Rallye von A bis Z

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Bang-Bang-System, Cuts und Gebetb�cher: Eine Rallye unterscheidet sich in vielen Details grunds�tzlich vom Motorsport auf der Rundstrecke. Dies spiegelt sich nicht zuletzt im Vokabular wider. Einzelne Ausdr�cke des Rallye-Jargons sind dabei vielleicht nicht immer zu hundert Prozent gel�ufig.

A

A-Fahrer-Status

Urspr�nglich mussten Rallye-Piloten, um in den Genuss dieser Sonderstellung zu kommen, zum Beispiel innerhalb der vergangenen zwei Jahre einen WM-Lauf unter den ersten Drei beendet haben. Heute erhalten Werksfahrer automatisch den A-Fahrer-Status. Vorteil: Sie r�cken in der Startreihenfolge zu Beginn einer Rallye automatisch nach vorne.

Air-Restrictor

Luftmengenbegrenzer f�r Turbomotoren. F�r World Rally Cars und Gruppe A-Fahrzuge ist derzeit ein Einlass-Querschnitt von 34 mm vorgeschrieben, in der seriennahen Gruppe N sind nur 32 mm erlaubt. Als Leistungs-Obergrenze hat das Reglement 300 PS definiert.

ATS-Reifen

Das 1987 erstmals vorgestellte ATS steht f�r "Appui Temporaire Souple" und ist der Rettungsring, der den Michelin-Rallye-Partnern im Falle einer Besch�digung des Pneus oder auch des Rades aus der Patsche hilft. Dabei �bernimmt ein rund zwei Kilogramm schwerer Schaumstoffring namens "Mousse", der im ungenutzten Zustand von dem Luftdruck innerhalb des Pneus auf dem Felgenbett komprimiert wird, im Falle eines Defekts die Aufgabe der Gasf�llung - und dies so perfekt, dass die Fahrer oftmals erst nach der Wertungspr�fung (WP) merken, dass sie auf Mousse rollen.

Aufschrieb (auch: Gebetbuch)

Gemeinsam erstellen Fahrer und Beifahrer w�hrend der "Recce" (von "Recconaissance", Aufkl�rung) - dem so genannten "Training" vor der Rallye - den auch "Gebetbuch" genannten Aufschrieb. Dieser enth�lt die Beschreibung der zu fahrenden Sonderpr�fung, also neben Geschwindigkeits- und Entfernungsangaben auch n�here Charakterisierungen der Kurven und Fahrbahnoberfl�chen, topographische Besonderheiten wie Sprungkuppen oder Br�cken, m�gliche Hindernisse wie Steine auf der Kurven-Innenseite oder auch Orientierungshilfen f�r den Bremspunkt - kurzum alles, was ein Fahrer wissen muss, um auf der "WP" so schnell wie m�glich fahren zu k�nnen. Dabei ist ihm der Copilot mit seiner Ansage stets ein bis zwei Kurven voraus.


B

Bordkarte

Auf ihr werden die f�r den jeweiligen Teilnehmer ma�geblichen Start- und Sollzielzeiten f�r den n�chsten Streckenabschnitt eingetragen. Ein Beispiel: Teilnehmer Nummer 1 startet um 12.00 Uhr und hat 25 Minuten Zeit, die 20 Kilometer entfernte Zeitkontrolle vor der ersten Pr�fung zu erreichen. Dort angekommen, darf er ab 12.24 Uhr in die Zeitkontrolle einfahren, wo der Fahrer ab 12.25 Uhr den korrekten Zeiteintrag erh�lt. Nun hat das Team in der Regel drei Minuten, um sich einsatzbereit am 50 Meter vorgezogenen Start einzufinden. Dort erh�lt Teilnehmer Nummer 1 die neue Startzeit f�r den folgenden Streckenabschnitt, der mit der tats�chlichen Startzeit - in diesem Fall 12.28 Uhr - �bereinstimmt.

Nun stehen diesem Team zum Beispiel 30 Minuten zur Verf�gung, um die Wertungspr�fung zu beenden - protokolliert durch einen Stempeleintrag an der Durchfahrtkontrolle am Ende der WP - und die Zeitkontrolle vor der folgenden WP um exakt 12.58 Uhr zu erreichen. Mit anderen Worten: Wer zehn Minuten in einem Graben feststeckt, dem fehlen diese zehn Minuten auch f�r den Weg zur n�chsten Zeitkontrolle. Dabei werden Versp�tungen auf WM-Ebene mit zehn Strafsekunden pro Minute bestraft, zu fr�hes "Stempeln" schl�gt hingegen mit 60 Strafsekunden pro Minute zu Buche.

