Exklusiv

Superbike - Interview - Max Biaggi

Auf der anderen Seite

Motorsport-Magazin.com unterhielt sich in Magny-Cours mit Max Biaggi über seine Aufgaben und den spannenden Titelkampf in der World Superbike.
von

Motorsport-Magazin.com - Was machst du aktuell hier? Du arbeitest für das italienische Fernsehen?
Max Biaggi: Ja, für Italia Uno, so heißt der TV-Kanal. Wir sind bei allen Superbike-Events und ich bin dort sozusagen Zweitkommentator. Ich spreche meist eher über die technische Seite.

Du bist aber auch oft in der Aprilia-Box unterwegs. Gibst du den Jungs Tipps?
Max Biaggi: Nein, nicht wirklich. Ich war vier Jahre lang in diesem Team. Ich komme einfach rum, um Hallo zu sagen, zu erfahren, was sie vielleicht für Schwierigkeiten haben. Ich rede einfach gern mit den Jungs, aber gebe nicht unbedingt Ratschläge. Wir führen einfach ganz normale Gespräche.

Aprilia hat mir letztes Jahr noch angeboten, in dieser Saison zu fahren, aber ich habe diese Chance nicht genutzt
Max Biaggi

Ärgert es dich ein bisschen, wenn du hier bist, aber nicht mehr fahren kannst?
Max Biaggi: Nicht wirklich, denn das war meine Entscheidung. Ich habe mich im letzten Jahr dafür entschieden, aufzuhören. Aprilia hat mir letztes Jahr noch angeboten, in dieser Saison zu fahren, aber ich habe diese Chance nicht genutzt, denn ich wollte aufhören, keine Rennen mehr fahren und mein Leben ändern. Ich wollte mehr Zeit mit meiner Familie, mit meinen Kindern verbringen. Ich bin noch immer im Superbike-Fahrerlager, aber auf der anderen Seite - als Kommentator, als Sprecher. Außerdem bin ich auch in einige andere Geschichten involviert, aber eben nicht mehr in Kombi und mit Helm unterwegs.

Wie schätzt du den WM-Kampf in der Superbike dieses Jahr ein?
Max Biaggi: Das sieht sehr spannend aus. Es scheint, dass die Entscheidung wieder bis zum letzten Rennen dauern wird. Letztes Jahr war es eigentlich nicht so, ich habe es am Ende mit einem Sturz im ersten Rennen hier nur so spannend gemacht und im letzten Rennen dann den Titel gewonnen. Davor hatte ich aber einen anständigen Vorsprung in der Gesamtwertung. Jetzt sieht es viel enger aus. Nach diesem Wochenende werden wir die echten Titelanwärter sehen. Ich glaube, dass von den vier Fahrern nach diesem Rennsonntag nur noch zwei übrig bleiben.

Wer bleibt übrig?
Max Biaggi: Ich weiß es nicht. Egal, wen man sich aussucht, am Ende liegt man sicher falsch. Morgen im Rennen könnte der eine stürzen, der andere voll punkten und dann keine Chance mehr auf den Titel haben. Das ist wirklich unvorhersehbar. Am Sonntagabend wissen wir mehr.


Weitere Inhalte:

nach 12 von 12 Rennen
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x