Superbike - Rückblick: Michel Fabrizio

Der Alles-oder-Nichts-Fahrer

Michel Fabrizios Saison auf der einzigen Suzuki im Superbike WM-Feld stand von vornherein unter keinem guten Stern. Hop oder Top war die Devise.
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Motorsport-Magazin.com - Der Italiener Michel Fabrizio ist schnell, keine Frage. Schon vier Superbike WM-Läufe hat er in seiner Karriere gewinnen können, 29 weitere Male stand er auf dem Podest. Doch 2011 stand für ihn unter keinem guten Stern. Er fuhr die einzige Suzuki GSX-R1000 im Feld und ersetzte bei Alstare Suzuki den abgewanderten Vizeweltmeister Leon Haslam.

Doch was auf dem Papier zunächst nach einer starken Kombination aussah, wurde eine Hop-oder-Top-Angelegenheit. Dass Fabrizio mit der Suzuki nicht um den Titel mitfahren würde, war von vornherein klar, denn die geringe Unterstützung des japanischen Werkes für das Alstare-Team war auch einer der Gründe, warum Haslam zu BMW abwanderte.

Trotzdem bleibt zu konstatieren, dass sich Fabrizio beachtlich aus der Affaire zog, so er denn ins Ziel kam. Den 13 Ankünften in den Top Ten stehen nämlich auch 10 Ausfälle entgegen. Gerade in der zweiten Saisonhalbzeit fiel Fabrizio in ein Tief, aus welchem er nicht wieder herauskam.

Zehn Ausfälle waren entschieden zu viel - Foto: Suzuki

Das Saisonhighlight des Superstock 1000-Champions von 2003 bleibt der dritte Rang im zweiten Lauf in Salt Lake City. Drei vierte und drei fünfte Plätze zeigen, dass der mittlerweile 27-Jährige noch weiß, wie man am Gasgriff zu drehen hat. Doch mit den erwähnten zehn Ausfällen waren eben nicht mehr als 152 Punkte und damit Gesamtrang zwölf drin.

Fabrizio ist in seiner Karriere aber schon mit manchen Rückschlägen fertig geworden und wird das auch sicher dieses Mal, nachdem er zum ersten Mal seit vier Jahren ein WM-Jahr außerhalb der Top Acht beenden musste.

2012 kommt er wieder in ein italienisches Team, allerdings wird er dann nicht wie in seinen erfolgreichsten Jahren 2008 bis 2010 auf einer Ducati sitzen, sondern auf einer BMW. Fabrizio wechselt zu BMW Motorrad Italia und wird an der Seite von Landsmann Ayrton Badovini ins Geschehen eingreifen. Und dass er auch mit Vierzylinder-Motorrädern klar kommt, hat er 2003 bei seinem Superstock-Triumph auf Suzuki und bei seinen vier Superbike WM-Podesten 2006 und 2007 auf Honda bewiesen. Er kann mit verschiedenen Motor-Konzepten umgehen.


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