"Bang-Bang"-System

Automatisches Umluftsystem, das �ber einen elektrisch betriebenen Kompressor den Ladedruck des Rallye-Autos auch bei Gaswegnahme aufrecht h�lt und so Leistungseinbu�en durch das so genannte "Turboloch" ausschlie�t. Von au�en problemlos durch Knallger�usche erkennbar, die an Maschinengewehrsalven erinnern.


C

Cut

Dank der immer widerstandsf�higeren Rallye-Reifen k�rzen die Rallye-Profis in Kurven maximal ab - das hei�t, sie beziehen Gr�ben oder auch Seitenstreifen in den Innenkurven in die Ideallinie mit ein, um den Kurvenradius zu vergr��ern. Damit schaufeln sie aber auch jede Menge Dreck und Steine auf die Stra�e, so dass sp�testens ab dem zehnten Starter ehemals tadellos saubere Asphaltkurven eher an Schotterwege erinnern.


D

Drift

Klassischer Fahrzustand eines Rallye-Autos: Es rutscht "quer", also �bersteuernd, in die Kurven hinein. Dies erm�glicht es dem Fahrer einerseits, fr�her wieder aufs Gas zu k�nnen, l�sst ihm andererseits aber auch mehr Spielraum zum Reagieren, falls er in der Kurve auf eine unerwartete Situation (siehe "Cut") treffen sollte. Aber: Bitte NICHT im Stra�enverkehr ausprobieren.

Durchfahrtkontrolle

Stempelkontrolle am Ende einer Wertungspr�fung: Sie protokolliert, dass der Teilnehmer die Wertungspr�fung erfolgreich beendet hat.


E

Eisspion

Typisches Ph�nomen der Rallye Monte Carlo: Bis eine Stunde vor dem Start des ersten Wettbewerbfahrzeugs fahren die so genannten Eisspione - zumeist selbst erfahrene Rallye-Piloten und -Beifahrer - die Pr�fungen ab und optimieren noch einmal den Aufschrieb. Dabei achten sie insbesondere auf Eisplatten und feuchte Stellen auf der Ideallinie, die sie in das "Gebetbuch" eintragen und an den Copiloten weiterreichen. Ein Job, der viel Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein verlangt: Nur Routiniers erkennen, wo das Eis bis zum Start der Rallye-Autos noch abtauen wird, oder wo bislang nasse Passagen in den Schatten eintauchen und �berfrieren werden.

Etappe

Erstreckt sich in der Regel �ber jeweils einen Rallye-Tag und umfasst eine zuvor definierte Gruppe von Pr�fungen. Am Ende einer Etappe fahren die Rallye-Autos ins "Parc ferm�" oder auch zum "Regrouping".


F

Fly-by-Wire

Aus der Luftfahrt stammender Fachausdruck, hier allerdings f�r ein elektronisch geregeltes Gaspedal. Ersetzt den Bowdenzug zwischen Gaspedal und Drosselklappe.


G

GPS-System/Alarmknopf

In der Rallye-WM werden alle teilnehmenden Fahrzeuge mit einem satellitengest�tzten �berwachungssystem ausgestattet, das auf der gleichen Technologie basiert, wie es auch aus normalen Stra�en-Pkw mit Navigationssystemen bekannt ist. Bleibt ein Rallye-Auto auf der Strecke stehen, wird automatisch in der Fahrtleitung ein Alarm ausgel�st. Besteht keine Gefahr, k�nnen Fahrer oder Beifahrer diese Alarmierung manuell deaktivieren.

Gravel-Crew

�hnlich wie die Eisspione kontrollieren die Gravel-Crew bis eine Stunde vor dem Start des ersten Teilnehmers den Zustand der Wertungspr�fung und tragen noch Ver�nderungen in den Aufschrieb des Beifahrers ein. Paradoxer Weise sind diese Helfer in der Saison 2005 nur noch bei Asphalt-Rallyes wie der "Monte" zugelassen - mit einem Auto pro Team. Gravel-Crews unterliegen - im Gegensatz zu den Rallye-Teams w�hrend des Trainings - keiner Geschwindigkeitsbegrenzung und konnten die Pr�fungen zumindest theoretisch so oft abfahren wie sie wollten.

