Superbike - Cluzel gleichzeitig glücklich und unzufrieden

Potenzial verschenkt

Jules Cluzel ist im Wechselbad der Gefühle: Zur gleichzeitigen Ausschüttung von Glücks- und Frusthormonen gesellen sich auch stets Gedanken um Leon Camier.
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Motorsport-Magazin.com - Rang sechs war am Ende die Ausbeute für Jules Cluzel in Istanbul, was für den Suzuki-Piloten nicht Fisch und nicht Fleisch war: "Ich bin glücklich mit meiner Superpole, aber auch ein bisschen enttäuscht, weil ich glaube, dass Rang drei oder vier möglich gewesen wäre", sagte er zu seinem Startplatz in der zweiten Reihe. Cluzel machte am Morgen in der zweiten Qualifying-Sitzung wie die meisten Fahrer wegen des Regens Pause, konnte aber gegen Ende des anschließenden zweiten freien Trainings einige schnelle Runden drehen und fuhr die zweitbeste Zeit.

Ich freue mich auf morgen und hoffe auf ein gutes Gefühl mit dem Rennreifen.
Jules Cluzel

In der Superpole startete der Franzose dann zunächst mit zwei siebten Plätzen in den ersten beiden Abschnitten. Im entscheidenden dritten Segment gelang ihm in 1:55.614 Minuten die sechstbeste Zeit. "Ich habe es nicht hinbekommen, eine perfekte Runde hinzulegen, was ganz allein meine Schuld ist", gab er frustriert zu. Er habe viele verschiedene Dinge ausprobiert und dabei vermutlich einfach nicht hart genug gepusht. "Ich denke, es wäre ganz sicher möglich gewesen, Vierter zu werden, was aber keinen Unterschied gemacht hätte, da das immer noch die zweite Reihe bedeutet hätte. Ich bin glücklich, dort zu starten."

Was den Sonntag betrifft, hat sich der 24-Jährige noch einiges für die Zeit vor dem Rennstart vorgenommen: "Hoffentlich wird es im Warm Up trocken sein, damit wir viele Runden auf dem Rennreifen drehen und uns anschauen können, wie er sich verhält. Ich freue mich auf morgen und hoffe auf ein gutes Gefühl mit dem Rennreifen." Auch Teammanager Paul Denning sieht Cluzel gut aufgestellt: "Jules hat genug Vertrauen gefunden, um eine gute, wenn auch nicht perfekte Runde hinzulegen, die ihm einen Platz in der zweiten Reihe eingebracht hat. Das gibt ihm für morgen eine gute Ausgangsposition, um mit den schnellsten Fahrern mitzufahren."

Camier in schlechter Verfassung

Die Atmosphäre im Team wird allerdings eine etwas andere sein, denn Leon Camier muss nach seinem schweren Sturz pausieren, auch wenn er mittlerweile das Krankenhaus verlassen und den Tag an der Strecke verbracht hat. "Es war gut, zu sehen, dass Leon wieder an die Strecke konnte", sagte Cluzel. "Ich hoffe, dass er sich schnell erholt und bald wieder zurück auf dem Motorrad ist. Es ist gut, ihn auf der anderen Seite der Garage zu haben und ich werde ihn vermissen." Denning hat aber schlechte Nachrichten: "Der Zustand seines linken Fußes ist wirklich nicht zufriedenstellend. Zudem ist er ziemlich krank aufgrund der Betäubungsmittel und der Nachwirkungen der Operation."


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