimmung gefunden, gute Zeiten erzielt und ich war sogar auf abgenutzten Reifen schnell.

Trotz des positiven Beginns in Jerez äußert Guintoli aber auch leichte Bedenken: "Wir müssen die Abstimmung in Anbetracht des schlechten Grips definitiv noch verbessern, wie unser Crash im Qualifying bewiesen hat. Wenn wir auch noch unsere kleinen Probleme mit der Front meines Bikes beheben können, sollte wir jedoch noch deutlich schnellere Rundenzeiten schaffen können und ein gutes Wochenende vor uns haben."


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