Grip

Grip ist die moderne Ausdrucksform f�r Kraftschluss zwischen Reifen und Asphalt und steht daher bei Fahrern hoch im Kurs. Viel Grip erm�glicht entsprechend hohe Kurvengeschwindigkeiten sowie optimale Beschleunigung und Verz�gerung.

Gruppe A

Dieses bereits recht freiz�gige Technische Reglement verlangt, dass von einem potenziellen Rallye-Auto zuvor 2.500 Basismodelle innerhalb von zw�lf aufeinander folgenden Monaten gebaut werden. Die Gruppe A l�ste 1987 die so genannten "Rallye-Monster" der Gruppe B ab und f�hrte zu so interessanten Stra�enautos wie dem Lancia Delta integrale, dem Mitsubishi Lancer Evo I bis VIII (aktueller Stand) oder auch die Cosworth-Varianten des Ford Sierra und Escort. Mitte 2001 wechselte mit Mitsubishi das letzte Werksteam von einem Gruppe A-Auto zu einem moderneren World Rally Car.

Gruppe N

Technisches Reglement f�r seriennahe Rallye-Autos. Auch hier wird, wie in der Gruppe A, der Bau von 2.500 identischen Homologations-Fahrzeuge innerhalb von zw�lf Monaten vorgeschrieben.


H

Homologation

Offizielle Anmeldung eines Rallye-Autos bei der Sporthoheit FIA. In der Homologation werden alle ma�geblichen technischen Eigenheiten penibel definiert und festgehalten, denn sie dient k�nftig bei allen Technischen Abnahmen vor und w�hrend der Rallye den Technischen Kommissaren als Grundlage.


I

Intermeds

Rallye-Rennreifen mit leichter Profilierung, die speziell f�r Asphalt-Pr�fungen mit gemischten Bedingungen geeignet sind.


J

Junior-Weltmeisterschaft (JWRC)

Die "Junior World Rally Championship" wird mit so genannten Super 1600-Rallyefahrzeugen bei acht WM-L�ufen ausgetragen und ist f�r Fahrer ausgeschrieben, die j�nger als 28 Jahre alt sind.


K

Karenz-Zeit

Zeitfenster, um das ein Rallye-Team seine Sollzeit �berziehen darf. Es betr�gt pro Zeitkontrolle maximal 15 Minuten, pro Sektion und Etappe maximal 30 Minuten sowie �ber den gesamten Verlauf einer Rallye 60 Minuten. �berschreitet die Summe der Versp�tungen die vorgegebene Karenz, so f�llt der Teilnehmer aus der Wertung. Wichtig: Versp�tungen lassen sich nicht durch vorzeitiges Stempeln an der n�chsten Zeitkontrolle egalisieren.

Kit-Cars

Relativ junge Fahrzeugklassen im Rallye-Sport: Die so genannten "Formel 3"-oder auch "Super 1600"-Boliden besitzen Zweiradantrieb sowie Saugmotoren mit nicht mehr als 1,6 Liter Hubraum und bilden die Basis f�r die Junior-WM.


L

Launch-Control

Dies gibt es in der Rallye-WM schon l�nger als in der Formel 1: Der Bordcomputer regelt den perfekten Start - auf Schotterpisten in Griechenland ebenso wie auf dem ebenen Asphalt der Rallye Spanien.

Linksbremsen

Beliebte, aber ausgesprochen schwierige Fahrtechnik im Rallyesport: W�hrend der rechte Fu� auf dem Gaspedal stehen bleibt, tritt der Fahrer zugleich mit links auf die Bremse. Bei Fronttrieblern wird das Bremsmoment an den vorderen R�dern durch die Motorleistung �berwunden, das Fahrzeug verz�gert nur hinten und ger�t so in einen kontrollierten Drift - der �brigens �ber das Gaspedal dirigiert wird, da der Bremsdruck konstant bleiben muss. Bei Allradfahrzeugen hilft es, den Wagen in den Kurven zu stabilisieren und ein Absinken der Motordrehzahl sowie des Ladedrucks zu verhindern. Aber: Bitte NICHT im Stra�enverkehr ausprobieren.


M

Mapping

Die spezielle Programmierung der Motorelektronik, die zum Teil - ebenso wie die Verteilung der Kraft auf alle vier R�der - auf die Charakteristik einzelner Pr�fungen ma�geschneidert wird.

