Superbike - Melandri sucht das größere Arbeitsfenster

Die Maschine muss einfacher werden

Wenn es für Marco Melandri und BMW 2013 mit dem Superbike-Titel klappen soll, dann weiß der Italiener genau, was zu tun ist.
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Motorsport-Magazin.com - Der Name seines Teams mag sich für 2013 in BMW Motorrad GoldBet SBK geändert haben, aber sonst bleibt für Marco Melandri eigentlich alles gleich. Er ist weiter BMW-Werksfahrer und er ist weiter die Speerspitze des Herstellers beim Angriff auf den Titel. 2012 schien er bereits nahe dran zu sein, die WM-Hoffnungen erfüllen zu können, letztendlich fehlte aber das letzte Quäntchen. Melandri weiß nun genau, was zu tun ist.

Ich denke, unsere Maschine ist sehr gut, aber das Fenster, in dem sie funktioniert und Vertrauen liefert, ist sehr klein
Marco Melandri

"Ich denke, unsere Maschine ist sehr gut, aber das Fenster, in dem sie funktioniert und Vertrauen liefert, ist sehr klein. Wenn man innerhalb dieses Fensters ist, kann man schnell fahren und es sieht einfach aus. Wenn etwas nicht perfekt ist und man aus dem Fenster herausfällt, muss man manchmal mit der Maschine kämpfen", sagte er der offiziellen Website der WSBK. Für den Italiener ist es deswegen in der Vorbereitung auf 2013 der wichtigste Punkt, die Maschine einfacher zu machen.

Mehr erreicht als erwartet

Neu ist diese Erkenntnis übrigens nicht, schon vor der Saison hatte Melandri festgestellt, dass es in dem Bereich Arbeit gibt. In seinem ersten Jahr bei BMW wollte er aber verstehen, was wirklich am Motorrad zu tun ist. "Für unser erstes gemeinsames Jahr haben wir sicher mehr erreicht, als vorige Saison erwartet worden ist", meinte er. Mit einem Angriff auf die Weltmeisterschaft hatten wohl nur die wenigsten gerechnet und mit sechs Rennsiegen konnte wohl jeder bei BMW zufrieden sein, nachdem man ohne Erfolge in der SBK in das Jahr gestartet war.

Alleine kann es weder Fahrer, Team noch Werk schaffen
Marco Melandri

Für 2013 sind die Ambitionen aber gewachsen, wobei es für Melandri wichtig ist, dass dann alles funktioniert. Denn aus seiner Sicht hängt der Erfolg an einem funktionierenden Gesamtpaket. "Fahrer, Team, Maschine, Werk - alles zusammen. Der Fahrer kann in Bestform sein und er muss dann versuchen, das Team zu stimulieren und anzutreiben, indem er die richtigen Informationen liefert. Dann muss das Team das Werk antreiben und das Werk muss die Informationen verstehen, damit es weiß, was an der Maschine zu tun ist. Ich glaube, es ist immer Teamwork. Alleine kann es weder Fahrer, Team noch Werk schaffen."


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