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Was ist die WRC?

Die World Rally Championship führt in 15 Veranstaltungen einmal um den Globus: Es geht von den vereisten Straßen Monte Carlos, den Schotterpisten Mexikos über die Sprünge Finnlands, den Weiten Neuseelands bis zu den Wäldern Großbritaniens.


Das World Rallye Car

Die World Rallye Cars basieren auf Straßenautos, die bislang mindestens 25.000 Mal verkauft worden sein müssen. Unter der bekannten Silhouette verbirgt sich jedoch Hochtechnologie. Auch wenn die Standardisierung in vielen Bereichen in den vergangenen Jahren zugenommen hat, sind WRC Fahrzeuge nach wie vor als Prototypen zu bezeichnen: Allradantrieb, 2-Liter-Turbomotoren mit mehr als 300 PS, sequenzielle Sechsganggetriebe sind nur einige der technischen Finessen.


Ablauf

Seit der ersten Fahrer-Weltmeistertitel von Björn Waldegaard im Jahre 1979 hat die Rallye-WM immer wieder Änderungen zu verzeichnen gehabt. In den letzten Jahren ging die Tendez von längeren Rallyes, die sich über mehrere Tag und Nächte erstreckten, zu "Sprintrallyes", die nun drei bis vier Tage andauern und bei denen rund 350 gezeitete Kilometer zu absolvieren sind.

Der Dienstag und Mittwoch vor jeder Rallye dient den Piloten, um die Strecke kennenzulernen. Mittwoch beginnt ebenfalls das Scrutineering, die technische Abnahme der Fahrzeuge. Am Donnerstag folgt der Shakedown, wo sich die Piloten erstmals in ihren WRC an die Streckenverhältnisse gewöhnen dürfen. Freitag bis Sonntag folgen drei Wertungstage, die sich aus12 bis 25 Wertungsprüfungen zusammensetzen.

Gestartet wird am ersten Tag der Rallye in der Reihenfolge der WM-Tabelle, wobei der WM-Leader als Erster auf die Strecke gehen muss. Neben den von den Herstellern eingesetzten Piloten, Co-Piloten, sowie Fahrzeugen können auch noch bis zu 90 Privatiers, Teilnehmer der Junior- oder Produktionswagen-WM an den Start gehen.

Die Piloten treten dabei gegen die Uhr an. Die Starter fahren in bestimmten Zeitintervallen (ein oder zwei Minuten) los und werden während der Fahrt von den Zeitencomputern der FIA überwacht. So lange die Fahrer dabei keinerlei technische Probleme bekommen oder Unfälle verursachen bekommen sie ihre Konkurrenten so gut wie nie zu Gesicht.


Punktevergabe & Reglement

Bei allen WRC-Läufen werden die ersten acht Fahrer nach dem Schlüssel 10 - 8 - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1 mit WM-Punkten für die Fahrerwertung belohnt. Für die Markenwertung sind nur diejenigen Fahrer punktberechtig, die vom Hersteller/Team nominiert wurden. Dabei handelt es sich um zwei Fahrer, die neben Fahrerpunkten auch versuchen so viele Punkte wie möglich für die Markenwertung zu erobern. Zu beachten ist folgendes: Die Markenwertung wird unabhängig von der Fahrerwertung geführt. Sollte also auf Platz drei ein Privatier landen und Vierter ein Werkspilot werden, so erobert dieser fünf Punkte für die Fahrerwertung, aber sechs für sein Team.

Die Manufacturer 1 und Manufacturer 2 Teams aus 2006 gehören der Vergangenheit an. Stattdessen gibt es Manufacturer, die die ganze Saison mit einem fixen Fahrer bestreiten und einem zweiten Fahrer, der gewechselt werden darf. Darüber hinaus gibt es Manufacturer Teams. Diese Teams - ähnlich wie früher die M2 Teams - bestreiten mindestens zehn Rallyes und dürfen keine Fahrzeuge einsetzen, die nach dem 31.12.2007 und deren Komponenten nach dem 2. Januar 2008 homologiert wurden.

Auch für 2008 bleibt das SuperRally Reglement bestehen, allerdings mit einer Zeitstrafe in Höhe von 5 Minuten pro verpasste Prüfung.

Ist ein Team für alle 15 Rallyes in der WM angemeldet, dürfen pro Auto maximal sechs Motoren in der Saison eingesetzt werden. Wird dieses Limit überschritten, erhält der Fahrer eine Zeitstrafe von fünf Minuten. Vor dem Start der Rallye Monte Carlo werden die Motoren homologiert - Weiterentwicklungen sind nicht zugelassen.

Die Getriebe werden fünf Mal für Doppelveranstaltungen eingesetzt.

Jedes Team, welches für 15 Läufe angemeldet ist, darf im gesamten Jahr inklusive Tests maximal zehn Chassis einsetzten. Teams, die 10 Läufe bestreiten, dürfen 6 Chassis verwenden.

Auf den Verbindungsetappen sind nur noch Fahrzeuge zugelassen, die auf allen vier Rädern fahren. Ein beschädigtes Fahrzeug, welches nur noch auf drei Rädern rollt, wird aus dem Verkehr gezogen.

Die Super 2000 Fahrzeuge durften bereits ab 2007 in der PWRC antreten. Von den acht anstehenden Events müssen sechs bestritten werden.

Die Junior WRC hat ihren Titel Weltmeisterschaft verloren. Sechs der sieben Veranstaltungen, die abgesehen von der Rallye Jordanien in Europa ausgetragenen werden, müssen bestritten werden.

Der WRC Rennkalender