Mille Pistes

Sehr umstrittenes Rallye-Konzept, das in der Rallye-Saison 2004 eingesetzt werden sollte, sich schlussendlich aber nicht durchgesetzt hat. Kernpunkte: Statt zwei Tage lang vor der Veranstaltung haben die Teilnehmer nur noch einen Tag lang Zeit, die einzelnen Pr�fungen zu besichtigen - durch einmaliges Abfahren statt wie bislang zwei �berquerungen. Der zweite Check findet dann am Morgen jeder einzelnen Etappe statt, wo nur das Gebetbuch der WP des aktuellen Tages noch einmal �berpr�ft wird. Der Einsatz spezieller Trainingsfahrzeuge ist nicht mehr gestattet. Wichtigste Kritikpunkte: Das neue Format erschwert die Produktion der t�glichen TV-Berichterstattung, da der eigentliche Wettbewerb erst ab mittags beginnen kann. Auch die oftmals von weit her angereisten Fans treten k�rzer, denn sie k�nnen pro Tag kaum mehr als zwei verschiedene Wertungspr�fungen sehen. Das "Mille Pistes"-Konzept kommt in 2005 bereits nicht mehr zum Zug.


N

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O

noch keine Begriffe vorhanden


P

Parc ferm�

Bewachter Parkbereich f�r Rallye-Autos, in dem sie weder von Teams noch Fahrern anger�hrt werden d�rfen. Ausnahme: sicherheitsrelevante Reparaturen wie zum Beispiel der Austausch einer Windschutzscheibe. Regelt w�hrend der Veranstaltung das Einhalten der Service-Zeiten und stellt nach dem �berqueren der Zielrampe sicher, dass das Fahrzeug bis zum Ende der Protestfrist f�r die Technischen Kommissare in dem Zustand kontrollierbar bleibt, in dem es die Rallye bestritten hat.

Produktionswagen-WM

Die offiziell "Production Car World Rally Championship" (PWRC) wird mit Fahrzeugen aus der seriennahen Gruppe N ausgetragen, in der auch Allradler mit Turbomotor wie der Mitsubishi Lancer Evo oder auch der Subaru Impreza STI zugelassen sind.


Q

Querstellen

Typische Rallye-Fahrtechnik: Der Fahrer zwingt das Auto vor der Kurve in einen Drift, um einerseits die Geschwindigkeit zu verringern und andererseits sein Fahrzeug im Grenzbereich sicherer kontrollieren zu k�nnen. Die klassische Form des Querstellens ist das "Anstellen", wie es insbesondere Skoda-Michelin-Pilot Armin Schwarz par excellence vorf�hrt. Dabei rutscht das Rallye-Auto im Gegendrift auf die Kurve zu und schwenkt erst dann im Kurvensinne ein, wenn der Fahrer von der Bremse aufs Gas geht. Aber auch hier gilt: Bitte NICHT im Stra�enverkehr ausprobieren.


R

R�der

Die Felgen von World Rally Cars d�rfen bei Asphalt-Veranstaltungen eine H�he von 18 Zoll sowie eine Breite von neun Zoll nicht �berschreiten. Nur 18-Zoll-R�der d�rfen aus Magnesium gefertigt werden. Der Querschnitt mitsamt Reifen darf 650 Millimeter nicht �berschreiten, Spikes werden nicht mitgemessen. Felgen mit einer Breite von sechs Zoll oder weniger d�rfen nicht h�her als 16 Zoll sein - dies entspricht Schnee- und Eis-Bereifung. Schotterpneus sind auf 15 Zoll limitiert.

Regrouping

Im Zeitplan der Rallye vorgesehene Zeitpolster, in denen die Teilnehmer zum Beispiel vor der Einfahrt in den Service-Bereich in einer Parc ferm�-�hnlichen Zone stehen. Das Regrouping nach einer Etappe bedeutet, dass die Teams gem�� der neuen Startreihenfolge die n�chste Etappe in Angriff nehmen.

