Superbike - Auszeit für Hopkins

Erst Genesung, dann Racing

John Hopkins hat sich mit Crescent Suzuki darauf geeinigt, 2013 keine Rennen zu fahren. Der Amerikaner möchte erst seine zahlreichen Verletzungen auskurieren.
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Motorsport-Magazin.com - Ein unfassbares Verletzungspech hatte John Hopkins in der Saison 2012 zu erleiden. Mit 29 Jahren musste er insgesamt nun schon genauso viele Operationen über sich ergehen lassen. Seine Pechsträhne fordert nun ihren Tribut - "Hopper" möchte 2013 pausieren und sich von seinen Verletzungen erholen, bevor er wieder ans Rennen Fahren denken will. 2012 folgte einer Fingerkuppenamputation im Januar ein Unfall bei den Testfahrten in Australien, wobei er sich dieselbe Hand brach. Nach sechs Operationen und einer schweren Entzündung kehrte er vier Monate später zurück, nur um sich die Hand erneut zu brechen.

Ich habe noch immer das Verlangen, gegen die besten Motorradfahrer der Welt zu fahren, aber die Hüfte hat mich jedes Mal daran erinnert, vorsichtig zu sein
John Hopkins

Als er in Imola auf seine Suzuki GSX-R 1000 zurückkehrte, währte die Freude nur kurze Zeit: Zwei Rennen später, in Monza, crashte Hopkins erneut und brach sich die Hüfte. Zwar ist er mittlerweile wieder Rennen gefahren, aber seine Hüfte machte ihm so schwer zu schaffen, dass er nicht seine normale Leistung abrufen konnte. "Ich habe wirklich Schwierigkeiten mit meiner Hüfte seit dem Unfall in Monza und ich weiß, dass es Priorität haben sollte, wieder gesund zu werden, bevor ich überhaupt wieder ans Rennen Fahren denken kann", sagte der US-Amerikaner.

Weitere Saison mit Verletzungen sinnlos

Er wolle nicht den Platz im Team blockieren und dann nicht 100 Prozent geben können, so Hopkins weiter. "Das mit der Hüfte ist ein anhaltendes Problem, also weiß ich, dass dies die richtige Entscheidung ist, auch wenn sie mir schwerfällt. Zur Zeit beeinträchtigt mich die Verletzung in allem was ich mache: Zu Hause, in meinem Privatleben und beim Rennen fahren, deshalb muss ich das jetzt aussortiert bekommen." Er wolle zurück nach Amerika gehen, und sei auch bereit, eine Ersatzhüfte anzunehmen. Allerdings stellte er klar: "Ich habe noch immer das Verlangen, gegen die besten Motorradfahrer der Welt zu fahren, aber die Hüfte hat mich jedes Mal daran erinnert, vorsichtig zu sein."

So könne man keine Rennen fahren, gab Hopkins zu, der sich auch bei seinem gesamten Team bedankte: "Alle im Team haben mich unterstützt wo es ging, weil sie wussten, was ich durchgemacht habe, deshalb möchte ich ihnen für ihren Support meinen Dank aussprechen." Auch bei seinen Sponsoren bedankte er sich. "Es tut mir leid, dass es dieses Jahr nicht funktioniert hat, aber ich hoffe sehr, dass ich zurückkomme!"

Sein Team nahm die Entscheidung mit Verständnis an. "Wir haben alle im Jahr 2011 gesehen, was für ein fantastischer Fahrer John Hopkins ist - in der BSB, bei seinem Wildcard-Einsatz in Silverstone und auf der Suzuki-MotoGP-Maschine", machte ihm Teamchef Paul Denning Mut. "Er ist kein Crashpilot - nahezu jeder Fahrer legte sich bei den Testfahrten auf Philip Island hin - aber John hatte einfach unfassbares Pech, weil er sich jedes Mal neue Verletzungen zuzog oder alte wieder aufrissen." Seine Leistungen, mit denen er selbst unter den Einschränkungen mit den Besten der Welt mithalten konnte, seien ein Indikator für sein Talent, betonte Denning.

Crescent-Suzuki steht jederzeit bereit

Zuletzt kämpfte Hopkins aufgrund der Schmerzen mit stumpfen Waffen - Foto: Suzuki Racing

Dabei stellte er seinem Fahrer die Möglichkeit für ein Comeback in Aussicht: "John muss zunächst wieder zu voller Gesundheit genesen und seinem Körper erlauben, sich zu erholen. Er ist ein Weltklassefahrer, seit er 16 Jahre alt war, und es ist an der Zeit, ihm eine Chance zu geben, sich zu erholen. Sollte sich John nach diesem Prozess motiviert und bereit zu einer Rückkehr fühlen, weiß er Bescheid, dass er nur anrufen muss und wir werden sofort an der Strecke sein, um ihm einen Test zu geben."

Zuletzt gab er seinem Fahrer die besten Wünsche mit auf den Weg: "Im Namen der gesamten Crescent-Suzuki-Familie: Danke, John und wir hoffen, dass 2013 der Beginn für eine großartige Zukunft sein wird."


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