Reifen

Laut Reglement darf Michelin jedem Team pro Rallye nur zwei unterschiedliche Reifentypen anbieten - wobei mit dem Begriff "Typ" das optische Erscheinungsbild gemeint ist, unterschiedlich "weiche" oder "harte" Gummimischungen mithin also zul�ssig sind. Bei Asphalt-Rallyes wie zum Beispiel auf Korsika umfasst das Angebot dabei zumeist ein Trocken- und ein Nass-Profil. Die Wahl der Pneutypen, die von Fahrern mit so genanntem FIA A-Status genutzt werden, muss der Reifenhersteller bereits vier Wochen vor Beginn der Rallye der Motorsporthoheit FIA mitteilen, bei �bersee-Rallyes sogar acht Wochen im Voraus. Ausnahmen gestattet das Reglement lediglich bei der Rallye Monte Carlo: Da die See-Alpen im Januar mit unterschiedlichsten Witterungs- und Stra�enbedingungen aufwarten k�nnen, ist der Einsatz eines zus�tzlichen Schnee- oder Eisreifens sowie eines Pneus f�r gemischte Verh�ltnisse gestattet. Und: Zur Kostenminimierung im Rallye-Sport haben sich die Reifenhersteller darauf geeinigt, ihren Partnerteams f�r die WM-L�ufe in Schweden, Finnland, Italien, Japan und Argentinien jeweils nur ein Pneuprofil zur Auswahl zu stellen.

Roadbook

Dies ist die millimetergenaue Beschreibung der gesamten Rallye-Strecke von der Start- bis zur Zielrampe, ausgegeben vom Veranstalter. Nicht zu verwechseln mit dem Aufschrieb oder Gebetbuch.


S

Service-Park

Die Mechaniker d�rfen Reparatur- und Wartungsarbeiten am Rallye-Fahrzeug generell nur innerhalb des zentralen Service-Parks und dies auch nur zu exakt definierten Zeiten durchf�hren - seit 2005 nach dem morgendlichen Start f�r 20 Minuten, w�hrend der Mittagspause f�r 30 Minuten und abends f�r 45 Minuten. Daf�r sind nur noch sechs Mechaniker und zwei Ingeniere pro Auto zugelassen. Au�erhalb der Service-Zone ist es lediglich Fahrer und Beifahrer gestattet, Arbeiten am eigenen Fahrzeug mit bordeigenem Werkzeug vorzunehmen. Die Inanspruchnahme fremder Hilfe - auch wenn sie unaufgefordert zum Beispiel durch Zuschauer gew�hrt wird - f�hrt unmittelbar zum Wertungsausschluss. Mechaniker, Ingenieure und weiteres Teampersonal darf sich au�erhalb des Service-Parks dem Rallye-Auto nur bis auf 1000 Meter n�hern.

Shakedown

Offizielle Test-Wertungspr�fung am Donnerstag vor Beginn des Rallye-Wochenendes. F�r Werksteams besteht Teilnahmepflicht.

Slicks

Einst profillose Rallye-Pneus, die heute einen Negativ-Profilanteil von mindestens 17 Prozent aufweisen m�ssen. Die Tiefe der Profilrillen ist im Neuzustand auf mindestens 5,5 Millimeter festgelegt, im gebrauchten Zustand muss diese noch mindestens 1,6 Millimeter betragen.

Sonderpr�fung (WP)

Eine Sonderpr�fung - auch Wertungspr�fung oder WP genannt - bezeichnet jenen Streckenabschnitt, auf dem die Teilnehmer allein gegen die Uhr so schnell wie m�glich fahren. Gestartet wird dabei im Ein-Minuten-Abstand, in der Regel gew�hrt der Veranstalter den Werksfahrern jedoch zwei oder - bei besonders staubigen Rallyes wie zum Beispiel auf Zypern - drei Minuten Differenz. Das Gesamtklassement ergibt sich aus der Addition der auf den Wertungspr�fungen erzielten Zeiten plus Strafsekunden f�r zu fr�hes oder zu sp�tes Stempeln an den Zeitkontrollen. Die Maximall�nge aller Sonderpr�fungen pro WM-Lauf wurde f�r die Saison 2005 von 400 auf 360 verk�rzt. Die L�nge einer einzelnen Sonderpr�fung darf 50 Kilometer nicht �berschreiten.

Startreihenfolge

Nicht immer ist es von Vorteil, als erstes Fahrzeug in die Wertungspr�fung starten zu m�ssen, da zum Beispiel auf Zypern oder in Australien eine feine Staubschicht den Schotterbelag verziert und noch rutschiger gestaltet. Ist die Strecke von diesem �berzug freigefahren, k�nnen die nachfolgenden Teilnehmer zumeist deutlich schneller fahren. Dies f�hrte in der Vergangenheit zu skurrilen Situationen: Rallye-Profis versuchten durch taktisches Zu-sp�t-Stempeln, am folgenden Tag nicht als Erste auf die Strecke zu m�ssen.

Um diesen Aktionen ein Ende zu bereiten, hat die Sporthoheit FIA das Thema Start-reihenfolge vor Beginn der Saison 2003 neu geregelt. Seitdem gehen die Teilnehmer am ersten Tag einer Rallye gem�� ihrer aktuellen Platzierung in der Fahrer-WM an den Start. Am zweiten und dritten Tag entscheidet das Zwischenklassement, allerdings in umgekehrter Reihenfolge: Der 15. beginnt, und der F�hrende kommt als 15. zum Zuge.

SupeRally

Das SupeRally Reglement erlaubt den Fahrern nach dem Ausscheiden weiterhin an der Rallye teilzunehmen. Dabei wird f�r jede ausgelassene Wertungspr�fung eine Referenzzeit plus eine zehnmin�tige Zeitstrafe angerechnet. Ab der dritten verpassten Pr�fung kommen weitere f�nf Minuten hinzu.


T

Telemetrie

Die drahtlose �bertragung aller relevanten Messdaten vom Rallye-Auto an den Service-Park, wo sie aufgezeichnet und von Ingenieuren analysiert werden. Dazu geh�ren folgende Parameter: Motordrehzahl, Wassertemperaturen, �ltemperaturen von Motor, Getriebe und Differenzialen, �ldr�cke, Gaspedalstellung und Leistung, Kraftstoffverbrauch, Getriebegang und Geschwindigkeit, alle fahrdynamischen Werte wie Querbeschleunigungen, Beschleunigung und Bremsverz�gerungen sowie vieles mehr.

Training

Wirklich trainieren k�nnen die Profis die Pr�fungen vor der Rallye nicht - erlaubt ist ihnen lediglich das zweimalige, bei Asphalt-Rallyes auch dreimalige Abfahren der Strecken mit einer streng limitierten Geschwindigkeit von 80 km/h, in Ausnahmef�llen auch 100 km/h. Dabei erstellen sie das Gebetbuch. Die Einhaltung dieser Vorschriften wird penibel �berwacht: Alle Trainingsautos besitzen einen speziellen Sender und lassen sich �ber Satellitenortung zu jeder Zeit kontrollieren. Nicht einmal zu Fu� oder per Fahrrad d�rfen Fahrer und Copilot die Pisten besichtigen - egal zu welchem Zeitpunkt des Jahres.

Trip-Master

Spezielle Bordcomputer, die als Wegstreckenz�hler eingesetzt werden, um Distanzen zwischen Kurven oder Besonderheiten auf den Strecken auszumessen. Professionelle Copiloten setzen dieses Instrument auch w�hrend der Rallye ein, um auf Bremspunkte herunterz�hlen zu k�nnen.


U

noch keine Begriffe vorhanden


V

Verbindungsetappe

Strecke au�erhalb von Wertungspr�fungen, f�hrt durch den normalen Stra�enverkehr. Dort gelten f�r alle Rallye-Teilnehmer die gleichen Verkehrsregeln wie f�r alle �brigen Autofahrer auch. Zuwiderhandlungen werden empfindlich bestraft und k�nnen schnell den Wertungsausschluss nach sich ziehen.


W

Wertungspr�fung (WP)

Siehe Sonderpr�fung

World Rally Car (WRC)

Freiz�giges technisches Reglement, das nicht mehr die Produktion von 2.500 prinzipiell baugleichen Stra�enautos vorsieht. Mit anderen Worten: Ein WRC wie der aktuelle Rallye-Peugeot 307 ben�tigt keine Stra�enversion mit Turbomotor und Allradantrieb, wie es in der Gruppe A oder Gruppe N vorgeschrieben ist. Das Mindestgewicht betr�gt 1230 Kilogramm.


X

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Y

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C

Zeitkontrolle (ZK)

Stempelkontrollen am Beginn und am Ende eines Streckenabschnitts. Wer dort um eine Minute zu fr�h eincheckt, wird mit 60 Strafsekunden auf die Fahrtzeit bestraft. Versp�tungen werden im Rahmen der Karenz mit zehn Sekunden pro Minute geahndet. Im nationalen Sport sind Versp�tungen entweder straffrei, um zu rasantes Tempo auf Verbindungsetappen zu vermeiden, oder werden nur mit einer Sekunde pro Minute quittiert.